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Schutz vor der Geldentwertung Vier Prozent braucht jeder

 ·  Wer sein Geld vor der Inflation retten will, muss mindestens vier Prozent Gewinn im Jahr erzielen. Das geht nicht nur mit Aktien. Sondern sogar mit ein paar soliden Anleihen.

Artikel Bilder (8) Lesermeinungen (27)
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Carlos Anton

Besser keine Empfehlung abgeben

Ich muss den Foristen recht geben, welche die im Artikel gemachten Anlageempfehlungen kritisieren. Man sollte ehrlich schreiben, daß es zur Zeit keine sicheren Anlagen gibt, die 4% erwirtschaften. Also muss man entweder einen gewissen Vermögensverlust durch Inflation akzeptieren oder ins Risiko gehen (z.B. Aktien). Auch Immobilien bieten nur scheinbare Sicherheit, denn sie können leicht besteuert werden und es droht eine Überhitzung der Märkte.

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Harald Muller
Harald Muller (FAZguy) - 01.01.2013 13:51 Uhr

Bei diesen Anleihen besteht das Risiko

des Totalverlustes. Wenn schon Lehmann oder Argentien insolvent wurden, dann diese Unternehmen mit großer Eintrittwahrscheinlichkeit. Wegen 1 Prozent Gewinn einen Totalverlust riskieren ist Kamikaze.
Von Aktien rate ich auch dringend ab, weil die Kurse und die Unternehmespolitik ständig manipuliert werden. Zudem findet bei grossen Unternehmen ein extremes Missmanagement statt.
zB. Daimler Kauf von Crysler, Porsche Kauf von VW Aktien, Commersbank kein Geschäftsmodell usw. usw.
Man sollte nur Geld investieren, wenn man über das Geschäft die Kontrolle hat, sonst sollte man es lieber heute konsumieren.
Immobilien in Toplagen der Big 5 in BRD, die man genau geprüft hat, wären noch eine gute Anlage..

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Stefan Kohler
Stefan Kohler (Kohli77) - 01.01.2013 00:54 Uhr

Fragwürdige Empfehlungen

Auch wenn der Autor mit seiner Kernbotschaft nicht ganz falsch liegt, finde ich die Empfehlungen sehr fragwürdig. Zu den Aktien enthalte ich mich eines Kommentars, aber bezüglich der Anleihen erlauben Sie mir bitte zwei Feststellungen:

Erstens: Einige der Anleihen sind nur an der Börse Mailand notiert und dürften daher für deutsche Privatanleger schwer erwerbbar sein. Generell erscheint die "Auswahl" ziemlich willkürlich.

Zweitens, wesentlich gravierender: Das Kursrisiko bei vorzeitigem Verkauf der Anleihen sollte nicht unterschätzt werden, gerade angesichts des derzeitig niedrigen Zinsniveaus und der langen Laufzeiten (9 bis 25 Jahre, Stichwort "Duration"!). Diese Anleihen bis Endfälligkeit zu halten und derart niedrige Zinsen für eine so lange Zeit "einzuloggen" ist wohl nicht sinnvoll. Sollte die Inflation ansteigen, kann vermutlich auf einem höheren Nominalzinsniveau investiert werden.

Die meisten Anleger werden wohl doch den Rat eines professionellen Anlageberaters benötigen...

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Hans-Detlev Speckmann

Die Anlagevorschläge fragwürdig

Die Vorschläge des Autors zur Direktanlage in Anleihen sind in einigen Fällen nicht korrekt. Sie beziehen sich auf deren Nominalzins, die Renditen sind teilweise deutlich niedriger. Beispiele: Litauen Nominalzins 4,85% - Rendite 2,33%; Veolia Nominalzins 4% - Rendite 0.99%; Gas Natural Nominalzins 5% - Rendite 2,86 %. Das entspricht in keinem Fall den geforderten 4% und sollte der FAS nicht passieren.

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Horst Johnson

Lemminge glauben daran

Inflation offiz. bei 2 %, 4% Rendite usw. Die Nebelkerzen fürs Grundvertrauen sollen halt ihre Wirkung behalten.
Wie siehts denn real aus? Gefühlte Preissteigerung bei 12-15%. Griechenland bankrott, Spanien und Portugal vor dem Kollaps, USA defacto insolvent, der Euro nur noch künstlich am Leben gehalten.
Solche Artikel werden später ins Museum wandern unter der Prämisse: kurz vor dem Knall empfahl man uns noch Tesco Anleihen und anderes an wertlosem Papier.

