Home
http://www.faz.net/-hbv-75c9p
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
 

Private Krankenversicherungen Beitragsexplosion trifft nur Minderheit der Kunden

 ·  Private Krankenversicherer verteuern ihre Policen zum Teil zwar erheblich. Insgesamt bestätigen die Zahlen aber nicht die These, dass die PKV unter einer Beitragsexplosion leidet.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (9)
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Hans Edelmann

Eine Frage

Wäre es nicht vielleicht sinnvoll, künftig die Krankenversicherung im außereuropäischen Ausland
zu kontrahieren? Nachdem Männer ja nun in Europa über Unisex-Krankenkassentarife ausgebeutet werden, könnten sie doch zumindest einmal über eine Krankenversicherung
außerhalb der betroffenen europäischen Staaten nachdenken. Oder geht so etwas nicht?

Empfehlen
Jörg Feller

Ich kann nur jedem PKV-Kunden Raten, sich mit dem Thema Tarifwechsel nach P. 204 VVG ...

... zu beschäftigen. Mein Beitrag ist per 01.12. d. J. um satte 37 Prozent gesunken. Der meiner Frau, ebenfalls "Kunde" der Gothaer, um 35 Pozent. Bei gleicher Leistung und unter Mitnahme der Altersrückstellungen. Warum ich die Anführungszeichen benutze? Weil wir die Gothaer vor zwei Jahren inständigst gebeten hatten, Möglichkeiten zur Beitragsreduzierung vorzuschlagen. Außer einer Abschiebung in den Basistarif und einem Nullsummenspiel mit höherer Selbstbeteiligung konnte man leider, leider nichts anbieten. Heute weiß ich warum: Wir zählen jetzt 700 EUR weniger im MONAT! Bewerkstelligt hat es ein Honorarberater, der sich die Ersparnis von neun Monaten aufschreibt für seine Dienstleistung, und zwar nur dann, wenn die Umstellung erfolgreich ist. Wenn es die Forenregeln zulassen: es war die Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten GmbH in Hamburg, allen Interessierten stehe ich gerne als Referenzkunde z. Verfügung. Man glaubt ja immer, man sei der Einzige, der so viel zählt - falsch, e

Empfehlen
Michael Arndt

Mir kommen echt die Tränen...

Als freiwillig gesetzlich Versicherter zahle ich ca. 600,00 Euro p.m. so gut wie ohne Gegenleistung.
Inzwischen gibt es keinen Arzt mehr, der z. B. bei Vorsorgeuntersuchungen extra kassiert. Zuzahlungen bei Sehhilfen oder Teilkronen überschreiten i. d. R. die 500-Euro-Marke. Da darf ich ich echt privat zahlent, nur leider ohne Versicherung...
Als Renter werde ich auf Zins- Mieteinnahmen den vollen Satz von über 14 % zahlen.
Mein Mitleid hält sich wirklich in Grenzen.

Empfehlen
Nina Wunderlich

Ach Frau Weiss.

Wenn ich Matratzen kaufe, dann zahle ich i.d.R. den selben Preis für eine kurze wie eine lange, genau so wie ich den selben Preis für ein XS wie ein XL-T-Shirt bezahle. Insbesondere verstehe ich nicht bei Kranken- (Lebens-, BU-) versicherungen nicht, warum nicht für jeden Versicherten die selben Beitragssätze gelten sollen. In meinen Augen ist eine Versicherung nun mal zuvorderst eine Solidargemeinschaft, die für versicherte Risiken einspringt. Dieses ständige Streben nach Beitragsoptimierung für Leute, die sowieso das geringste Risiko haben, läuft diesem Grundgedanken leider prinzipiell entgegen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 22:05 Uhr
Nina Wunderlich

Eigenverantwortung?

