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Miese Noten für Bankberatung : Nur drei von 23 Instituten schneiden „gut“ ab

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Viele Berater empfehlen die Hausprodukte ihrer Bank und nicht unbedingt die passenden Produkte. Bild: dpa

Halten sich Banken bei Anlageberatung an die gesetzlichen Vorgaben? Und welche sind besonders kundenfreundlich? Finanztest stellt den untersuchten Instituten schlechte Noten aus.

          Viele Banken beraten Verbraucher bei der Geldanlage einem Test zufolge nicht zufriedenstellend. Von 23 getesteten Banken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen hätten nur drei die Note „gut“ erhalten, berichtete die Zeitschrift „Finanztest“. 13 Geldhäuser schnitten demnach „befriedigend“ ab, fünf „ausreichend“ und zwei „mangelhaft“.

          Zwar sei den Beratern in den Banken die Risikoeinstufung des Kunden fast durchweg gut gelungen, heißt es in dem Bericht, doch dies habe nicht automatisch zu „passenden Produktvorschlägen“ geführt. Ein Grund dafür sei, dass viele Berater die Hausprodukte ihrer Bank empfehlen. Die eigenen Anlageprodukte bringen der Bank mehr Provisionen, sind laut „Finanztest“ aber selten eine besonders gute Lösung für den Kunden.

          Ein weiterer Mangel sei gewesen, dass Banken in 15 Fällen keines der gesetzlich vorgeschriebenen Beratungsprotokolle an die Kunden aushändigten. Banken sind seit 2010 gesetzlich verpflichtet, ein Protokoll über den Verlauf eines Beratungsgesprächs anzufertigen und dem Kunden zu übergeben. Das Dokument soll Verbraucher vor Falschberatungen schützen. Für Versicherungen gilt die Protokollpflicht bereits seit 2007.

          „Finanztest“ empfiehlt Verbrauchern, sich auf die Beratung gut vorzubereiten und danach zu prüfen, ob im Protokoll der Gesprächsinhalt und die eigenen Anlagewünsche richtig wiedergegeben sind. Die Vorschläge des Beraters sollten noch einmal geprüft und Vergleichsangebote eingeholt werden.

          „Finanztest“ schickte nach eigenen Angaben „geschulte Laien“ zu bundesweit insgesamt 160 Testkäufen. Sie sollten sich erkundigen, wie sie 45.000 Euro über zehn Jahre anlegen konnten. Sie waren bereit, einen Teil des Geldes mit etwas Risiko anzulegen, bei Bedarf sollte das Geld schnell verfügbar sein.

          Die Bestnote für den Test gab es demnach für den Berater, der eine „ausgewogene Mischung aus sicheren Renten oder Festgeldanlagen und riskanteren Geldanlagen“ empfahl und dabei auch auf die Kosten der Geldanlage achtete.

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