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Geldanlage : Der lange Weg zu einem schönen Depot

  • -Aktualisiert am

Der Weg zum persönlichen finanziellen Erfolg ist vielfältig. Bild: Picture-Alliance

Mit Wertpapieren lässt sich über Jahrzehnte ein Vermögen aufbauen. Zunächst sollten Aktien im Mittelpunkt stehen, später Anleihen.

          Wer etwas aufbauen möchte und kein Genie ist, sollte stetig einen kleinen Stein auf den anderen setzen, damit etwas Großes dabei herauskommt. Je früher man damit anfängt, desto eher kann man das Aufgebaute nutzen. Das gilt sowohl für den Hausbau im Grünen wie auch für den Aufbau eines (Geld-)Vermögens, um davon bei ungewollter Arbeitslosigkeit oder erwünschter beruflicher Auszeit, spätestens aber im Ruhestand zu zehren. Stein auf Stein oder eben (Geld-)Schein auf (Geld-)Schein legen ist die Basis. Wie man den Aufbau beschleunigt, ist dagegen auch eine Typfrage.

          Wir stellen uns einen jungen Menschen von 27 Jahren vor, ledig, der gerade in den Beruf eingestiegen ist. Diese junge Frau oder dieser junge Mann wohnt lieber zur Miete, weil man sich so örtlich nicht zu sehr gebunden fühlt und sich auch um die Instandhaltung der Wohnung nicht allzu sehr kümmern muss. Gleichwohl verfügt unser Berufseinsteiger monatlich über Überschüsse und hat auch schon einen gewissen Betrag an Liquidität angespart. Wie wird daraus nun ein Vermögen?

          Manche Fachleute sagen sechs, andere zwei Monatsgehälter sollte man auf dem Konto vorhalten für den Fall, dass doch einmal höhere Ausgaben nötig sind. Denn auf den von der Bank eingeräumten Dispo-Kredit zuzugreifen ist teuer, trotz Niedrigzinsphase langen die Banken hier immer noch kräftig zu. Es ist zu befürchten, dass zunächst die Inflation anzieht und erst dann die Zinsen steigen. Damit sind die liebsten Sparformen der Deutschen, das Sparbuch, das Tagesgeld und die Lebensversicherung, noch länger unattraktiv. Aber was ist dann die beste Geldanlage zum Vermögensaufbau? Theoretisch ist es die Anlage mit der besten Rendite und mit dem niedrigstem Risiko. „Eine solche Anlage gibt es nicht. Wer viel Rendite will, muss viel Risiko eingehen“, steht in jedem Lehrbuch. Deshalb empfehlen Fachleute, die Geldanlagen auf verschiedene Wertpapiere zu verteilen und das Risiko zu streuen. „Diese breite Streuung gilt als die Kunst der Geldanlage, wobei dies weniger Kunst als Handwerk ist“, sagt Alexander Schmidt aus Schleswig-Holstein, der bundesweit Anleger bei der Geldanlage berät.

          Der Honorarberater rät dazu, in jungen Jahren höhere Risiken einzugehen, seine monatlichen Scheine stärker in schwankungsfreudige Aktien zu investieren. „Die Wertschwankungen lassen sich bei langem Anlagehorizont viel besser aushalten und aussitzen“, sagt Schmidt. Anstatt auf dem Tiefpunkt die Nerven zu verlieren und zu schlechten Preisen zu verkaufen, müsse der Anleger aber seine monatlichen Sparzahlungen durchhalten - und könne sich dann trösten: „Wer monatlich für 100 Euro etwas kauft, was schwankt, erwirbt mal weniger, aber bei gesunkenen Kursen eben auch mehr. Die Einstiegspreise verbilligen sich dann. Dieser Cost-Average-Effekt macht sich langfristig positiv bemerkbar“, sagt Schmidt.

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