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Romain Meyer
Romain Meyer (ovale) - 31.12.2012 09:10 Uhr

dies ist ein typisch deutscher Standpunkt

Warum 4 %? Genauso koennte ich behaupten ich brauche 10 %. In Japan leben Anleger schon eine kleine Ewigkeit mit Nullzinsen. Inflation wird es auch in Deutschland in den naechsten Jahren so gut wie keine geben. Deswegen sollten auch 2 Prozent reichen um die Kaufkraft zu erhalten. Es ist meines Erachtens uinverantwortlich einerseits von Inflationsgefahr zu reden und dann Anleihen bis 2047 von Tesco zu empfehlen die gerade mal 4 % Rendite vor Kosten bieten. Gibt es tatsaechlich Inflation rentieren diese Anleihen bald 6 %.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.01.2013 20:50 Uhr
thorsten bredberg

keine inflation?

butter, brot, benzin, krankenkassen, strom, immobilien?? Bis zu 50% merhrpreis in den letzten 10 jahren oder haben sie das nicht bemerkt?

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Roland Wagner

Wenn es auch in Deutschland in den nächsten Jahren so gut

wie keine Inflation geben wird, wie wird Deutschland dann die Schulden der zahlungsunfähigen Freunde zurückzahlen?

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Reinhard Wolf

@ Romain Meyer: Preis für ein Liter Diesel in 2008: 1,05 Euro; in 2012: 1,50 Euro!

In allen Produkten stecken: Rohstoffe, Energie und Arbeit. (Wer aus gesellschaftlichen Prozessen heraus alles noch mitverdient -> Vermietung/Verpachtung, Steuern/Abgaben) wollen wir (weil nicht a priori notwendig) jetzt mal kurz außer Betracht lassen. Zugegeben: Wenn die Energie- und Rohstoffpreise steigen und die Löhne sinken, dann passt es wieder: Nominal! Die Realität stellt sich ein wenig anders dar. Aber prinzipiell gebe ich Ihnen natürlich recht: Wieso sollte jemand, der Geld zu viel hat (sonst könnte er es ja nicht sparen und anlegen) ein Recht auf eine Geldmehrung haben? Nur weil er (möglicherweise) Verzicht geleistet hat? Er sollte vielmehr froh sein, wenn sich seine Kaufkraft erhält und die ihm zeitlich nachfolgenden Wirtschaftsakteure nicht in Fehlallokationen investiert haben: Es ist halt z.B. dumm in Fluggesellschaften zu investieren (die das knappe Öl sinnlos für Ferienfliegerei verballern) und sich in 30 Jahren zu wundern, dass das Geld nicht mehr für die Heizung reicht!

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 30.12.2012 21:32 Uhr

Zinseszinsrechnung für Fortgeschrittene:

In dem Rechenbeispiel beträgt die Endsumme nur € 14.802 wenn angenommen wird, dass die jährlichen Zinszahlungen ihrerseits wieder zu 4% p.A. angelegt werden. Das wird so gut wie nie der Fall sein. Ferner stimmt die Rechnung nur bei jährlicher Zinszahlung UND Aufzinsung. Der Profimarkt rechnet daher seit Jahren mit der kontinuierlichen Aufzinsung (und zwar mit den laufzeitkongruenten Nullkuponzinsen). Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Die Eulersche Zahl = e = 2,718281828459....., ist die Basis des natürlichen Logarithmus' und der kontinuierlichen Verzinsung. Die Anwendung ist denkbar einfach: Endbetrag = Anfangsbetrag * e hoch Zinssatz (* Anlagezeit in Jahren). Die Inflation in der Summe ihrer Komponenten steigt schliesslich auch stetig und nicht in diskreten Schritten.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 23:00 Uhr
Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 03.01.2013 23:00 Uhr

Es tut mir leid Herr Scheffler, Sie irren, wie auch Herr Hess

10.000 *(2,718281828459 hoch (0,04*10)) = 14.918,25, nicht 14.802,44.

Q.E.D.

noch Fragen?

Freues Neues!

