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Neues Smartphone als Geschenk : Vorsicht, Kostenfalle!

  • -Aktualisiert am

Den passenden Smartphone-Tarif zu finden ist nicht so einfach. Bild: dpa

Smartphones und Tablets sind als Weihnachtsgeschenke beliebt. Doch welcher Tarif ist der passende und welche Kostenfallen sollte man beim neuen Vertrag umgehen?

          Die einen kommen mit vier riesigen Buchstaben daher. „SALE - Such Dir was aus“. Die anderen versprechen „Bei uns fallen die Preise“ und der dritte verspricht, dass „Freiheit ist, wenn Dein Datenvolumen so groß ist wie eure Liebe.“ Man merkt, es ist Weihnachten und damit die große Zeit für Smartphones und Tablets. Seit Jahren sind Hightech-Geschenke auch unter dem Weihnachtsbaum beliebt.

          Die vielen - angeblichen - Schnäppchen mit Handy- und Datenverträgen, die jeder - vor allem im Internet abschließen kann, sind verführerisch. Doch sollte jeder Verbraucher Vorsicht walten lassen. Nicht selten lauern hier Kostenfallen.

          Zum Beispiel die scheinbar niedrige Grundgebühr: Man muss zweimal hinschauen - so niedrig kann die  Grundgebühr für einen leistungsstarken Vertrag sein? Oft steckt dahinter allerdings ein Aktions-Preis. Nach 12 oder 24 Monaten Vertragslaufzeit beschert dies dem Kunden still und leise eine teilweise deutliche Preissteigerung. Manche Angebote sind noch ausgefeilter und setzen auf eine schrittweise Anhebung. Die Grundgebühr steigt schon nach sechs Monaten und nach 12 Monaten ein weiteres Mal.

          Das gleiche Spiel gilt auch beim Datenvolumen. So wird etwa mit einer umfangreichen Internet-Flatrate von 10 Gigabyte geworben, für eine gerade knapp zweistellige Grundgebühr im Monat. Der Haken: Nicht selten gilt der niedrige Grundpreis für das große Datenvolumen nur für den ersten Monat. Danach gibt es deutlich weniger Datenvolumen - allerdings für den gleichen Preis.  Handynutzer sollten sich vorher darüber klar werden, wie viel Datenvolumen sie brauchen und entsprechend direkt einen leistungsstärkeren Vertrag wählen. 

          Extras kosten am Ende immer extra

          Auch nutzlose Zusatz-Optionen in Verträgen sind zu beachten. Manche Anbieter bieten diese kostenlos an, oft wieder aber nur einige Monate lang. Danach werden zusätzliche Gebühren fällig. Man sollte daher darauf achten, wo ein Häkchen im Vertrag gesetzt ist. Ein Extra wie etwa ein Sicherheitspaket kann man auch später noch bestellen, falls es überhaupt nötig ist.

          Eine beliebte Methode, zusätzlichen Umsatz zu generieren, ist die sogenannte Datenautomatik. Manche Anbeiter verankern in ihren Tarifen eine  Option, dass automatisch Datenvolumen nachgekauft wird, wenn das gebuchte Datenvolumen verbraucht ist. Surfen macht damit weiter Freude, kostet aber extra. Fairer wäre es für den einzelnen Kunden selbst entscheiden zu könne, wann und wie er für ein Extra-Datenvolumen zahlen möchte.

          Last but not least: Das Handy selbst. Wer hat nicht Lust, das neueste und beste Modell zu haben, noch dazu für einen Euro zum Handyertrag? Der Haken hier ist, dass es bei solchen Verträgen eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren gibt. Der Kunde finanziert das vermeintlich billige Smartphone am Ende über eine deutlich höhere Grundgebühr. Es ist daher oft besser, das persönliche Wunschgerät ohne Vertrag zu kaufen. Vergleichsportale helfen dabei - und beim Aussuchen des passenden Tarifs.

          Quelle: FAZ.NET

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