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Veröffentlicht: 24.11.2015, 11:01 Uhr

Der Steuertipp Schornsteinfeger absetzbar

Das Finanzamt muss auch Mess- und Überprüfungsarbeiten eines Schornsteinfegers als absetzbare Handwerkerleistungen anerkennen. Dafür muss der Steuerpflichtige allerdings die entstandenen Aufwendungen durch eine Rechnung belegen.

von Melanie Heithausen
© dpa Schornsteinfegerin in Bonn bei der Arbeit.

Zum Ärger vieler Hausbesitzer lehnte die Finanzverwaltung bisher Mess- und Überprüfungsarbeiten eines Schornsteinfegers sowie die Feuerstättenschau als absetzbare Handwerkerleistungen ab. Damit blieb ein Teil der Rechnung steuerlich unberücksichtigt. Schornsteinfegerrechnungen mussten von dem Veranlagungszeitraum 2014 an in begünstigte Arbeiten (wie Kehr- oder Wartungsarbeiten) und nicht begünstigte Prüfarbeiten aufgeteilt werden.

Damit ist nun Schluss. Der Bundesfinanzhof (BFH) widersprach der Finanzverwaltung und ließ Aufwendungen für die Überprüfung der Funktionsfähigkeit einer Anlage als steuerbegünstigte Handwerkerleistung zum Abzug zu (BFH-Urteil vom 6.11.2014, VI R 1/13). Dem beugt sich die Finanzverwaltung. Sie gewährt nun in allen noch offenen Steuerfällen die Steuerermäßigung bei Schornsteinfegerleistungen auch für Aufwendungen für Mess- oder Überprüfarbeiten einschließlich der Feuerstättenschau (BMF-Schreiben vom 10.11.2015).

Wichtig: Für eine steuerliche Anerkennung muss der Steuerpflichtige die entstandenen Aufwendungen durch eine Rechnung belegen. Zudem muss die Zahlung auf ein Konto des Leistungserbringers erfolgt sein. Eine Barzahlung genügt nicht.

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Auch Mieter können den Fiskus an den auf sie über die Nebenkostenabrechnung umgelegten Kosten für Schornsteinfegerleistungen beteiligen. Ebenfalls berücksichtigungsfähig sind auch Aufwendungen für Hausreinigung oder den Winterdienst (als haushaltsnahe Dienstleistungen). Die zu berücksichtigenden und vom Vermieter unbar bezahlten Aufwendungen müssen aber aus der Jahresabrechnung hervorgehen oder durch eine Bescheinigung des Vermieters nachgewiesen werden.

Sofern verfahrensrechtlich noch möglich, sollten die Aufwendungen beim Finanzamt eingereicht beziehungsweise noch nachgereicht werden. Immerhin können Handwerkerleistungen in Höhe von 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens 1200 Euro, und haushaltsnahe Dienstleistungen in Höhe von 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens 4000 Euro pro Jahr, auf Antrag von der tariflichen Einkommensteuer abgezogen werden.

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