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Der Steuertipp : Wie man Arbeitsmittel beim Fiskus absetzt

  • -Aktualisiert am

Je nach Berufsstand kann auch die Arbeitskleidung wie etwa der weiße Arztkittel die Steuer mindern. Bild: Kien Hoang Le

Wer seinen Heimarbeitsplatz nicht von der Steuer absetzen kann, sollte seine Arbeitsmittel nicht vergessen. Auch sie lassen sich als Werbungskosten ansetzen. Was es hierbei zu beachten gibt.

          Häufig endet die Arbeit nicht beim Verlassen des Büros. Wird Arbeit mit nach Hause genommen, beteiligt sich auch der Fiskus. So können Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer regelmäßig bis zu einem Höchstbetrag von 1250 Euro pro Jahr steuermindernd geltend gemacht werden. Der Höchstbetrag gilt je Steuerpflichtigen, auch wenn sich mehrere ein Arbeitszimmer teilen. Die Anforderungen sind sehr hoch. So darf kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung stehen.

          Aber auch wer die strengen Anforderungen für die steuerliche Anerkennung eines häuslichen Arbeitszimmers nicht erfüllt, sollte seine Arbeitsmittel nicht vergessen. Werden sie beruflich genutzt, können die Aufwendungen dafür auf jeden Fall als Werbungskosten angesetzt werden. Das kann neben dem PC auch der heimische Schreibtisch sein, der Schreibtischstuhl, die Schreibtischlampe, ein Akten- oder Bücherregal oder auch der PC-Bildschirm nebst Drucker. Wird der PC auch privat genutzt, sind die Aufwendungen aufzuteilen. Fehlt ein Aufteilungsmaßstab, ist ein hälftiger Ansatz möglich.

          Liegt der Kaufpreis nicht über 410 Euro netto (487,90 Euro brutto), können die Aufwendungen sofort in voller Höhe im Jahr des Kaufs abgezogen werden. Liegt er darüber, sind die Ausgaben über die Nutzungsdauer der Anschaffung zu verteilen (sogenannte AfA). Das sind beispielsweise bei einem PC regelmäßig drei Jahre. Die Grenze wird zum 1. Januar 2018 auf 800 Euro netto (952 Euro brutto) angehoben. Daher kann es sich lohnen, für den einen oder anderen Kauf den Jahreswechsel abzuwarten, um dann 2018 vom höheren Sofortabzug zu profitieren.

          Je nach Berufsstand kann auch die Arbeitskleidung die Steuer mindern, soweit sie typischerweise und nahezu ausschließlich für die berufliche Verwendung bestimmt ist (etwa weiße Arztkittel). Auch die Reinigung der Arbeitskleidung ist berücksichtigungsfähig. Die berufliche Nutzung des privaten Telefon- und Internetanschlusses kann ohne weiteren Nachweis zu 20 Prozent, maximal 20 Euro monatlich angesetzt werden, Kontoführungsgebühren mit 16 Euro im Jahr.

          Der Autor ist Steuerberater und Partner bei EY.

          Quelle: F.A.S.

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