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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Private Krankenversicherungen Beitragsexplosion trifft nur Minderheit der Kunden

 ·  Private Krankenversicherer verteuern ihre Policen zum Teil zwar erheblich. Insgesamt bestätigen die Zahlen aber nicht die These, dass die PKV unter einer Beitragsexplosion leidet.

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Hans Edelmann

Eine Frage

Wäre es nicht vielleicht sinnvoll, künftig die Krankenversicherung im außereuropäischen Ausland
zu kontrahieren? Nachdem Männer ja nun in Europa über Unisex-Krankenkassentarife ausgebeutet werden, könnten sie doch zumindest einmal über eine Krankenversicherung
außerhalb der betroffenen europäischen Staaten nachdenken. Oder geht so etwas nicht?

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Jörg Feller

Ich kann nur jedem PKV-Kunden Raten, sich mit dem Thema Tarifwechsel nach P. 204 VVG ...

... zu beschäftigen. Mein Beitrag ist per 01.12. d. J. um satte 37 Prozent gesunken. Der meiner Frau, ebenfalls "Kunde" der Gothaer, um 35 Pozent. Bei gleicher Leistung und unter Mitnahme der Altersrückstellungen. Warum ich die Anführungszeichen benutze? Weil wir die Gothaer vor zwei Jahren inständigst gebeten hatten, Möglichkeiten zur Beitragsreduzierung vorzuschlagen. Außer einer Abschiebung in den Basistarif und einem Nullsummenspiel mit höherer Selbstbeteiligung konnte man leider, leider nichts anbieten. Heute weiß ich warum: Wir zählen jetzt 700 EUR weniger im MONAT! Bewerkstelligt hat es ein Honorarberater, der sich die Ersparnis von neun Monaten aufschreibt für seine Dienstleistung, und zwar nur dann, wenn die Umstellung erfolgreich ist. Wenn es die Forenregeln zulassen: es war die Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten GmbH in Hamburg, allen Interessierten stehe ich gerne als Referenzkunde z. Verfügung. Man glaubt ja immer, man sei der Einzige, der so viel zählt - falsch, e

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Michael Arndt

Mir kommen echt die Tränen...

Als freiwillig gesetzlich Versicherter zahle ich ca. 600,00 Euro p.m. so gut wie ohne Gegenleistung.
Inzwischen gibt es keinen Arzt mehr, der z. B. bei Vorsorgeuntersuchungen extra kassiert. Zuzahlungen bei Sehhilfen oder Teilkronen überschreiten i. d. R. die 500-Euro-Marke. Da darf ich ich echt privat zahlent, nur leider ohne Versicherung...
Als Renter werde ich auf Zins- Mieteinnahmen den vollen Satz von über 14 % zahlen.
Mein Mitleid hält sich wirklich in Grenzen.

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Nina Wunderlich

Ach Frau Weiss.

Wenn ich Matratzen kaufe, dann zahle ich i.d.R. den selben Preis für eine kurze wie eine lange, genau so wie ich den selben Preis für ein XS wie ein XL-T-Shirt bezahle. Insbesondere verstehe ich nicht bei Kranken- (Lebens-, BU-) versicherungen nicht, warum nicht für jeden Versicherten die selben Beitragssätze gelten sollen. In meinen Augen ist eine Versicherung nun mal zuvorderst eine Solidargemeinschaft, die für versicherte Risiken einspringt. Dieses ständige Streben nach Beitragsoptimierung für Leute, die sowieso das geringste Risiko haben, läuft diesem Grundgedanken leider prinzipiell entgegen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 22:05 Uhr
Nina Wunderlich

Eigenverantwortung?

Schön, wenn jemand eigenverantwortlich handelt, wird er ja dadurch belohnt, dass sich das Risiko minimiert, überhaupt eine Versicherung in Anspruch nehmen zu müssen. Das hat mit dem Versicherungsprinzip selbst ja nun wenig zu tun.
Übrigens hat man mir nicht eine BU-Versicherung verweigert weil ich übergewichtig bin oder Extremsport treibe sondern einen angeborenen Hörfehler habe. Genau so wenig kann eine Frau etwas für ihr Geschlecht.
Im Übrigen: Ein T-Shirt ist ein T-Shirt ist ein T-Shirt und wird für gewöhnlich von beiden Geschlechtern getragen ;-)

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Kai Bourdaillier
Kai Bourdaillier (Kaibou) - 27.12.2012 14:50 Uhr

Eine Solidargemeinschaft...

...bedarf mehr, als nur auf die Einnahmeseite zu schielen. Wo bitte werden Eigenverantwortung (Lebenswandel), Häufigkeit der "unnötigen" Arztbesuche und Vorsorge entsprechend berücksichtigt - nirgends. Beitragsoptimierung ist eben nicht nur eine Frage des Zufalls, sondern eine entsprechende Belohnung für Risikoscheue.

PS: Ihr Beispiel mit dem T-Shirt passt nicht, oder haben Sie schon einmal für ein Frauen T-Shirt den gleichen Preis gesehen, der für Männer erhältlich ist ?

