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Pflegekosten Wer zahlt für Oma?

 ·  Die Pflege im Heim ist teuer. Und die gesetzliche Pflegeversicherung deckt höchstens die Hälfte ab. Reichen Rente und Ersparnisse des Pflegebedürftigen nicht aus, müssen die Kinder ran.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (13)
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Peter Spindler

Solidarität ist hier besser als Gruppen auszuspielen

Es wurde kürzlich von verdi eine Berechnung in Umlauf gebracht,wonach eine geringe Erhöhung-ich glaube, es waren 1,2 % ,es könnenaber auch 1,8 % gwesen sein,ich müsste nachlesen, des Beitrags für die Pflegeversicherung diese zu einer " Vollversicherung" machen würde,d.h. das damit auch die vollen Kosten für eine Heimunterbringung etc. für jeden versichert wäre. Eine Vollversicherung eben.

Kann es eine bessere Lösung geben ?

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Harald Muller
Harald Muller (FAZguy) - 24.01.2013 19:45 Uhr

Warum immer nur die Oma die ganzen Kosten für die Gesellschaft verursacht?

Weil die Frauen ewig leben, und damit unsere Gesellschaft massiv schädigen.
Warum sollen wir demenzkranke Menschen 10 Jahre mit sehr viel Geld das überleben sichern???
Wir sind echt eine perverse Gesellschaft!

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Lena Naujoks
Lena Naujoks (LenaNau) - 24.01.2013 17:00 Uhr

Was ist mit den Kinderlosen?

Was ist mit den Kinderlosen? Da zahlt dann der Staat für unbestimmte Zeit. Vielleicht sollten wir mal über die langfristigen Kosten Kinderloser sprechen. Es kann nicht angehen, dass sie die Kosten der Kinder umgehen und dann auch noch unsere Kinder, deren Ausbildung wir finanzieren, diese finanzieren.

Wer keine Kinder großzieht, sollte sich selbst finanzieren zur Hälfte!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.01.2013 16:41 Uhr
Ronald Schwanczar

Wie Sie wollen

Liebe Frau Naujoks,

das können wir gerne so machen, wenn ich im Gegenzug weder Steuern noch Beiträge zahlen muss für: Kindergärten, Erzieher, Kinderpsychologen, Lehrer, Schulen, Universitäten, Professoren, Kinderspielplätze, Ferienfreizeiten für Kinder, Sozialleistungen für Kinder und deren Mütter, Steuermittel für Kinder für die gesetzliche Krankenversicherung, Steuermittel für Kindererziehungszeiten und Ähnliches in der gesetzlichen Rentenversicherung, Säuglings- und Kinderkrankenhäuser (-stationen), Kindergeld, und und und.

Was machen wir mit den Eltern, deren Eltern bereits verstorben sind und die daher kein Risiko mehr haben für ihre Eltern aufkommen zu müssen? Vielleicht sollten diese einen Solidarbeitrag entrichten an Eltern, die noch eigene Eltern haben?

Was ist mit den Menschen, die sich Kinder sehnlichst gewünscht haben, denen aber die Natur einen Strich durch die Rechnung gemacht hat? Vielleicht nur ein Viertel selbst finanzieren?

Kinderlose zahlen auch für Ihre Kinder!!

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Harald Muller
Harald Muller (FAZguy) - 24.01.2013 19:38 Uhr

Erstmal sollen die Frauen sich selbst finanzieren,

Denn die sind die grössen Kostentreiber in der Pfege. 80 Prozent Demenz betrifft alte Frauen, das muss ich als Mann mitfinanzieren !

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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 24.01.2013 16:36 Uhr

Nur ein erster Eindruck

Für den Fall, dass jemand das Stück aus echtem Interesse liest. Die 1500 Euro sind nur ein grober Hinweis. Bei Zahlungsaufforderungen ist stets ein Anwalt zu konsultieren. Die Ämter gehen immer auf das Maximum - das lässt sich aber leicht reduzieren.

