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Der Steuertipp : So sanieren Sie Ihr Haus – und sparen dabei

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Gerüstet für die Zukunft: Wärmedämmung an einer Hausfassade. Bild: dpa

Wer baut oder sein Eigenheim saniert, muss viel Geld in die Hand nehmen. Schön, wenn sich der Fiskus daran beteiligt. FAZ.NET erklärt, wie Sie den Staat dazu bringen.

          Muss ein Gebäude in einem Sanierungsgebiet oder einem städtebaulichen Entwicklungsbereich modernisiert werden, kann der Besitzer von erhöhten Abschreibungen profitieren. Das gilt, wenn die Gemeinde die Instandsetzungsmaßnahmen anordnet oder sich der Besitzer bei Gebäuden mit künstlerischer, geschichtlicher oder städtebaulicher Bedeutung gegenüber der Gemeinde dazu verpflichtet.

          Statt der üblichen zwei Prozent jährlicher Abschreibung für vermietete Gebäude können im Jahr der Herstellung und in den folgenden sieben Jahren jeweils bis zu neun Prozent der Kosten für Modernisierung und Instandsetzung abgesetzt werden. In den darauf folgenden vier Jahren sind es noch einmal jährlich bis zu sieben Prozent.

          Aus Altbau wird Neubau

          Um die erhöhte Abschreibung zu erhalten, müssen Hausbesitzer dem Finanzamt eine Bescheinigung der zuständigen Gemeindebehörde vorlegen. Sie muss deutlich machen, dass die Baumaßnahmen der Erhaltung oder Erneuerung eines Gebäudes in einem Sanierungsgebiet oder Entwicklungsbereich dienen. Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass das Finanzamt eine solche Bescheinigung auch akzeptieren muss, wenn ein Neubau auf einem vorhandenen Altbau errichtet wird.

          Soweit es sich um Sanierungskosten für den Altbau handelt, sind für diesen Teil der Baukosten erhöhte Abschreibungen zulässig. Im konkreten Fall schadete es nicht, dass auf einem bestehenden Gebäude Wohnraum neu geschaffen wurde und es sich dabei um eine Penthouse-Eigentumswohnung handelte (Urteil vom 10. Oktober 2017, X R 6/16).

          Vermieter können neben den erhöhten Abschreibungen auf die Instandsetzungsmaßnahmen am Altbau die Kosten für den Neubau nach den allgemeinen Regeln zur Abschreibung von Gebäuden steuermindernd zum Abzug bringen. Entlastet wird auch, wer das Gebäude nach der Instandsetzung selbst bewohnt. Bei Instandhaltungsmaßnahmen an Häusern im Sanierungsgebiet darf der Eigentümer neun Jahre lang bis zu neun Prozent der Baukosten als Sonderausgaben abziehen.

          Der Autor ist Steuerberater und Partner bei EY.

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