Home
http://www.faz.net/-hbv-76ebf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
 

Private Finanzen Fast jeder Zehnte hat zu viele Schulden

 ·  Schicksalsschläge, Billiglohn oder einfach zu großzügiger Umgang mit Geld - viele Wege können in die Überschuldung führen. Trotz der halbwegs stabilen Wirtschaftsentwicklung ist das Problem wieder größer geworden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Mark Artus
Mark Artus (Artus65) - 09.02.2013 18:00 Uhr

Der Staat lebt es vor!

Der Staat lebt es der Jugen ja auch vor, Schulden machen über die lebeszeit retten und nach mir die Sintflut, und trotz allem noch auftreten als wenn man alles Richtig mache würde , typisches Politikerhandeln ! Generationenvertrag was ist das den?!?!? Für alles und jeden Geld ausgeben aber nicht für das wohl der Jugend und der ältern sorgen wollen , da bleibt ja nur noch das eigene verschulden um wenigsten etwas zu leben.
Seit der Euro-Einführung ist der Lebensstandart in Deutschland imens gesunken ,und Mann und Frau konnte davor noch Geld auf die hohe kannte legen, heute reicht es gerade um ein bischen zu leben, Preise sind um bis zu 100% gestigen Lohn aber nur ca. 30%, was bleibt da noch übrig, als sich zu verschulden!

Empfehlen
Simon Buck
Simon Buck (acdcking) - 09.02.2013 11:44 Uhr

Das Bewusstsein fehlt

für den richtigen Umgang mit Geld. Man könnte auch die Theorie aufstellen, dass den jungen Menschen (ich gehöre auch dazu) in der Schule nicht der Umgang mit Geld gelehrt wird. In welchem Unterrichtsfach wird den noch der Umgang mit Geld gelehrt? Damit meine ich nicht nur die Weisheit, dass die Ausgaben kleiner als die Einnahmen sein sollten, sondern auch das Wissen über grundlegende Finanzthemen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 15:01 Uhr
Martin Schmidt
Martin Schmidt (amsbisc) - 09.02.2013 15:01 Uhr

"Das Bewusstsein fehlt"

da gebe ich Ihnen Recht. Aber die Schuld für dieses Nichtwissen der Schule zuzuschieben ist billiger Mainstream. Es ist halt so schön einfach und befriedigend, Fremden die Schuld zu geben. Und man braucht auch keine Gewissensbisse zu haben. Der Satz: "meine Eltern haben es mir nicht beigebracht" wäre da schon viel persönlicher. Noch schlimmer wird es mit: "das Nichtwissen hab ich selbst zu verantworten." Aber die Schule kann man ja so schön unpersönlich für alles verantwortlich machen.

Empfehlen
Lieschen Müller

Eine Teilschuld tragen für mich die Banken

Die Einstellung spielt auch eine Rolle. Viele meinen jeden Trend mitmachen zu müssen und sich alles leisten zu müssen was es auf dem Markt gibt. Das ist so ein Herden-Verhalten. Man könnte sich ja auch von der Masse abheben, indem man eine eigene Meinung bildet, sich nicht so leicht verleiten lässt, sich nach seiner Decke streckt, auf etwas hinspart, d.h. nicht gleich alles mitmacht, auf jeden Wagen drauf hüpft, der vorbeifährt. Aber die meisten sind offensichtlich zu schwach und können Versuchungen nicht widerstehen. Vorfreude kennen sie gar nicht mehr, bedauerlich. Pflegt man seine Sachen, schätzt sie, gesteht ihnen sentimentalen Wert zu, verbindet eine Geschichte damit, repariert man auch mal wieder. Nicht alles was neu ist, ist auch besser. Und in Bezug auf Wohnfläche ist manchmal klein aber fein besser als groß und nichtssagend. Muss ja alles in Stand gehalten werden, was Kosten nach sich zieht und es kommt im Leben eben oft anders als man denkt.

Empfehlen
Alexander Rauch

Es ist halt sehr leicht Schulden zu machen

Die Deutsche Bank macht ja mittlerweile Werbung für Kleinkredite, die ich bisher nur von Mediamarkt kannte.

"Schatz, ich will ein Motorrad"
"Haben wir denn Geld dafür?"
"Aber klar! Mit dem Supertollenmegaklasse Kredit der Deutschen Bank geht das"

Aber anscheinend ist es ja mittlerweile guter Brauch genau nach dem Motto zu leben:
"Was ich mir nicht leisten kann, kauf ich halt auf Pump"

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 14:35 Uhr
joachim tarasenko

Noch einer

Was vergessen, "Wir machen den Weg frei". Die Volksbanken

Empfehlen
Eric Woolf
Eric Woolf (EWoolf) - 08.02.2013 17:01 Uhr

"Männer neigen stärker zum Schuldenmachen als Frauen"

Was so eine Statistik so alles weiß.

Das Stichwort "Scheidung" ist genannt im Artikel. Wer wird dabei wohl in fast allen Fällen zum Geldtransfer an die Ex verdonnert bis zur Grenze der eigenen Armut? Richtig, und was hat das mit "neigen" zu tun?

Von welchem Geschlecht erwartet man, eine Frau und die Kinder der Frau zu versorgen? Welch ein Zufall, daß diese Gruppe häufiger mit Schulden endet.

Viele Fälle dürften aber wirklich ein Fall von nicht mit Geld umgehen sein, wie im Artikel zu lesen.

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 17:48 Uhr
Mark Artus
Mark Artus (Artus65) - 09.02.2013 17:48 Uhr

da kann ich nur zustimmen!

