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Veröffentlicht: 27.05.2016, 10:00 Uhr

Countdown für Steuererklärung Was Arbeitnehmer absetzen können

Am 31. Mai ist Stichtag, bis dahin muss die Steuererklärung beim Finanzamt sein. Wer sie auf den letzten Drücker am Wochenende noch fertig machen will, für den gibt es hier die wichtigsten Tipps in Kürze.

von Christoph Ackermann
© dpa Na? Ist die Steuererklärung noch nicht fertig? Dann wird’s aber Zeit!

Bis zum 31. Mai muss die Einkommensteuererklärung 2015 abgegeben werden. Pflicht ist das für Arbeitnehmer unter anderem dann, wenn sie neben dem Lohn andere relevante Einkünfte beziehen oder besondere Freibeträge auf ihrer Lohnsteuerkarte haben. Verheiratete Arbeitnehmer sind etwa bei der gewählten Steuerklassenkombination III / V abgabepflichtig. Wer zum ersten Mal eine Steuererklärung macht und es etwas genauer wissen möchte, findet hier Rat.

Werbungskosten machen sich positiv bemerkbar, wenn sie über dem Pauschbetrag von 1000 Euro liegen. Das ist bei einem Arbeitsweg von 16 Kilometer oder mehr erreicht (für unterstellte 220 Arbeitstage).

Abziehbar sind auch beruflich genutzte Arbeitsmittel wie Schreibtischstuhl oder Laptop. Bei einem Nettowert bis zu 410 Euro können die Kosten sofort abgezogen werden. Bei höheren Aufwendungen werden sie über ihre gewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das gilt auch für typische Berufskleidung (etwa Arztkittel). Übrigens ist auch deren Reinigung berücksichtigungsfähig, sogar wenn diese mit der eigenen Waschmaschine erfolgt. Die Aufwendungen können dann geschätzt werden.

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Die Kosten einer Arbeitsecke als Werbungskosten können hingegen nicht angesetzt werden (Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 27. Juli 2015, GrS 1/14). Der Fiskus beteiligt sich aber an der beruflichen Nutzung des privaten Telefon- oder Internetanschlusses. Ohne weiteren Nachweis sind das 20 Prozent der Rechnung, maximal 20 Euro monatlich. Kontoführungsgebühren können mit 16 Euro im Jahr angesetzt werden.

Neben Sonderausgaben (wie die Kirchensteuer) oder außergewöhnliche Belastungen (etwa Unterhaltsleistungen und Gesundheitskosten) sollten die haushaltsnahen Dienst- oder Handwerkerleistungen (ohne Material) nicht vergessen werden (etwa für die Putzhilfe im Haushalt, Renovierungskosten oder Gartenhilfen). Auch Mieter können diesen Teil der Nebenkosten abziehen. Erzielt ein Ehepartner Lohnersatzleistungen oder ausländische Einkünfte oder erhält er hohe ermäßigt besteuerte Einkünfte (etwa eine Abfindung), kann sich die Einzelveranlagung statt des Splittingtarifs lohnen. Das ist vorab genau zu prüfen.

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