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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Richtig versichert Was Familien haben können, aber nicht haben müssen

 ·  Eine Police für den Hausrat, eine Unfallversicherung und eine Police, die das eigene Kind gegen Invalidität absichert, kann sich manchmal lohnen.

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Sie zählt zu den beliebtesten Versicherungen der Deutschen, die Police für den Hausrat. 82 Prozent aller Familien haben eine. Sie deckt Schäden an Einrichtung und Wohnung ab, falls Sturm oder Brand Schäden anrichten. Und sie kommt dafür auf, wenn eingebrochen wird oder im Urlaub persönliche Gegenstände gestohlen werden. Die Gefahr, das gesamte Hab und Gut zu verlieren, ist zwar nicht wirklich existenzbedrohend, aber sie ist dennoch vielen Familien die Kosten für die Hausratpolice wert. Sehr teuer ist die in der Regel auch nicht, schon ab rund 50 Euro im Jahr sind Policen zu haben. Die teuersten können jedoch genauso gut 600 Euro kosten.

Der Preis hängt einerseits von den versicherten Gegenständen ab, andererseits vom Wohnort: In der Stadt ist der Versicherungsschutz deutlich teurer als auf dem Land. Günstige Angebote gibt es etwa von Ammerländer, Cosmos, Gothaer, Huk oder Neckermann. Wichtig ist, dass der Vertrag auf die „Einrede grober Fahrlässigkeit“ verzichtet. Sonst zahlt die Versicherung am Ende nicht voll, wenn man einem Einbrecher die Arbeit erleichtert hat, weil ein Fenster gekippt war. Verbraucherschützer raten, den Wert des Hausrates lieber durch eine genaue Auflistung zu bestimmen, als ihn pauschal oder nach Wohnungsquadratmetern zu schätzen.

Gegen die Folgen eines Unfalls versichern

Wenn ein Unfall passiert, dann deckt die Krankenkasse zwar die Behandlungskosten ab, aber Folgekosten wie etwa für Therapien, eine Haushaltshilfe oder den Umbau von Auto oder Wohnung trägt sie nicht. Dafür kommt eine Unfallversicherung auf. Mindestens 200.000 Euro sollte man als Auszahlungssumme veranschlagen, als Faustregel gilt: etwa das Fünffache des Bruttojahreseinkommens. Dafür zahlt man je nach Beruf rund 200 bis 300 Euro im Jahr, wer handwerklich arbeitet, mehr.

Das Problem bei der Unfallversicherung: Es gibt Hunderte Tarife, darunter aber nur ganz wenige gute, die später auch anstandslos zahlen. Das merkt man jedoch meist erst im Schadensfall. Die Haftpflichtkasse Darmstadt, Ammerländer und Interrisk kamen bei Testern bisher gut an. Unfallversicherungen sind auch für die ganze Familie zu haben.

Das eigene Kind gegen Invalidität versichern

Wer sein Kind speziell absichern will, der kann das auch über eine Kinderinvaliditätsversicherung tun. Weit verbreitet ist sie nicht, nur jedes achte Elternpaar schließt eine ab. Sie zahlt nur, wenn ein Kind eine schwere Krankheit bekommt, durch die es später schwerbehindert wird, etwa durch Krebs oder angeborene Krankheiten. Dann schüttet sie eine monatliche Rente aus.

Dagegen zahlt sie nicht, wenn das Kind einen schweren Unfall erleidet. Die Gefahr einer schweren Krankheit ist aber laut Statistik auch 100 Mal wahrscheinlicher als eine Behinderung durch einen Unfall, den dagegen jede dritte Familie extra absichert. Von daher sollte man eher über den Invaliditätsschutz nachdenken. Einige Versicherer zahlen aber nur, wenn mindestens Pflegestufe 3 erreicht ist. Die Versicherung kostet rund 350 Euro im Jahr. Sie ist günstiger (um 230 Euro), wenn man eine Einmalzahlung statt Monatsrente vereinbart. Dazu raten Finanzexperten allerdings nicht.

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Jahrgang 1973, freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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