Da kann ich nur beistimmen!

Da manch Damen der Schöpfung ers alles haben möchte , Kinder Haus /Wohnung großes Auto 2x im Jahr in Urlaub , haben die selben bei einer Scheidung aber jede gleichberechtigungsdikusion wieder vergessen, und möchten für das "Leid" was man ihne "angetan" hat, wie Wohnung Kinder großes Auto, auch gut entschädigt werden , von daher kann man dies wohl eher nich als ein Veranlagung des Mannes Werten!

Empfehlen
joachim tarasenko

Für alles gibts eine Lösung

Haben Sie schon mal ans Auswandern gedacht? Da würde diese "Powerfrau" ganz schön auf Trab kommen glaube ich.

Empfehlen
Eric Woolf
Eric Woolf (EWoolf) - 08.02.2013 19:14 Uhr

@ H. Erdelmeier

Ich bin ebenfalls verheiratet, mit Kindern.

In einem muß ich Sie aber enttäuschen: Im Fall einer Scheidung würde Frau Familienrichter entscheiden über Unterhalt und so weiter. Das geht ganz einfach: Ihre Frau bekommt die Kinder und kann daher nicht mehr arbeiten. Sie dürfen zahlen. Die Gleichstellung von der Sie träumen, ist urplötzlich zuende. Emanzipierte Powerfrauen entdecken unverhofft das häusliche Glück. Das können Sie in zahllosen Fällen beobachten.

Das erklärt auch, warum ich "die Kinder dieser Frau" geschrieben habe. Faktisch können Sie froh sein, wenn die Ex Ihnen als Vater das Umgangsrecht nicht boykottiert oder Ihnen Kindsmißbrauch anhängt (dieser Vorwurf gegen den Vater kommt in nicht weniger als 38 Prozent der Sorgerechtsverfahren, wie ein Richter gezählt hat).

Empfehlen
Martin Erdelmeier

"die Kinder der Frau"

Ich stimme Ihnen zu, dass eine Scheidung hohe Kosten nach sich zieht. Dass allerdings dabei die Männer meist Zahler sind, hängt wohl auch daran, dass in unserer Gesellschaft mangels umfassender Kinderbetreuung die meisten Frauen eher nur Teilzeit arbeiten können und zusätzlich oft auch geringere Vergütungen erhalten. Das haben sich die Frauen nicht immer so rausgesucht, sondern oft beschließen Mann und Frau gemeinsam, dass das das gemeinsame Familienmodell ist.
Mich stört aber Ihre Aussage "die Kinder der Frau zu versorgen". Das hört sich so an, als hätte die Frau die Kinder alleine in die Welt gesetzt.
Apropos, ich bin verheiratet, habe 3 Kinder, teile mir mit meiner Frau Arbeit und Kinderbetreuung (dh. beide Teilzeit). Im Falle einer Scheidung wären wir absolut gleichgestellt und sie würde mir genauso viel Unterhalt zahlen wie ich ihr. Vielleicht wäre das ja mal ein Modell für andere Männer?;-)

Empfehlen
Stefan Derrick

Definition Überschuldung?

Das Ausmaß und die Bedeutung von "Überschuldung" lässt sich ohne eine klare Definition nicht einschätzen. Die hier angeführte Interpretation des Begriffs finde ich nicht ausreichend, da nur von Einnahmen die Rede ist, aber nicht von eventuell vorhandenem Vermögen. Und Lebenshaltungskosten können ja auch möglicherweise noch gesenkt werden.

Der Wikipedia-Artikel zu "Überschuldung" zitiert das Bundesfamilienministerium und berücksichtigt auch Senkung des Lebensstandards und den Einsatz von Vermögen:

'In Deutschland spricht das Bundesfamilienministerium von Überschuldung bei Privathaushalten, wenn deren „Einkommen über einen längeren Zeitraum nach Abzug der Lebenshaltungskosten trotz Reduzierung des Lebensstandards nicht zur fristgerechten Schuldentilgung ausreicht.“ [...]'

Unklar ist leider immer noch die Formulierung "über einen längeren Zeitraum".

Wie kann man bei so unklaren Kriterien überhaupt zu Zahlenangaben kommen?

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 19:55 Uhr
Markus Geiser
Markus Geiser (geiser1) - 08.02.2013 19:55 Uhr

Überschuldung?

Der Begriff wird gern verwendet, macht aber in diesem Zusammenhang keinen Sinn. Es geht vielmehr um die Zahlungsunfähig. Woran will man eine Überschuldung bei natürlichen Personen messen? Es geht doch um die Frage, ob die fälligen Verbindlichkeiten bedient werden können.

Empfehlen
Sebastian Ehmann
Sebastian Ehmann (SebEhm) - 08.02.2013 16:58 Uhr

Orginalquelle lesen

Wenn Sie die Orginalmitteilung von Bürgel lesen, bekommen Sie einen etwas besseren Überblick über die Definition von Überschuldung die diesem Bericht zugrunde liegt:
"Die drei wichtigsten Negativmerkmale von Überschuldung sind bei Privatpersonen erstens die Haftanordnung zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung, zweitens die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung selbst und drittens die Verbraucherinsolvenz. [...] Weitere Negativmerkmale, die in die Überschuldungsanalyse von Privatpersonen einfließen, sind Inkassoverfahren und Inkassoüberwachungsverfahren." (Quelle: Bürgel-Website)

Empfehlen

08.02.2013, 14:15 Uhr

Weitersagen
 
Geld & Leben

"Meine Finanzen" hat die richtigen Tipps für jede Lebenslage. Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Zinsen
Wertpapiersuche