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Michael Scheffler

Herr Mirbach,

wenn man "von oben" argumentiert, sollte es richtig sein. Herr Hess hat Recht, schauen Sie bitte in Wiki unter Zinseszins.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 31.12.2012 12:51 Uhr

Ach ja? In wie fern?

Beweis bitte! Ihre Behauptung kann ich nicht nachvollziehen.

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werner hess
werner hess (heswer) - 31.12.2012 10:18 Uhr

Ihre Formel ist falsch, Herr Mirbach

Richtige Formel:

Endbetrag=Anfanngsbetrag mal ( 1+Zinsfuß/100) hoch Jahre.
Gilt nicht nur für jährliche Aufzinsung, sondern kontinuierlich.

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Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 30.12.2012 19:37 Uhr

@Herrn Hammer: Rundumschlag

Zitat (H.Hammer): "solange der Staat...alles kaputt macht, denn etwas anderes kann er nicht".
Es gibt kein Gesundheitssystem, kein Rechtssystem, keine Polizei, keine Schulen, keine Universitäten, keine Autobahnen und Straßen, kein Schienenetz, keine Notare, Krankenschwestern, Lehrer, .......;
alles hat sich zufällig zusammengefunden und hat nichts anderes im Sinn als Zerstörung? Wie kommen Sie zu einer solch platten Vorstellung?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 17:51 Uhr
Karl Hammer

@Stefan Sedlaczek

Ich stimme mit Ihnen bis auf einen Pumkt überein.
Es muß einen Staat geben, der mindestens die äussere Sicherheit des Gebietes garantiert und der neutrale Richter stellt, die über die wortgemäße Einhaltung der privaten Verträge der Bürger zu wachen haben und über die grundsätzliche Rechtmässigkeit des zusammenlebens im Sinne der Ethik. Die Verträge selber haben sie nicht zu interessieren und gäbe es keine organisierte Landesverteidigung, dann würden schnell aussländische Organisationen oder das organisierte Verbrechen die Macht an sich reißen.
Aber das Verhältnis der Bürger zum Staat könnte auf Verträgen beruhen, was den Staat zu einer exakt beschriebenen Gegenleistung für entrichtete Beiträge zwingen würde und ihm die Macht nehmen würde, einfach irgendwelche Steuern oder Abgaben abzupressen.

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Karl Hammer

@Ronald Schlimm

Wie auch immer es sich zusammengefunden hat, denn auch da gibt es auch unterschiedliche Ansichten, z.B. waren Universitäten früher und sind es heute noch in vielen Ländern Privatorganisationen, ebenso gab es immer auch private Sicherheitsorganisationen, beruht das Eisenbahnsystem auf privater Initiative und Investition und wurde in Deutschland erst zum Zwecke der militärischen Nutzung verstaatlicht, war die Gesundheitsversorgung die meiste Zeit in privater Hand und ist das in vielen Staaten heute noch, ebenso das Schulsystem, ebenso die Energieversorgung, ebenso die Telekommunikation und sogar das Sozialsystem lag über Jahrhunderte in privaten, z.B. kirchlichen Händen, ebenso wie es auch heute private Hilfsorganisationen gibt.
Aber das spielt auch gar keine Rolle, weil wir heute leben und ich heute die Behauptung aufstelle, daß heute niemand das Recht hat, mir mein Eigentum zwangsweise zu nehmen, egal wus welchem Grund, und der der das tut, ist nichts weiter als ein gemeiner Räuber.

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Stefan Sedlaczek

Herr Hammer trifft den Nagel auf den Kopf

"Staat" hat nun einmal keine Wertschöpfung. Das ist definitiv so. Er nimmt mit Gewalt (oder unter Gewaltandrohung) und kann nicht einmal alles umverteilen, weil die, die als "Staat" firmieren, noch selbst etwas brauchen.
Kein Mensch braucht ein Gesundheitssystem. Kein Mensch braucht ein Schul-, Verkehrs- oder Justizsystem. Was Menschen brauchen, schaffen Menschen. Mehr gibt es nicht auf der Welt. Menschen brauchen vielmehr so Dinge wie Bildungsmöglichkeiten, Heilungsmöglichkeiten, Recht und Freiheit. Vor allem Freiheit, denn nur so können Menschen miteinander friedlich und vertraglich handeln und sich gegenseitig einen "Mehrwert" verschaffen. Menschen handeln miteinander, wenn jeder sich davon eine Verbesserung verspricht. Das ist Wertschöpfung. Wo Menschen dies als "Staat" verhindern und durch eigene (oder demokratische) Willkür ersetzen, wird Wertschöpfung verhindert, auch wenn etwas "da ist". Das was besser wäre kann nicht mehr sein. Das ist das "Zerstörungswerk" allen Staatlichens.

