http://www.faz.net/-gv6-75vba
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 24.01.2013, 12:18 Uhr

Pflegekosten Wer zahlt für Oma?

Die Pflege im Heim ist teuer. Und die gesetzliche Pflegeversicherung deckt höchstens die Hälfte ab. Reichen Rente und Ersparnisse des Pflegebedürftigen nicht aus, müssen die Kinder ran.

von
© dpa Verwandte ersten Grades sind zum Unterhalt für ihre Eltern verpflichtet.

Wenn die betagte Mutter zum Pflegefall wird, ist das Erstaunen der Angehörigen oft groß: über die hohen Kosten der Pflege, vor allem im Heim. Und über die geringen Erstattungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Sie deckt im besten Fall rund die Hälfte der Kosten ab.

Dyrk Scherff Folgen:

Und der Rest? Hier ist das Erstaunen noch größer. Denn auch die Angehörigen müssen zahlen, wenn das Geld nicht reicht. Zunächst werden eine eventuell vorhandene private Pflegeversicherung, dann die Rente und die Ersparnisse der zu pflegenden Person angezapft. Dann muss der Partner zahlen. Wenn das nicht reicht, springt zunächst das Sozialamt ein. Es versucht dann aber, seine Ausgaben bei den Angehörigen einzutreiben.

Leibliche Kinder müssen für die Pflege ihrer Eltern zahlen

Verwandte ersten Grades sind zum Unterhalt für ihre Eltern verpflichtet, also die leiblichen Kinder. Aber nur mit dem Einkommen, das 1500 Euro netto übersteigt. Dieser Selbstbehalt soll die eigenen Kosten der Angehörigen decken. Diese Schwelle erhöht sich, wenn der Ehepartner über kein Einkommen verfügt und das Paar unterhaltsberechtigte Kinder hat.

Vom die Schwelle übersteigenden Einkommen müssen die Angehörigen die Hälfte für die Eltern abtreten. Kosten für Pflege oder Unterhalt können sie steuerlich absetzen. Alternativ können sie versuchen, die Kosten zu senken. Durch ein anderes Heim oder Pflege zuhause. Oder durch Pflege im Ausland. Wenn das denn die Eltern mitmachen.

Quelle: F.A.S.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Finanzplanung Mitte fünfzig Wie man das Studium der Kinder finanziert

Wer das Studium seines Nachwuchses finanzieren will, sollte früh daran denken. Auch Fazzi Indecks Sohn Max möchte bald studieren - doch wie soll die Familie Indecks das bezahlen? Und wie wirken sich die Kosten für den Filius auf Fazzies Ruhestandsplanung aus? Mehr Von Martin Hock

25.08.2016, 12:55 Uhr | Finanzen
Animation Das Geheimnis des billigen Öls

Noch vor einigen Jahren kostete ein Faß Rohöl 115 Dollar, heute etwa ein Viertel. Was sind die Gründe?  Mehr Von Christian Siedenbiedel und Reinhard Weber

17.08.2016, 20:30 Uhr | Finanzen
Teure Wohnungen Der Wettlauf um Immobilien

Die Zinsen sind niedrig und die Deutschen kaufen Wohnungen, als gebe es kein Morgen mehr. Wer jedoch in die eigenen vier Wände kommen will, muss sich auf dem Immobilienmarkt ganz schön viel gefallen lassen. Droht die nächste große Blase? Mehr Von Nadine Oberhuber

28.08.2016, 15:00 Uhr | Finanzen
Die Vermögensfrage Umrechnen in der Altersvorsorge

Die mickrigen Zinsen ramponieren das Gefüge jeder Altersversorgung. Jung und Alt müssen ihre Pläne überdenken. Denn ruckzuck droht die Altersarmut. Mehr Von Volker Wolff

27.08.2016, 14:23 Uhr | Finanzen
Negativzins Wenn Zinsen zu Gebühren werden

Die Banken geraten wegen des Niedrigzins immer mehr unter Druck und drehen nun an der Gebührenschrauben. Das muss man als Kunde aber nicht mitmachen. Ein Leitfaden verrät, wie man richtig spart. Mehr Von Victor Gojdka

29.08.2016, 12:33 Uhr | Finanzen
Geld & Leben

"Meine Finanzen" hat die richtigen Tipps für jede Lebenslage. Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Zinsen
Name Kurs %
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --
Gold -- --