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Rohölpreis zieht an : Vor Pfingsten wird das Tanken nochmals teurer

Traditionell erhöhen die Tankstellen vor Pfingsten die Spritpreise. Bild: dpa

Infolge des von Amerika gekündigten Atomabkommens steigen nicht nur die Rohölpreise, sondern verteuert sich auch Diesel und Benzin. Ein weiterer Anstieg scheint aber auf lange Sicht unwahrscheinlich.

          Pünktlich vor der Reisewelle zu Pfingsten sind Benzin und Diesel abermals deutlich teurer geworden. Wie der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) anhand seiner wöchentlichen Auswertung der Tankstellenpreise in Deutschland mitteilte, stieg der Preis für Diesel im Tagesmittel um 2,2 Cent auf 1,273 Euro je Liter. Super E10 verteuerte sich auf Wochensicht um 2,1 Cent auf durchschnittlich 1,434 Euro. Für beide Kraftstoffarten war das ein neuer Jahreshöchststand.

          Verantwortlich für den Preisanstieg seien die abermals höheren Rohölnotierungen, schreibt der ADAC. So liege der Preis für ein Barrel (Fass zu 159 Liter) der Nordseesorte Brent bei rund 78 Dollar. Das seien gut zweieinhalb Dollar mehr als vor Wochenfrist. Am Mittwoch hat sich der Anstieg des Rohölpreises allerdings zunächst nicht fortgesetzt. Bis zum Nachmittag stand der Brent-Preis 0,75 Prozent im Minus auf 78 Dollar. Analysten sprachen von einer leichten Gegenbewegung zum Anstieg der Vortage.

          Die Internationale Energieagentur (IEA) berichtete zudem in Paris, sie gehe davon aus, dass mögliche Ausfälle beim Rohölangebot Irans infolge neuer amerikanischer Sanktionen durch andere große Förderländer ausgeglichen werden könnten. Zugleich geht die IEA allerdings infolge des starken Preisanstiegs am Ölmarkt von einer künftig geringeren Rohölnachfrage aus. Ferner wurde bestätigt, dass das Ölkartell Opec sein Ziel erreicht hat, die einst hohen Ölvorräte der Industrieländer nennenswert zu reduzieren.

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