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Direktbanken : Günstige Konten, aber auch keine tollen Zinsen

Direktbanken sind unter Kunden sehr beliebt. Doch es gibt erhebliche Unterschiede in der Leistung der einzelnen Institute. Bild: Stefan Kny

Ein Institut hat zehn Direktbanken getestet. Die 1822 landete auf Platz eins – und die DKB ist bei jüngeren Kunden beliebt. Bei einer Bank aber fielen oft die Stichworte „unfreundliche Berater“ und „langsam“.

          Direktbanken sind unter Kunden sehr beliebt – es gibt aber erhebliche Unterschiede in der Leistung der einzelnen Institute. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien, die am Freitag veröffentlicht wurden. Das Deutsche Institut für Service-Qualität, ein Marktforschungsinstitut, das im Auftrag mehrerer Medien arbeitet, aber nach eigenen Angaben nie im Auftrag der getesteten Unternehmen, hat zehn große Direktbanken verglichen. Kriterien waren der Service, die Konditionen und die Sicherheit im Internet. Unter anderem wurden dafür verdeckte Tester eingesetzt.

          Auf dem ersten Platz landete die 1822 direkt, die Online-Tochtergesellschaft der Frankfurter Sparkasse, mit dem Testurteil „gut“. Sie wird für ihre Sicherheit im Internet gelobt, ihren guten Service am Telefon und die Konditionen in der Baufinanzierung. Im Testszenario habe der Effektivzins für die Finanzierung eines Hauses bei 1,28 Prozent gelegen. Platz zwei belegte die Comdirect, die Online-Tochtergesellschaft der Commerzbank. Ihre informative Internetseite wird gelobt, aber auch die kurzen Wartezeiten bei der 24-Stunden-Hotline. Auf Platz drei landete die Deutsche Kreditbank (DKB). Ihre Stärke seien vor allem gute Konditionen für das Girokonto. Sie habe beispielsweise die niedrigsten Überziehungszinsen aller getesteten Institute. Hinzu komme ein vergleichsweise hoher Sicherheitsstandard im Internet.

          Verglichen hat das Marktforschungsinstitut die zehn Anbieter mit je zehn verdeckten Anrufen und Test-E-Mails, zudem wurden Internetseiten und Sicherheitsvorkehrungen bewertet. In den Vergleich flossen außerdem die Konditionen für Tagesgeld, Wertpapierhandel, Zahlungsverkehr, Festgeld, Ratenkredit und Baufinanzierung ein. Die Tester urteilten am Ende, der Service der Direktbanken überzeuge – die Konditionen aber seien „insgesamt enttäuschend“.

          Kunden von Direktbanken äußerten sich durchweg sehr zufrieden

          Mit der Zufriedenheit der Kunden von Direkt- und Filialbanken hat sich die Unternehmensberatung mm1 zusammen mit dem Hamburger Meinungsforschungsinstitut Splendid-Research beschäftigt. Nach Unternehmenangaben erfolgte das gleichfalls ohne unmittelbaren Auftraggeber oder Finanzier. Dazu wurden 550 Kunden im Alter von 17 bis 37 Jahren befragt, wie zufrieden sie mit ihrer Bank seien, von minus 100 bis plus 100, und ob sie diese weiterempfehlen würden. Die Kunden der Direktbanken äußerten sich durchweg sehr zufrieden. Alle Filialbanken – mit Ausnahme der Sparda-Banken – hätten hingegen negative Bewertungen bekommen. Insbesondere Deutsche Bank und Postbank hätten diesmal schlecht abgeschnitten.

          Auf Platz eins landete in diesem Ranking die DKB (plus 57), vor der ING Diba (47), der Comdirect (20) und den Sparda-Banken (13). Dann folgten die Sparkassen (minus 3), die Commerzbank (minus 14) und die Volksbanken (minus 21) vor der Postbank (minus 28) und der Deutschen Bank (minus 58). Vor allem die günstigen Konditionen der Girokonten der Direktbanken („Gratis-Girokonto“) werden in dem Vergleich als wichtiger Grund für die Zufriedenheit angeführt.

          Bei der Deutschen Bank hingegen seien besonders häufig die Stichworte „unfreundliche Berater“ und „langsam“ genannt worden, wird behauptet. Bei den Sparkassen habe es eine Dreiteilung gegeben. Ein Drittel sei sehr zufrieden, ein Drittel finde die Sparkassen „okay“ und ein Drittel stehe ihnen kritisch gegenüber. Die Zufriedenen schätzten vor allem die Ansprechpartner und das Netz an Filialen und Geldautomaten.

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