12.01.2013 · Viele Menschen haben Angst vor steigenden Preisen. Doch nicht jeder leidet gleichermaßen. Drei Beispielfälle.
Von Dennis KremerRichtlinien für Lesermeinungen
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.. ist der einzige Parameter, der die Inflationsrate bestimmt. Dieser
Warenkorb betrifft bei Weitem nicht alle Menschen gleichermassen.
Somit ist eine weitere Möglichkeit der Inflation zu entgehen, sich
vom Warenkorb so weit wie möglich, natürlich in der richtigen
Richtung, zu entfernen.
Der Entwertung des bestehenden Vermögen entkommt man eigentlich nur
durch rechtzeitiges Ausgeben des Geldes.
Das gilt vor allem für die Sparbücher, Termingelder und Bundesschatzbriefe der Untertanen. Über die Niedrigstzinsen können sich Banken und der Fiskus sanieren.
Das ist alles nett geschrieben, aber leider falsch. Die derzeit auf FAZ gleichzeitig zu diesem Beitrag gezeigte Grafik "Milliarden auf den Firmenkonten" zeigt, dass die nächste Blase in den Unternehmensfinanzen steckt. (Sucht nach: Milliarden auf den Firmenkonten). Viel Spaß beim Aktienkauf!
...noch höhere Mieten, die Leute verdienen nicht viel, vile Kranke, keine Renten, Sozialfälle. Die Läden können alle zu machen, Die Leute werden nur noch Lebesnmittel kaufen. Es wird noch mehr zur Vernichtung von Arbeitsplätzen führen, dass ist das wohin uns die Notenbanken treiben! Skrupellos. Und das Schönste, mit faulen Krediten finazieren wir n och die Privatimmoblien von denen, deren Kinder in Zukunft von Hartz IV leben werden. Aber Papa Staat zahlt. Was für ein braver Daddy! Und die Bühne des Lebens ist die Glotze!
Nun ja, wenn das Einkommen mit der Inflation steigt, kann weiterhin der
Schuldendienst geleistet werden, ohne daß die höheren
Lebenshaltungskosten den verfügbaren Betrag des Gehaltes zum
Schuldendienst auffressen. Wenn das Gehalt die Inflation nicht
nachzeichnet, steht immer weniger für den Schuldendienst zur
Verfügung, denn Essen, Trinken, Heizen etc. verzehren immer mehr.
Und dann wird´s eng.
Hans Werner Sinn (ifo) hat auf die Frage, was er zum Schutz vor der
Inflation tut, geantwortet:
Meine Frau und ich bauen Schulden ab! Aha . . .!
Erfahrungen?
...genügend!
Ob in Deutschland oder, erheblich aktueller, in anderen Staaten:
Verelendung oder Bürgerkrieg...
Das habe ich mich auch gefragt...
..., wer garantiert mir, dass mein Einkommen mit der Inflation steigt?
Gibt es da Erfahrungswerte aus Ländern, wo die Inflation
losgalloppiert ist?
Immobilienkredit und Aktiondepot
Wenn man die eigene Immobilie selbst nutzt und noch einen guten Teil
seines Darlehens abzubezahlen hat, ist man gut beraten, sein Aktiendepot
aufzulösen und das Geld dann in Sondertilgungen zu investieren,
wenn der Vertrag das erlaubt.
Wer auf diese Weise das Abbezahlen seiner Immobilie um x Jahre
verkürzt, kann leicht ausrechnen, wieviel Geld er spart im
Vergleich zur längeren Darlehenslaufzeit. Und das ist Geld, das
wirklich gespart wird, und nicht vielleich (wer weiß, wie die
Aktien sich entwickeln) in ein paar Jahren ein paar Prozent Rendite abwerfen.....
„Die selbstgenutzte Immobilie bietet sehr guten
Inflationsschutz.“
Logisch, es gibt ja auch eine Verbrauchs- und eine Vermögensinflation.
Von letzterer erzählt man uns nichts, weil da die Zahlen nicht ganz
so gut aussehen.
Man hat erst die soziale Absicherung gekürzt, die Steuern und
Abgaben erhöht, das Tafelsilber privatisiert, Billiglöhne
eingeführt und jetzt sind eben die Sparguthaben dran.
Das ist auch eine Form von Gerechtigkeit.
Wir waren ja auch alle gemeinsam dumm genug, um diese Politiker zu wählen.
Was erwarten Sie denn?
