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Zertifikate und ETFs

Handy statt Geldbörse Mobiles Bezahlen setzt sich immer mehr durch

Der Durchbruch für das mobile Bezahlen ist nah, sagen Technikexperten und Marktforscher. Die Geräte dafür sind schon vorhanden. Einfach ist das Ganze trotzdem nicht: Ein einheitlicher Technikstandard hat sich noch nicht herauskristallisiert.

© dapd Vergrößern Es gibt immer mehr Möglichkeiten, mit dem Handy zu bezahlen.

Am Fahrkartenautomaten haben die meisten schon ein mal geflucht. Wer eilig ein Bus- oder U-Bahn-Ticket brauchte, kämpfte mit dem Automaten, der keine großen Scheine nimmt, sondern nur Münzen. Oder der so gehässig ist, dass er zwar 20-Euro-Scheine frisst, die überzähligen 18 Euro dann aber in Ein-Euro-Stücken wieder ausspuckt.

In Supermärkten und Bekleidungsläden kann man längst bargeldlos bezahlen. Für die Kleckerbeträge bei Bus, Bahn, Bäcker oder Kiosk wünschen sich das viele Menschen auch: Zwei Drittel von ihnen wollen sich Umfragen zufolge nur zu gern das lästige Kramen nach Kleingeld sparen und ebenso das Herauswurschteln von Bankkarten und Eintippen von Geheimnummern. Das empfinden die meisten als unnütze Arbeit. Stattdessen konnten sich die Befragten vorstellen, für jeden zweiten Einkauf kontaktlose Bezahlmöglichkeiten zu nutzen, bei denen sie nur noch das Mobilfunktelefon oder die Geldbörse hochhalten. Den Rest machen dann die Geräte.

Kunden darf mobiles Bezahlen keinen Cent extra kosten

Tatsächlich arbeitet die Industrie schon seit Mitte der neunziger Jahre an der Technik für solcherlei Fortschritte. Der Durchbruch für das mobile Bezahlen ist nah, sagen Technikexperten und Marktforscher. Denn erstens sind inzwischen massenhaft die Geräte dafür im Umlauf, also Smartphones und Bankkarten mit eingebauten Funkchips. Das schafft die Voraussetzung auf Kundenseite. Und zweitens kooperieren immer mehr Banken, Mobilfunkbetreiber und Handelsketten, weil nur im Zusammenspiel aller die Abwicklung der Bezahlvorgänge klappt.

Einfach ist das Ganze trotzdem nicht. Noch ringen die Beteiligten, wer welche Kosten übernehmen soll. Der Kunde wird nämlich das mobile Bezahlen nur nutzen, wenn es ihn keinen Cent extra kostet, das hat er in Umfragen bereits ebenso deutlich gesagt. Und beim Zahlen mit der EC-Karte geht das ja schließlich auch. Zudem hat sich noch kein einheitlicher Technikstandard herauskristallisiert, so probieren viele mit ganz eigenen Lösungen herum.

Quelle: F.A.S.

 
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