04.01.2013 · Wer im vergangenen Jahr eine sechsstellige Summe investiert hat, konnte kaum etwas falsch machen. Vor allem Aktien und Staatsanleihen aus einigen finanzschwachen Euroländern warfen Gewinne ab.
Von Stefan RuhkampRichtlinien für Lesermeinungen
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Interessant zu erfahren wäre doch auch,
woher kommen diese 100 T Euro, allein erarbeiten kann man diese wohl kaum ...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 15:43 UhrVon nichts kommt nichts.
Es gibt in Deutschland doch tatsächlich noch andere Menschen als Hartz4-Empfänger.
Der durchschnittliche Lohn je Arbeitnehmer beträgt heute 28.300,--
Euro jährlich.
Wenn einer davon nur 10.000,-- Euro jedes Jahr zu Hause in ein
Kästchen legt, hat
er nach 10 Jahren genau 100.000,-- Euro erarbeitet und gespart (von der Entwertung
durch Inflation hier einmal abgesehen). Die Annahme, dass niemand 100.000,--
Euro allein erarbeiten könne, geht also vollkommen fehl.
Die Mehrzahl der deutschen Sparer und Anleger hat 2012 nur dem Staat Gewinne beschert.
In der großen Mehrheit haben die deutschen Sparer und Anleger auf
Anlagen wir Tagesgeld,
Festgeld, Sparbuch und Bundesanleihen gesetzt. Die dort zugeflossenen
Zinsen lagen im
Durchschnitt noch unter der gleichzeitigen Inflationsrate. Da wurde also
nur ein trügerischer
"nomineller Gewinn" erzielt, in der echten Kaufkraft-Rechnung
aber Wert eingebüßt. Darüber
hinaus haben viele dieser Sparer und Anleger sogar trotz des wahren
Wertverlusts ihres
investierten Kapitals samt Zinsen ungerechterweise auch noch Steuern an
den Staat abliefern müssen. Bei den so schönen Dax-Gewinnen
andererseits bleibt doch zu bedenken, dass
davon überwiegend ausländische Anleger profitiert haben; denn
das Kapital der meisten
Dax-Unternehmen ist größtenteils in ausländischen
Händen und die meisten Deutschen
haben mit Aktien nicht viel im Sinn, da sie von Wirtschaft oft wenig
Ahnung haben und
extrem risikoscheu sind. Tatsächlich gab es in der Vergangenheit ja
auch Jahre, in denen
der Dax stark gesunken ist.
Aktien und Staatsanleihen ... warfen Gewinne ab...
Zitat aus der Einleitung. Nur ein wichtiges Detail wurde vergessen: Das gilt nur, wenn man jetzt verkaufen sollte. Ansonsten bleibt es ein rein hypothetischer Gewinn.
zwei dinge: wo tauben sind, fliegen tauben zu, das kann man 1:1 aufs
geld umlegen...
und wie die vorschreiber schon richtig anmerkten: gewinne auf kosten
maroder staaten und vor allem denjenigen, die zwangsweise zu deren
rettung verdonnert wurden.
aber ist doch schön, dass wir nun wenigstens wissen, wo unser
ganzes schönes geld hingelangt ist. ja echt, das freut mich! :-)
nein, es ist nicht weg, es ist nur in anderen händen.
ganz unspektakulär wird hier auch aufgezeigt, warum in unserem
geldsytem die verteilung nur eine richtung kennt: die von unten nach
oben.
Und die Blase wächst, bis sie platzt.
!00.000 Euro für das Casino. Ja, die hätte ich auch gern. Und woher stammen die investierten 100.000ende? Die Frage halte ich für wesentlich interessanter.
Reicher auf Kosten der Allgemeinheit
Da haben wir es noch einmal schwarz auf weiss, dass skrupellose Reiche
auf Kosten des
deutschen (dummen) Steuerzahlers (der nicht ins Ausland abwandern kann) noch
reicher werden kann.
Bezahlt wurden diese "Gewinne" vom deutschen Bürger.
Es war und ist die "alternativlose" Solidarität mit
unseren südlichen "Freunden".
Die Banken fordern ihr Geld zurück von bankrotten Staaten; da gilt
es, hier selbst die noch nicht geborenen Generationen in Bürg- und
Geiselhaft zu nehmen; schließlich ist es ja für einen guten Zweck.
.... daß es zumindest ein paar Zocker waren, denen die ESB geholfen hat. Das Geld ist nicht weg, es ist nur woanders.