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Einkommensteuer : Legen Sie Einspruch ein!

  • Aktualisiert am

Den Einkommensteuerbescheid sollte jeder prüfen und gegebenfalls Einspruch einlegen. Bild: dpa

Wer Post vom Finanzamt bekommt, sollte seinen Einkommensteuerbescheid prüfen und - wenn nicht alles stimmt - Einspruch einlegen. Die Erfolgsaussichten sind groß.

          In Ihrem Steuerbescheid kommt Ihnen etwas komisch vor? Die Erstattung ist zu klein, die Zahlen stimmen nicht, Posten wurden nicht anerkannt? Dann gibt es gute Gründe, etwas zu unternehmen, denn: Zwei von drei Einsprüchen gegen Steuerbescheide sind erfolgreich, wie aus neuen Zahlen hervorgeht.

          Im vergangenen Jahr haben 3,32 Millionen deutsche Steuerzahler einen Einspruch gegen die Bescheide ihrer Finanzämter eingelegt. Zusammen mit so genannten Altfällen bearbeiteten die deutschen Finanzbehörden mehr als 3,4 Millionen Einsprüche. Nach Angaben des Finanzministeriums wurde in 2,176 Millionen Fällen dem Einspruch des Steuerzahlers entsprochen. Also sehr häufig.

          Ein guter Grund, den eigenen Steuerbescheid nach Erhalt zu prüfen. Auf Abweichungen bei Sonderausgaben, Werbungskosten, außergewöhnlichen Belastungen oder Freibeträgen müssen Finanzbeamte nämlich hinweisen und diese auch begründen. Wurde dies aber versäumt, sei zu einem Einspruch zu raten, heißt es seitens Steuerexperten.

          Der Einspruch hat grundsätzlich den Vorteil, dass abzugsfähige Aufwendungen, die in der Steuererklärung vergessen wurden, nachträglich geltend gemacht werden können. Der Einspruch kann formlos erfolgen, wichtiger ist, dass er rechtzeitig und schriftlich erfolgt und ausführlich begründet wird.

          Viel Zeit bleibt einem aber nicht: Die Frist für den Einspruch beträgt gerade mal einen Monat. Sie beginnt in aller Regel drei Tage nach dem Versand der Bescheide (es gilt das Datum in den Unterlagen) und kann sich, wenn dieser Tag ein Sonn- oder Feiertag sein sollte, auf den nächsten Werktag verschieben. Hat das Finanzamt derweil versäumt, eine Rechtsbehelfsbelehrung zu erteilen, oder ist diese unrichtig, verlängert sich die Einspruchsfrist sogar bis zu einem Jahr.

          Quelle: casc

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