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Sofie Weiss

Blödsinnige Verfassungsauslegung

Der Zwang zu den Unisex-Tarifen beruht auf der blödsinnigen Verfassungsauslegung, dass die Berechnung von Versicherungstarifen nach geschlechtsabhängigen Risiken eine Diskriminierung sei. Nochmal: Blödsinn! Denn dass statistische Risikofaktoren einberechnet werden, ist nicht diskrimierend, sondern vernünftig. Mit demselben Schlagwort "Diskriminierung" könnte ein großer Mensch dagegen klagen, dass längere Matratzen teurer sind als kurze - und Uni-Preise verlangen.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 27.12.2012 12:25 Uhr

Versicherungspflicht: Das Einzige, was die PKV seither noch zähmt, ist die Drohung ihrer Abschaffung

April 2010 kam es bei der GENERALI-Tochter CENTRAL zum Vorstandswechsel. J.Rieth wurde abgelöst von H.Teuscher. In der Folge änderten sich Vertriebsstruktur+Ausrichtung:
Wurden unter Rieth optimistisch kalkulierte Niedrigbeiträge ausgewiesen, um Neukunden zu locken, rechnet der "unabhängige" Treuhänder seither die Tarife der Geköderen massiv herauf. Kalkulationen werden nicht offengelegt : "Betriebsgeheimnis".
Gestaltungsmissbrauch ist Tür+Tor geöffnet, da Treuhänder (+evtl.Gerichtsgutachter) in der Regel branchennah sind. Zudem nutzt die PKV einen Webfehler der Gesundheitsreform:
Zuvor konnten sich PKV-Kunden durch Nichtversicherung einem evtl. Preiswucher entziehen. Seit 2009 aber besteht Versicherungspflicht. Das Kontrollinstrument "Wettbewerb" versagt, da dieser faktisch nur beim Einstieg herrscht. Ein Anbieterwechsel danach ist hürdenreich+teuer, da zwar Versicherungspflicht für den Kunden besteht, aber kein allg. Aufnahmerecht in PKV-Tarife ( außer dem Scherzgebilde "Basistarif")

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Johannes Meister
Johannes Meister (john23) - 27.12.2012 12:18 Uhr

Keine vollständigen Daten!

"Insgesamt bestätigen die Zahlen aber nicht die These, dass die PKV unter einer Beitragsexplosion leidet.", heißt es in dem Artikel. Wenn jedoch die "geschlossenen" Tarife in dieser Vergleichsrechnung nicht enthalten sind, auch deren Umfang am Gesamtvolumen nicht bekannt ist, kann eine derartige Ausssage nicht getroffen werden! Offenkundig ist die Untersuchung nicht repräsentativ. Nein, die Krankenversicherungsbranche lässt sich nicht in die Karten gucken. Es geht nicht um Transparenz, sondern ums Geldverdienen. Und diese Branche hat und hatte immer Unterstützer in Regierung, Ministerien und Parlament!

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fridolin hinterhuber

Nein,nein.

Nein,nein - man muss gar kein Sozialist sein,um zu sehen,dass diese Art von Zweiklassenmedizin an die Grenzen stößt.Ich bin mir sicher:Wenn,nach etlichen weiteren Beitragserhöhungsrunden,selbst Bessergestellte die Privattarife nicht mehr stemmen können,wird sich selbst die versicherungsaffine FDP damit abfinden,dass das so nicht mehr weitergeht.Das wird allerdings noch ein paar Jahre dauern.Solange kann man ja - via Gesetze - noch schützend die Hand über die Versicherungswirtschaft halten.

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Thomas Ludolph

Rechnungszinsanpassung für Bestandstarife erst nach Bundestagswahl

Bei den Unisextarifen haben die PKV Versicherer bereits mit dem niedrigeren Rechnungszins von 2,75 % kalkuliert. Da für die meisten PKV Bestandstarife eine Beitragsgarantie zum 31.12.2013 ausgesprochen wurde, ist mit einer entsprechenden Anpassung des Rechnungszins auf 2,75 % zum 1.1.2014 zu rechnen. Diese Absenkung des Rechnungszinsses in den Bestandstarifen der privaten Krankenversicherer wird zwangsläufig zu erheblichen Beitragserhöhungen führen. Das die nächste Bundestagswahl vor diesem oben genannten Termin liegt, kann den PKV Versicherern nur Recht sein. Die Einführung einer Bürgerversicherung wird wohl eines der zentralen Wahlkampfthemen zur Bundestagswahl 2013 werden.

Letztendlich muss die PKV vom Gesetzgeber dahingehend reguliert werden, dass zukünftig keine weiteren Tariflinien seitens der Versicherer mehr eingeführt werden dürfen. Wie in Ihrem Artikel richtig dargestellt, gibt es Unmengen von kleineren anfälligen Versichertenkollektiven bei den meisten PKV Versicherern.

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Jahrgang 1977, Redakteur in der Wirtschaft.

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