Herr vom Berg,
was erwarten Sie denn von unseren Politikern? Sie sind sehr schlecht
bezahlt, so dass in der Branche gute Leute Mangelware sind.
Überlegen Sie mal: Buschido verdient mehr als die Kanzlerin
(250.000€ / p.A.).
Welcher intelligente Mensch will denn da noch hochrangiger Politiker
werden?
EZB-Neubau: Preissteigerung bei Material- und Arbeitskosten +40% ( zuzügl. Planungsfehler)
Unter dem Titel" Richtfest ohne Draghi" berichtete die FAZ am
20.Sept.2012 von einem Festakt, dem Hausherr Draghi
verständlicherweise fernblieb.
Draghi überließ es EZB-Direktor Jörg Asmussen, in einer
"Festrede" ein Paradebeispiel entgleister
Stabilitätspolitik zu präsentieren.
Hintergrund waren die aus dem Ruder gelaufenen Kosten für den EZB-Neubau.
Laut Asmussen schlugen Planungskapriolen mit 100 bis 150 Mio. Euro zu
Buche.So etwas kennt man.
Entlarvend aber waren Asmussen Ausführungen zu den Arbeits- und
Materialkosten:
Der EZB-Neubau sei 2005 zu "konstanten Preisen" kalkuliert
wurden, musste Asmussen einräumen.
Und diese Baukostenpreise ( Material / Arbeit ) seien seitdem von 500
Mio. auf 700 Mio. Euro gestiegen... Ein rein inflatorischer Effekt .
Planwirtschaftler und Subventionist Draghi blieb der Verkündigung
seiner Blamage fern.
Mit Verlaub, aber die offizielle Inflationsrate von 2,1 % ist von der
Qualität wie weiland die Arbeitslosenzahlen von Herrn Stingl! (die
älteren erinnern sich!)
Es gilt: Glaub keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.
10 Jahre nach EURO Einführung kosten die Güter des
täglichen Bedarfes soviel in EURO wie seinerzeit in DM. Das macht
nach Adam Riese eine durchschnittliche Teuerung von 8 % Jahr für
Jahr aus!
Da hilft es niemand wenn man mit Elektronik und Billigimporten die
Statistik schön rechnet.
Butter und Brot brauche ich täglich !
werter Herr Brauer...
zu Ihrem Verständnis:
Zitat
<<< Unverständlich ist mir, wie 474 Leser diesen Kommentar
gut finden können. >>>
ich hab da einen Verdacht: die Feststellung entspricht einfach edr
Lebenswirklichkeit der betreffenden
Gruß
Unverständlich
Die Ermittlung der Inflationsrate bemisst sich nicht nach persönlichen Beobachtungen, Berechnungen und Vorlieben für einzelne Produkte. Bei der Berechnung wird ein Warenkorb zugrunde gelegt, der durchschnittliche Verbräuche und die Preisentwicklung aller Warengruppen (auch unter Berücksichtigung der Häufigkeit ihrer Anschaffung) anteilig berücksichtigt. Es handelt sich mithin um einen Durchschnittspreis. Dabei trifft es zu, dass einzelne Warengruppen stärker teuern als andere. Die Gründe können unterschiedlich sein. Die Inflation ist eben eine Rate, ein Durchschnittswert. Von persönlichen Beobachtungen auf das Ganze zu schließen ist leider völlig falsch. Unverständlich ist mir, wie 474 Leser diesen Kommentar gut finden können.
Herr Frank
Das "wohlschmeckende" Brot vom Discounter ist nicht
annährend vergleichbar mit dem vom Bäckereimeister, die es
damals noch an fast jeder Ecke gab. Für gutes Brot müssen die
meisten Leute heute weit fahren und richtig viel bezahlen - da
dürfte für unter 2,50 Euro für einen halben Laib kaum
etwas zu machen sein. Bei Kuchen ist es noch viel schlimmer, um in
vorraus zu antworten ;)
Butter war teurer
vor 2001 als Heute, also lassen Sie es sich schmecken.
Beim Brot ist das schwieriger zu sagen, da Vergleiche hier oft hinken.
Beim Diskounter gibt es durchaus wohlschmeckendes und günstiges
Brot. Handwerklich hergestellte Brot hat seinen Preis, das stimmt allerdings.
So füllen wir denn weiter die Blasen mit Gold, Immobilien und Aktien. Bei soviel Gewicht heben die Blasen jedenfalls nicht ab.
Dennis Kremer Jahrgang 1979. Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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