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VW-Bank : Zwei Milliarden Euro Tagesgeld

Logo auf dem VW-Werk Kassel in Baunatal (Hessen) Bild: dpa

„Rund zwei Milliarden Euro Einlagen“ hat die VW-Bank seit Einführung ihrer Tagesgeld-Aktion im Jubiläumsjahr 2015 generiert. Trotz des Dieselskandals soll der hohe Zinssatz für Neukunden beibehalten werden.

          Die VW-Bank will ihre vergleichsweise hohen Tagesgeldzinsen auch nach dem Jubiläumsjahr, mit dessen Feierlichkeiten sie diese ursprünglich begründet hatte, auf unbestimmte Zeit beibehalten. Trotz des Dieselskandals sorgen die für die heutige Zeit hohen Zinsen offenbar für einen steten Geldfluss. „Wir haben seit Beginn der Aktion rund zwei Milliarden Euro Einlagen generiert“, sagte ein Sprecher der Bank dieser Zeitung. „Das zeigt, dass uns die Kunden nach wie vor in hohem Maß vertrauen.“

          Die VW-Bank hatte sich, gemeinsam mit der verbundenen Audi-Bank, im Oktober vorigen Jahres an die Spitze der Tagesgeldtabellen in Deutschland gesetzt. Sie bietet für Neukunden 1,25 Prozent, garantiert für vier Monate, bis zu einem Betrag von 100.000 Euro. Nach Ablauf der Frist gibt es nur noch 0,3 Prozent. Das Internetportal Biallo lobte das gleichwohl als rühmliche Ausnahme in der Niedrigzinsphase („Eine Bank lässt den Zinsmotor aufheulen“).

          Der Durchschnitt der Tagesgeldzinsen in Deutschland liegt laut FMH-Finanzberatung bei 0,34 Prozent. Begründet hatte die VW-Bank die hohen Zinsen mit einem Jubiläumsjahr des Direktbankgeschäftes von VW, das 2015 im Juni 25 Jahre alt geworden war. Das sei der Grund gewesen, warum man einen Zinssatz, in dem die Ziffern „25“ vorkommen, als Marketingaktion ausgewählt habe.

          In der Branche war allerdings angenommen worden, der VW-Konzern wolle sich wegen des Dieselskandals vorsorglich mit Liquidität versorgen. Der Zinssatz von 1,25 Prozent bleibe auch 2016 „bis auf weiteres gültig“, hieß es bei der Bank, „vorbehaltlich eventuell kurzfristiger Anpassungen“. Es gebe für diese Aktion vorerst „kein Enddatum“.

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