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wolf biermann

Wunderbar, aber warum so genügsam?

warum nicht 12 Prozent, oder besser 18? Das rettet vor Inflation? Nein, lieber Herr Scherff; das ist gelebte Inflation. Wundersame Geldvermehrung durch noch mehr Geld, dazwischen das Märchen von "steigenden" Goldpreis, aber selbst hier gilt:für dieselbe Goldmenge bekommt man dieselbe Menge Brot oder Auto wie vor 20 Jahren.
Die Suche nach besseren "Anlagemöglichkeiten" ist die höchste Stufe des St.Floriansprinzips: wer nicht beim Idiotenspiel mitspielt, bezahlt für die anderen. Erklären Sie Ihr Kettenspiel doch mal einem 450-Euro-Jobber.......

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.01.2013 16:42 Uhr
Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 01.01.2013 16:42 Uhr

Herr Biermann: " aber selbst hier gilt:für dieselbe Goldmenge bekommt

man dieselbe Menge Brot oder Auto wie vor 20 Jahren."
Dann ist doch Gold die richtige Anlage zum Kaufkrafterhalt von Ersparnissen. Es ist unabhängig von Notenpressen jedweder Art, das ist sein Vorteil. Alles das, was aktenkundig vorliegt, dazu zählen auch Aktien, ist Währungsumstellungen und willkürlicher Abwertung unterworfen, der Goldpreis aber ist ein weltweiter Preis, unabhängig von der Willkür örtlicher Regime. Allerdings muß man das Zeugs ggf. schwarz über die Grenze schaffen, sofern ein lokales Goldbesitzverbot ausgesprochen wird, das ist sein Nachteil.

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Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 30.12.2012 16:52 Uhr

Das System funktioniert leider nicht...

für a l l e, wenngleich vielleicht jeder die Chance hat es zu erreichen, denn Geld verdient kein Geld. Für alle (oder als Durchnittsertrag) wäre das nur möglich, wenn der gesamte durch A r b e i t erwirtschaftete Ertrag so hoch wäre um die Arbeit selbst und das mit Schuldzinsen belastete (in den Produktionsmitteln gebundene) K a p i t a l zu bedienen und zusätzlich noch diese 4 % als Wertschöpfung. Jedes Mehr für den Einzelnen bedeutet ein Weniger für den Anderen, in erster Linie denjenigen, der den Faktor Arbeit gestellt hat. Bitter aber wahr.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 17:34 Uhr
Karl Hammer

@all

@Tilo Schw (Priexo)
Daher der Zusatz am Ende des Textes: "solange der Staat sich nicht einmischt"
Ohne staatlichen Zwang würde sich niemand auf das Fiat-Money einlassen.
@Andreas Neubert
Es ist eine Frage der Freiheit und des Rechtes dritter, in die Angelegenheiten fremder einzugreifen. Wer welche Rechte hat, welchen Profit macht usw. ist die Sache derjenigen, die den Handel untereinander tätigen, auch Kredit ist ein Handel. Wenn sie klug und fair sind, dann profitieren vom Handel alle. Aber es ist nicht die Sache dritter, sich zu Moralwächtern aufzuschwingen und einer Partei Vor- oder Nachteile zu verschaffen. Und tatsächlich haben die ja auch immer nur ihre eigenen Vorteile im Sinn, denn ihr Einmischen ist ihre vorgeschobene Legitimation, uns das Geld zu stehlen.
@Reinhard Wolf
Sie können das anprangern und haben in einigen Fällen sicher auch Recht. Das gibt Ihnen jedoch nicht das Recht, anderen Ihren Willen aufzuzwingen, denn auch Sie können sich irren und sind nicht allwissend.

