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Veröffentlicht: 17.05.2014, 09:06 Uhr

Luxusgüter Der Oldtimer ist die beste Wertanlage

Es müssen nicht immer Aktien sein: Auch Autos, Weine, Geschirr und Briefmarken können sich lohnen – nur antike Möbel meistens nicht.

von
© dpa Oldtimer wie der Triumph TR 3a Roadster eignen sich als profitable Geldanlage.

Von ihren Anlagen erwarten Investoren vor allem eins: dass sie Geld bringen. Leider sind Aktien, Zertifikate und Optionen vor allem eins: nicht schön. Zeigen oder gar ins Wohnzimmer hängen möchten Investoren sie nicht. Als Statussymbol taugt zwar Geld, aber die Anlagen darin leider gar nicht. Aber es gibt Alternativen: Luxusanlagen. Mit einem schönen Auto in der Garage kann man seine Nachbarn wunderbar neidisch machen, mit einer teuren Uhr seine Arbeitskollegen beeindrucken oder mit Gemälden, Diamanten und Münzen im Wohnzimmer Freunde zum Staunen bringen. Das Gute daran: Diese Luxusgüter sehen nicht nur gut aus, mit den richtigen können Anleger auch eine hohe Rendite erzielen.

Franz Nestler Folgen:

Zum Beweis errechnet die Beratungsagentur Knight Frank einen Luxusinvestmentindex. In diesem befinden sich neun exquisite Luxusgüter: neben Oldtimern, chinesischer Keramik, Münzen, antiken Möbeln, Juwelen, Wein, Briefmarken und Uhren auch Kunst. Jede dieser Kategorien basiert auf einem einzelnen Index, den Marktexperten errechnen. Diese werden von Knight Frank in den Luxusinvestmentindex zusammengefasst und je nach Popularität und relativem Wert des Luxusgutes gewichtet.

Infografik / Luxus / Wertentwicklung von Luxusgütern Die Wertsteigerung bei Oldtimern in den letzten zehn Jahren liegt bei 456 Prozent © F.A.Z. Bilderstrecke 

Wert von Oldtimern hat sich mehr als vervierfacht

Der Index muss keinen Vergleich zu Aktienindizes scheuen. Zwar war das vergangene Jahr mit einem Plus von 8 Prozent relativ mau, aber im Zeitraum von 10 Jahren hat sich der Index um 179 Prozent erhöht. Damit schlägt er selbst den F.A.Z.-Index – dieser gewann nur 92 Prozent. Selbst Gold ist dank des Einbruches vom Vorjahr in greifbare Nähe gerückt. Besonders überdurchschnittlich haben sich alte Autos, Oldtimer, entwickelt. In den vergangenen zehn Jahren haben sie ihren Wert mehr als vervierfacht – und schlagen damit locker Gold.

Allein im vergangenen Jahr legten Oldtimer noch mal um 28 Prozent zu. Als Grund für den starken Anstieg sehen die Analysten von Knight Frank die starke Nachfrage aus Asien nach den Autos, wo sie einen noch größeren Kultfaktor als hierzulande haben. Das Finanz-Blog Alphaville fragte schon im vergangenen Jahr, ob eine Oldtimer-Blase drohe. Die Zahlen basieren auf dem Historic Automobile Group International Index.

Das bedeutet aber nicht, dass man sich heute einen Mercedes oder Trabant kaufen sollte. Bis ein Auto an Wert gewinnt, müssen viele Jahre vergehen. In den ersten Monaten und Jahren zeigen die Preise der Autos nur nach unten. Die seltenen Autos dürfen nicht oft produziert worden sein. Ein Beispiel: Vom oben abgebildeten Ferrari wurde im Jahr 1966 nur 12 Stück produziert und zum Preis von 4 Millionen Pfund verkauft. Ein ähnliches Modell, nur ein Jahr später produziert, wechselte vor einem Jahr für 27,5 Millionen Dollar den Besitzer. Vom 1967 Ferrari 275 GTB/4 NART Spider wurden nur 10 Stück produziert. Die Besitzerfamilie konnte sich über den warmen Geldsegen freuen. Das Auto war seit der Produktion im Besitz von ein und derselben Familie.

Briefmarken und Münzen erzielen ebenfalls Wertgewinn

Auch auf dem Münzmarkt gab es zuletzt Rekorde. Für 10 Millionen Dollar wechselte der „Wehendes Haar“-Silber-Dollar den Besitzer. Ursprünglich wurde er im Jahr 1794 geprägt. Angeblich ist die Münze die erste jemals hergestellte Münze der amerikanischen Münzprägerei Mint und damit ein echtes Stück Geschichte.

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