Home
http://www.faz.net/-hnk-75319
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
Baufinanzierung

Weihnachtsgeschenk mit Tücken Worauf Sie bei Gutscheinen achten müssen

Wer beim Weihnachtsgeschenk auf Nummer Sicher gehen will, entscheidet sich oft für einen Gutschein. Welche Regeln der Schenkende und der Beschenkte beachten sollten.

© dpa Vergrößern Gutscheine kommen gut an.

Die Lieben sind all zu wählerisch. Die Gefahr, beim Weihnachtsgeschenk daneben zu greifen, ist deshalb groß. Auf  Nummer sicher geht da, wer zum Fest Gutscheine verschenkt. Alle Schwierigkeiten sind damit allerdings nicht aus dem Weg geräumt: Bestimmte Regeln sollten der Schenkende und der Beschenkte beachten.

Befristung

Händler dürfen ein Ablaufdatum für Gutscheine festlegen. Der Zeitraum darf aber nicht zu knapp sein. Das  Oberlandesgericht München stellte 2008 fest, dass ein Jahr zu kurz ist, weil das den Verbraucher mitunter benachteilige. Nach Ablauf der Frist muss der Verkäufer den Gutschein nicht mehr annehmen. Der Kunde aber hat Anspruch auf einen Teil des Geldes. Der Händler darf  davon lediglich seinen entgangenen Gewinn von maximal 20 Prozent einbehalten. Hat der Gutschein kein Ablaufdatum, gilt eine Frist von drei Jahren. Sie beginnt am Ende des Jahres, in dem der Gutschein ausgestellt wurde.

Mehr zum Thema

Ausnahmen

Ist ein Gutschein an ein bestimmtes Ereignis gebunden, wie etwa eine Theateraufführung oder ein Konzert, kann die Ablauffrist mitunter auch sehr kurz sein. Anders sieht es laut Verbraucherzentralen aber bei Kinogutscheinen aus. Sind sie nicht auf einen bestimmten Film beschränkt, müssen sie mindestens zwei Jahre lang gültig bleiben.

Namensbindung

Ein Gutschein ist wie Bargeld: Selbst wenn er auf einen Namen ausgestellt ist, kann er auch von jedem anderen  eingelöst werden. Das hat Vorteile - kann beim Verlust des Gutscheins aber zum Nachteil werden.

Auszahlung

Händler sind nicht dazu verpflichtet, Gutscheine gegen Bargeld einzulösen. Ebensowenig müssen sie nach Angaben von Verbraucherzentralen den Restbetrag in bar auszahlen, wenn der Kunde bei einem Kauf nicht die gesamte Gutscheinsumme aufbraucht. Dann ist eine stückweise Einlösung sinnvoll. Sie gilt allgemein als zumutbar für den Händler. Allerdings ist diese Frage juristisch nicht abschließend geklärt. Einen Rechtsanspruch auf eine Stückelung der Gutscheinsumme gibt es also nicht.

Pleite

Geht der Händler vor Einlösung pleite, hat der Kunde Pech. Wer einen Gutschein kauft, geht in Vorkasse. Bei einer Pleite verliert der Gutschein seinen Wert. Nur solange noch Waren zum Verkauf stehen, wird der Händler den Wertschein einlösen.

Alternative

Wer einen selbst gemachten Gutschein verschenkt, hat mitunter weniger Sorgen: Die Ablauffrist legt der Schenkende  selbst fest, den Betrag sowieso und die Stückelung auch.

Quelle: FAZ.net mit AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Steuertipp Mallorca-Fans aufgepasst

Wer ein Ferienhaus in Spanien hat, muss bald weniger Steuern zahlen, wenn er es vererbt oder verschenkt - einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs sei dank. Mehr Von Kay Klöpping

18.10.2014, 19:24 Uhr | Finanzen
Danke für die Daten!

Was ist peinlicher – seine Privatsphäre verschenken oder zugeben müssen, dass man keine Ahnung hat, was Facebook alles über uns weiß? Mehr

07.07.2014, 14:56 Uhr | Feuilleton
Steuertipp So vererben Sie eine Immobilie steuerfrei

Vererbt oder verschenkt man ein Haus oder ein Wohnung innerhalb der Familie, so fallen meist keine Steuern an. Doch es muss sich um ein Familienheim handeln. Ferien- oder Wochenendwohnungen gehören nicht dazu. Mehr Von Carl-Josef Husken

15.10.2014, 09:37 Uhr | Finanzen
Monthy Python’s last show

Die Komiker gucken jetzt auf die bright side of life. Fast ein halbes Jahrhundert schenkte die Truppe der Welt einen nie dagewesenen Witz – und war damit in bedeutendem Maße für die Humorbildung von Generationen verantwortlich. Mehr

21.07.2014, 14:06 Uhr | Gesellschaft
Arbeitszeugnis In fünf Schritten zur optimalen Beurteilung

Stimmt der Aufbau? Fehlt eine wichtige Information? Haben Sie alle Formalia beachtet? Fünf Bausteine, die in keinem guten Arbeitszeugnis fehlen dürfen. Mehr Von Sven Astheimer

16.10.2014, 05:00 Uhr | Beruf-Chance
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 15.12.2012, 11:38 Uhr