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Der Steuertipp : So ziehen Sie die Autokosten von der Steuer ab

  • -Aktualisiert am

Welche Kosten lassen sich bei häufigem Autofahren zurück holen? Bild: Imago

Wer viel Auto fährt, hat mit so einigen Kosten zu rechnen. Das kann jeder nachvollziehen, der täglich den Weg zur Arbeit mit dem Auto auf sich nimmt. Doch welche Kosten lassen sich unter Umständen zurückholen?

          Wer viel Auto fährt, hat hohe Kosten. Für Fahrten zur Arbeit zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte lässt der Gesetzgeber nur den Ansatz von 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der einfachen Wegstrecke zu. Höhere Kosten lassen sich aber in anderen Fällen ansetzen, soweit die Kosten nachgewiesen werden und grundsätzlich ein Werbungkostenabzug zugelassen ist.

          Zu Beginn und am Ende eines repräsentativen Zeitraumes von zwölf Monaten (idealerweise Kalenderjahr) ist der Kilometerstand festzuhalten. Für Nachweiszwecke empfiehlt es sich, den Tachostand abzufotografieren. Ferner sind im Zeitraum alle Belege zu angefallenen Pkw-Kosten (zum Beispiel Tankquittungen, Werkstattrechnungen) aufzubewahren und zusammenzurechnen. Zudem ist die Abschreibung als Kostenbestandteil zu ermitteln, sofern der Pkw gekauft wurde. Die Anschaffungskosten des Pkw, geteilt durch die Nutzungsdauer, ergibt die jährliche Abschreibung. Bei Neuwagen ist eine Restnutzungsdauer von sechs Jahren anzunehmen, bei Gebrauchtwagen ist die Restnutzungsdauer zu schätzen. Die Gesamtkosten, geteilt durch die Anzahl der gefahrenen Kilometer im repräsentativen Zeitraum, ergibt eine persönliche Kilometerpauschale, die in der Regel 0,30 Euro deutlich übersteigt und so lange anzusetzen ist, bis sich die Verhältnisse wesentlich ändern (zum Beispiel nach Ablauf des Abschreibungszeitraumes).

          Für den Fall, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Reisekosten für betrieblich veranlasste Fahrten mit 0,30 Euro je Kilometer lohnsteuerfrei erstattet hat, kann die Differenz zwischen persönlicher Kilometerpauschale und dem Pauschalsatz zusätzlich als Werbungskosten geltend gemacht werden. Weitere Anwendungsfälle können gegeben sein, wenn Arbeitnehmer am Wochenende Weiterbildungen besuchen oder einem Studium nachgehen, das ihrem beruflichen Fortkommen dient. Hierbei können als Werbungskosten die gefahrenen Kilometer für Hin- und Rückweg mit der persönlichen Kilometerpauschale angesetzt werden.

          Hans-Joachim Wittek ist Steuerberater bei KPMG.

          Quelle: F.A.S.

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