Home
http://www.faz.net/-hnk-76fjw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
Zertifikate und ETFs

Handy statt Geldbörse Mobiles Bezahlen setzt sich immer mehr durch

Der Durchbruch für das mobile Bezahlen ist nah, sagen Technikexperten und Marktforscher. Die Geräte dafür sind schon vorhanden. Einfach ist das Ganze trotzdem nicht: Ein einheitlicher Technikstandard hat sich noch nicht herauskristallisiert.

© dapd Vergrößern Es gibt immer mehr Möglichkeiten, mit dem Handy zu bezahlen.

Am Fahrkartenautomaten haben die meisten schon ein mal geflucht. Wer eilig ein Bus- oder U-Bahn-Ticket brauchte, kämpfte mit dem Automaten, der keine großen Scheine nimmt, sondern nur Münzen. Oder der so gehässig ist, dass er zwar 20-Euro-Scheine frisst, die überzähligen 18 Euro dann aber in Ein-Euro-Stücken wieder ausspuckt.

Nadine Oberhuber Folgen:  

In Supermärkten und Bekleidungsläden kann man längst bargeldlos bezahlen. Für die Kleckerbeträge bei Bus, Bahn, Bäcker oder Kiosk wünschen sich das viele Menschen auch: Zwei Drittel von ihnen wollen sich Umfragen zufolge nur zu gern das lästige Kramen nach Kleingeld sparen und ebenso das Herauswurschteln von Bankkarten und Eintippen von Geheimnummern. Das empfinden die meisten als unnütze Arbeit. Stattdessen konnten sich die Befragten vorstellen, für jeden zweiten Einkauf kontaktlose Bezahlmöglichkeiten zu nutzen, bei denen sie nur noch das Mobilfunktelefon oder die Geldbörse hochhalten. Den Rest machen dann die Geräte.

Kunden darf mobiles Bezahlen keinen Cent extra kosten

Tatsächlich arbeitet die Industrie schon seit Mitte der neunziger Jahre an der Technik für solcherlei Fortschritte. Der Durchbruch für das mobile Bezahlen ist nah, sagen Technikexperten und Marktforscher. Denn erstens sind inzwischen massenhaft die Geräte dafür im Umlauf, also Smartphones und Bankkarten mit eingebauten Funkchips. Das schafft die Voraussetzung auf Kundenseite. Und zweitens kooperieren immer mehr Banken, Mobilfunkbetreiber und Handelsketten, weil nur im Zusammenspiel aller die Abwicklung der Bezahlvorgänge klappt.

Einfach ist das Ganze trotzdem nicht. Noch ringen die Beteiligten, wer welche Kosten übernehmen soll. Der Kunde wird nämlich das mobile Bezahlen nur nutzen, wenn es ihn keinen Cent extra kostet, das hat er in Umfragen bereits ebenso deutlich gesagt. Und beim Zahlen mit der EC-Karte geht das ja schließlich auch. Zudem hat sich noch kein einheitlicher Technikstandard herauskristallisiert, so probieren viele mit ganz eigenen Lösungen herum.

Quelle: F.A.S.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Fernbusverkehr Neue Reisefreiheit

Auf deutschen Autobahnen sind so viele Fernbusse unterwegs wie noch nie - und üben damit heftigen Druck auf die Deutsche Bahn aus. Auch auf Kosten der Umwelt. Das zeigt: der Verbraucher tickt eher ökonomisch als ökologisch. Mehr

22.08.2014, 19:01 Uhr | Wirtschaft
Billiger tanken Benzinpreis sinkt zum Ferienende

Zum Ende der Sommerferien überraschen den Verbraucher deutlich sinkende Benzinpreise . Als Grund gibt die Mineralölwirtschaft geringere Einkaufskosten für Benzin und Diesel an. Die Bahn leidet unter den niedrigeren Kosten für das Auto. Mehr

23.08.2014, 20:33 Uhr | Wirtschaft
Rendite mit Solarstrom Die Solaranlage auf dem Hausdach lohnt sich immer noch

Seitt dem 1. August ist das reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft. Die Förderung dadurch sinkt zwar, aber trotzdem lässt sich mit Solarzellen mehr verdienen als mit jedem Tagesgeldkonto. Mehr

01.09.2014, 12:16 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 13.02.2013, 10:13 Uhr