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Geldanlage : Tagesgeld-Zinsen: 0,04 Prozent

Bilanz 2017: kein gutes Jahr für Sparer Bild: dpa

Immer mehr Banken reichen die Negativzinsen der Europäischen Zentralbank weiter an ihre Kunden. Das haben die Sparer im vergangenen Jahr gespürt – mit Dumping-Zinsen fürs Tagesgeld.

          Relativ ernüchternd fällt der Jahresrückblick der Internetplattform Verivox zu den Sparzinsen in Deutschland aus. Die Zinsen für Festgeld auf fünf oder zehn Jahre seien zwar im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Im Großen und Ganzen aber träten die Sparzinsen auf der Stelle. Für Tagesgeld gebe es im Durchschnitt nur noch 0,04 Prozent Zinsen im Jahr, wie ein Vergleich zwischen den Konditionen von rund 800 Banken zeige. „Von Aufbruch keine Spur“, schreibt Verivox.

          Zum Tagesgeld-Vergleich der F.A.Z.

          Nach 2017 warte ein weiteres Jahr mit Zinserträgen deutlich unter der Inflationsrate auf die Sparer. Die Bundesbank prognostiziert für 2018 eine Inflationsrate von 1,6 Prozent. Für Sparer sei es schwer, da auch nur in die Nähe zu kommen. Manche Banken zahlten wenigstens 0,6 Prozent für Tagesgeld, einige befristete Aktionsangebote brächten bis zu 1 Prozent. Die am besten verzinsten Festgeldanlagen auf zwei Jahre brächten 1,33 Prozent. „Damit kommen Anleger der Inflationsprognose der Bundesbank zumindest nahe“, meint Verivox.

          Die Verantwortlichen des Vergleichsportals halten es für keine schlechte Idee, in solchen Zeiten Geld nacheinander in mehrere Festgeldanlagen mit beispielsweise zwei Jahren Laufzeit zu stecken, die dann nicht gleichzeitig ausliefen, sondern alternierend. Wer nach höheren Renditechancen suche, könne einen Teil seines Vermögens in börsengehandelte Indexfonds („Exchange Traded Funds“, ETF) investieren.

          Von den 800 verglichenen Banken reichten elf die Negativzinsen der Europäischen Zentralbank auch an Privatkunden weiter – meistens aber nur bei hohen Beträgen. Bei fünf weiteren Banken zahle man zwar keine Negativzinsen, aber Gebühren auf das üblicherweise unentgeltliche Tagesgeldkonto: „Für Verbraucher ergibt das faktisch eine negative Rendite.“

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