Schön, wenn jemand eigenverantwortlich handelt, wird er ja dadurch belohnt, dass sich das Risiko minimiert, überhaupt eine Versicherung in Anspruch nehmen zu müssen. Das hat mit dem Versicherungsprinzip selbst ja nun wenig zu tun.
Übrigens hat man mir nicht eine BU-Versicherung verweigert weil ich übergewichtig bin oder Extremsport treibe sondern einen angeborenen Hörfehler habe. Genau so wenig kann eine Frau etwas für ihr Geschlecht.
Im Übrigen: Ein T-Shirt ist ein T-Shirt ist ein T-Shirt und wird für gewöhnlich von beiden Geschlechtern getragen ;-)

Empfehlen
Sofie Weiss

Blödsinnige Verfassungsauslegung

Der Zwang zu den Unisex-Tarifen beruht auf der blödsinnigen Verfassungsauslegung, dass die Berechnung von Versicherungstarifen nach geschlechtsabhängigen Risiken eine Diskriminierung sei. Nochmal: Blödsinn! Denn dass statistische Risikofaktoren einberechnet werden, ist nicht diskrimierend, sondern vernünftig. Mit demselben Schlagwort "Diskriminierung" könnte ein großer Mensch dagegen klagen, dass längere Matratzen teurer sind als kurze - und Uni-Preise verlangen.

Empfehlen
Johannes Meister
Johannes Meister (john23) - 27.12.2012 12:18 Uhr

Keine vollständigen Daten!

"Insgesamt bestätigen die Zahlen aber nicht die These, dass die PKV unter einer Beitragsexplosion leidet.", heißt es in dem Artikel. Wenn jedoch die "geschlossenen" Tarife in dieser Vergleichsrechnung nicht enthalten sind, auch deren Umfang am Gesamtvolumen nicht bekannt ist, kann eine derartige Ausssage nicht getroffen werden! Offenkundig ist die Untersuchung nicht repräsentativ. Nein, die Krankenversicherungsbranche lässt sich nicht in die Karten gucken. Es geht nicht um Transparenz, sondern ums Geldverdienen. Und diese Branche hat und hatte immer Unterstützer in Regierung, Ministerien und Parlament!

Empfehlen
fridolin hinterhuber

Nein,nein.

Nein,nein - man muss gar kein Sozialist sein,um zu sehen,dass diese Art von Zweiklassenmedizin an die Grenzen stößt.Ich bin mir sicher:Wenn,nach etlichen weiteren Beitragserhöhungsrunden,selbst Bessergestellte die Privattarife nicht mehr stemmen können,wird sich selbst die versicherungsaffine FDP damit abfinden,dass das so nicht mehr weitergeht.Das wird allerdings noch ein paar Jahre dauern.Solange kann man ja - via Gesetze - noch schützend die Hand über die Versicherungswirtschaft halten.

Empfehlen
Thomas Ludolph

Rechnungszinsanpassung für Bestandstarife erst nach Bundestagswahl

Bei den Unisextarifen haben die PKV Versicherer bereits mit dem niedrigeren Rechnungszins von 2,75 % kalkuliert. Da für die meisten PKV Bestandstarife eine Beitragsgarantie zum 31.12.2013 ausgesprochen wurde, ist mit einer entsprechenden Anpassung des Rechnungszins auf 2,75 % zum 1.1.2014 zu rechnen. Diese Absenkung des Rechnungszinsses in den Bestandstarifen der privaten Krankenversicherer wird zwangsläufig zu erheblichen Beitragserhöhungen führen. Das die nächste Bundestagswahl vor diesem oben genannten Termin liegt, kann den PKV Versicherern nur Recht sein. Die Einführung einer Bürgerversicherung wird wohl eines der zentralen Wahlkampfthemen zur Bundestagswahl 2013 werden.

Letztendlich muss die PKV vom Gesetzgeber dahingehend reguliert werden, dass zukünftig keine weiteren Tariflinien seitens der Versicherer mehr eingeführt werden dürfen. Wie in Ihrem Artikel richtig dargestellt, gibt es Unmengen von kleineren anfälligen Versichertenkollektiven bei den meisten PKV Versicherern.

Empfehlen

27.12.2012, 06:00 Uhr

Weitersagen
 
Geld & Leben

"Meine Finanzen" hat die richtigen Tipps für jede Lebenslage. Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Teurer Parkplatz Sparbuch

Von Kerstin Papon

Beim Einkaufen jagen die Deutschen nach jedem Cent Rabatt. Beim Geldanlegen aber zahlen sie aus Bequemlichkeit drauf. Mehr 7 12

Zinsen
Wertpapiersuche