http://www.faz.net/-hbv-74nj2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 28.11.2012, 12:58 Uhr

Klug einkaufen So finden Sie die besten Rabatte

Nie war der Preisvergleich so einfach wie heute. Und trotzdem bleibt oft das Gefühl, woanders wäre es noch ein bisschen günstiger gewesen. Wer nicht ständig die Preisvergleiche und Rabattportale im Internet bemühen oder Prospekte wälzen will, kann mit ein paar einfachen Regeln trotzdem ordentlich sparen.

von Natascha Lenz
© dpa Wer beim Einkaufen sparen möchte, hat viele Möglichkeiten

Wer sich schon vor Weihnachten für das Reiseziel und den genauen Termin seines nächsten Sommerurlaubs entscheiden kann, kann die Frühbucherrabatte der Reiseanbieter nutzen. Bei einem zweiwöchigen Aufenthalt kann dies pro Person schon mal 150 Euro ausmachen. Im Gegensatz zum Last-Minute-Bucher hat man noch reichlich Gelegenheit, sich auf den Urlaub zu  freuen, und ist sicher, zur richtigen Zeit am Wunschziel ein freies Bett zu finden.

Werksverkauf am Unternehmensstandort

Auch wer sich bei Anschaffungen auf eine bestimmte Marke kapriziert und bereit ist, dafür einen längeren Weg zurückzulegen, kann eventuell sparen. Hersteller bieten Auslaufmodelle ihrer Marken häufig im Werksverkauf am Unternehmensstandort deutlich günstiger an als im Fachhandel. Ein Schnäppchen sind auch Händlerretouren oder Musterverkäufe. Einen Überblick können sich Schnäppchenjäger im Internet auf Seiten wie www.outlet-info.com oder www.wer-zu-wem.de verschaffen.

Das Outlet-Center auf dem Land

Wem ein einzelner Laden mit Vergünstigungen nicht reicht und wer genug Kondition für einen langen Einkaufstag hat, kann gleich ein ganzes Shopping-Dorf ansteuern. In sogenannten Outlet-Centern wie „Wertheim Village“, „The Style Outlets“ Zweibrücken oder im erst neu eröffneten Designer-Outlet Neumünster reiht sich ein Laden von Markenherstellern an den anderen. Acht solcher Factory-Outlets im engeren Sinne gibt es momentan in Deutschland. Die Ansammlungen rund um größere Fabrikverkäufe dazugenommen wie beim Modekonzern Hugo Boss auf der Schwäbischen Alb, sind es noch weit mehr. Andere liegen kurz hinter der deutschen Grenze. Kunden können hauptsächlich bei Kleidung, Haushaltswaren oder Taschen bis zu 70 Prozent sparen, müssen allerdings genau hinschauen: Nicht immer sind alle gängigen Größen im selben Modell parat. Übersichten über Factory-Outlets finden sich im Internet unter www.factory-oulet-center.biz oder www.factory-outlets.org. Häufig bieten die Betreiber der Center Shuttle-Busse von größeren Städten, zum Beispiel von Frankfurt nach Wertheim und Zweibrücken oder von Hamburg nach Neumünster.

Schnäppchenecke im Online-Shop

Wenn die Anfahrtswege zu lang oder mit zu viel Aufwand verbunden sind, lässt sich auch hier aufs Internet ausweichen. Ein Online-Outlet ist vergleichbar mit normalen Online-Shops, bietet aber ähnlich günstige Preise wie ein echtes Outlet an. Manche Händler stellen dazu reduzierte Ware in einen speziellen Shop auf ihrer Internetseite ein. Andere, wie der zur Otto-Gruppe gehörende Internet-Händler Limango, präsentieren täglich neue Verkaufsaktionen mit ausgewählten Marken. Dabei lohnt es sich, schnell zu sein - alle Angebote sind immer nur zwei bis vier Tage geöffnet und in der Menge begrenzt.

Shopping-Clubs

Auf dieser Grundlage funktionieren auch Shopping-Clubs. Über vier Millionen registrierte Nutzer werden bei Brands4friends täglich per Mail über Verkaufsaktionen informiert und können die Damenhandtasche, die Luxus-Uhr oder die Designerjeans für den halben Preis erstehen. Seit rund sechs Jahren ist auch der europäische Marktführer Vente-Privée in Deutschland aktiv und verkauft Waren aus Überproduktion oder aus der Vorsaison an eine Million Nutzer in Deutschland.

Reale und virtuelle Flohmärkte

Wer die Ware nur vorübergehend braucht, kann in die Kleinanzeigen gucken, sei es bei Ebay oder bei regionalen Rubrikenmärkten wie Kalaydo oder Quoka im Internet. Da finden Eltern schon mal den Kindersitz fürs Auto zum halben Preis oder einen günstigen Laufstall. Wer lieber den direkten Kontakt zum Verkäufer sucht und die Ware unmittelbar prüfen will, kann im Frühling und im Herbst die Flohmärkte und Basare von Kitas und Kindergärten in der Umgebung abklappern. 

Das ganze Jahr ist Schlussverkauf

Auch wer ganz einfach nur durch die Fußgängerzone oder das Einkaufszentrum bummelt, kann sich regelmäßig über Preisnachlässe freuen. Die meisten Einzelhändler räumen nach wie vor zu den traditionellen Schlussverkaufszeiten in Januar und im Juli mit Preissenkungen ihr Lager leer. Auf den „Sale“ folgt oft noch der „Final Sale“ und für zwischendurch noch der „Mid-Season Sale“. Bewährt hat sich dabei das antizyklische Shoppen: Die reduzierte Krawatte aus dem Sommerschlussverkauf ist auch im Herbst noch nicht aus der Mode, und die im März gekauften Winterstiefel können nach einer kurzen Sommerpause schon bald wieder ausgemottet werden.

Zur Homepage