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Reinhard Wolf

@ Ronald Schlimm: Aus diesem Grund und nur aus diesem Grund ist unser Wirtschaftssystem vom ...

rohstoffvernichtenden und die Lebensgrundlagen zerstörenden "alternativlosen" Überflußwegwerfwachstumswahn beseelt: Nicht, um die Bedürfnisse der Menschen zu bedienen, sondern um die Zinsgier der Vasallen des Gottes Mammon zu befriedigen. Nur wenn die Gütermenge (bewertet zu Marktpreisen) mit dem Takt der Zinsezinspeitsche mithält, dann läuft das Karussell. Was diese "zu Marktpreisen" bewerteten Werte genau sind, spielt dabei keine Rolle ... und wenn es der Webemüll in Ihrem Briefkasten ist, der sich verdreifacht: Hauptsache auf dumm Umsätze generiert die Werte vorgaukeln ... und wenn dafür alle Rohstoffe verballert werden! Total egal: Hauptsache der Umsatz stimmt und alle sind (egal wie sinnlos) beschäftigt, um an dem Verteilungsschlüssel "Geld" Teilhabe zu haben. Wachstumsbeschleunigungsgesetze! Wehe dem, der bei dem Wahnsinn nicht mitmachen will: Dem wird der Stempel "verbalaggressiv" aufgedrückt und dem werden Lektionen in "Wollenmüssen" erteilt! Grüße von der Hartz-Iv-Front!

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Tilo Schw
Tilo Schw (Priexo) - 30.12.2012 18:42 Uhr

@Karl Hammer - 30.12.2012 18:07 Uhr

Zitat: "Wer verleiht, hat vorher Verzicht geleistet, sonst hätte er nichts zum verleihen [...]"

In Zeiten der Geldschöpfung aus dem Nichts (Stichworte Fiatgeld, Buchgeld, Kreditgeld) trifft dies i.d.R. leider nicht zu.

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Andreas Neubert

@Karl Hammer

Da bin ja auch ganz bei Ihnen. Natürlich stellt man sein Kapital anderen nicht ohne Gegenleistung zur Verfügung.

Problematisch wird es nur dann, wenn die (völlig legitimen) Interessen der Kapitalgeber über die Interessen derer gestellt werden, die dieses Kapital erwirtschaften.

Der Kapitalgeber hat nicht mehr Rechte als der, der dieses Kapital erwirtschaftet. Und da ist in unserer Welt ein zunehmendes Ungleichgewicht festzustellen: Die, die Kapital erwirtschaften sollen bitteschön den Gürtel enger schnallen, nur damit es dem Kapitalgeber an nichts mangelt.

Es ist kein Naturgesetz, dass die Rendite das Maß aller Dinge ist. Die, die dieses Geld erwirtschaften, haben mindestens genau so viel Rechte. Reale Arbeitsleistung darf keine Restgröße des Dividendenprinzips sein. Wenn doch, prophezeie ich, dass das nicht mehr lange gut gehen wird.

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Karl Hammer

Zins ist kein "System"

Wer verleiht, hat vorher Verzicht geleistet, sonst hätte er nichts zum verleihen (kann natürlich auch auf seine Vorfahren betreffen). Wer leiht, will sofort konsumieren/investieren. Der Zins ist der Ausgleich, den der Schuldner dafür bezahlt, daß er sofort konsumieren oder investieren kann, ohne selber vorher Verzicht leisten zu müssen. Der Zins verschiebt den Verzicht in die Zukunft, indem er zukünftiges Einkommen schmälert. Zins hat mit Geld selber nichts zu tun, Zins kann auch in Naturalien bezahlt werden. Folglich kann es nur Zins geben, wenn es einen Geber und einen Nehmer gibt.
Zins ist kein System, Zins ist das Ergebnis eines freiwilligen Handels zwischen zwei handelnden. Er basiert nicht auf Regeln dritter, sondern auf freier Absprache.
(solange der Staat sich nicht einmischt und alles kaputt macht, denn etwas anderes kann er ja nicht)

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Andreas Neubert

@Ronald Schlimm

War auch mein Gedanke. Diese vier Prozent müssen irgendwo erwirtschaftet werden. Und zwar von denen, die jeden Tag zur Arbeit gehen.

Geld fällt nicht vom Himmel. Auch bei Dividenden nicht. Was da einige mehr haben, haben andere weniger.

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30.12.2012, 14:48 Uhr

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