Starke Pflegebedürftigkeit ist in aller Regel absehbar, darauf lässt sich die finanzielle Situation optimieren.

Um eine Grundidee zu geben: Es darf für den Unterhalt nur das zur Verfügung stehende Einkommen berücksichtigt werden. Kein Vermögen. Da kann es clever sein, Verbindlichkeiten einzugehen, die bedient werden müssen und nicht einfach beendet werden können. Ich glaube, selbst Sparverträge zur Alterssicherung funktionieren.

Also mal wieder eine Pflicht, die häufig nur die Ahnunglosen trifft

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Johannes Meister
Johannes Meister (john23) - 24.01.2013 15:33 Uhr

Voll- statt Teilkasko

Wäre es nicht fairer, aber auch einfacher, wenn die Pflegeversicherung auch die Kosten für das Pflegeheim übernähme? Keine Streitereien von Angehörigen, wer welche Kosten übernimmt, kein Gang zum Sozialamt, kein Verkauf des Häuschen! Und jene, die nicht Vorsorgen und sich auf den Sozialstaat verlassen, würden auch zu den Kosten heran gezogen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 16:39 Uhr
Martin Schmidt
Martin Schmidt (amsbisc) - 24.01.2013 16:39 Uhr

Warum...

...soll das Häuschen von Oma für die Erben erhalten bleiben, aber alle Kosten auf "DEN STAAT" abgewälzt werden?
Ich weiß, bei diesem Thema ecke ich regelmäßig an. Aber es ist meine Überzeugung.

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Armin Schulz

Kinder und deren Ehepartner

Sie schreiben: "Verwandte ersten Grades sind zum Unterhalt für ihre Eltern verpflichtet, also die leiblichen Kinder. Aber nur mit dem Einkommen, das 1500 Euro netto übersteigt."

Inwieweit wird das Einkommen des Ehegatten des Kindes ersten Grades herangezogen?

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K. Peter Luecke

Übel und hinterlistig !

Erst mal müssen hierzulande die Eltern für die Kinder aufkommen, 20 Jahre und mehr, vom Zeitaufwand und sonstigen Restriktionen mal ganz abgesehen. Individuelle Unterschiede in der Förderung der Kinder hängen dabei sonderlicherweise auch noch vom Geldbeutel der Eltern ab. Und dann sollten die Kinder - ohne vorher gefragt worden zu sein - auch noch für die Alten aufkommen. ... Der Staat hält sich raus, mal abgesehen von eher lächerlichen Zuschüssen. Ein perverses System, das wohl implizit suggerieren möchte, dass Kinder für die Eltern bloß "Privatvergnügen" seien. Aber genau das sind "Kinder" nicht, das genaue Gegenteil ist richtig! Denn es werden z.B. ausgerechnet diejenigen durch dieses System belastet und deren Kinder schikaniert, die für den Erhalt des Volkes sorgen. Es sind also neue Ideen und Lösungen gefragt, die eigentlich nahe liegen, die aber komischerweise nicht thematisiert werden, wohl weil es dabei "christliche" Scheuklappen gibt. Den Staat jedenfalls freut es.

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Closed via SSO
Zoufal Johann (Johanik) - 24.01.2013 14:12 Uhr

Und wenn...?

Ich verstehe, dass die Kinder für die Pflegekosten einstehen müssen, wenn die Rente und die Ersparnisse nicht reichen. Was ist aber, wenn jemand keine Kinder hat, wenn es sich jemand hat gut gehen lassen, ohne Rücksicht auf die junge Generation? Wenn jemand dreimal im Jahr in Urlaub gefahren ist, wenn jemand alle drei Jahre ein neues Auto gekauft hat? Steht dann der Steuerzahler für ihn ein? Erfindet dann ein Sozialminister eine Lebensstandard erhaltende Regelung für kinderlose pflegebedürftige Rentner? Müssen dann unsere Kinder und Enkel auch für diese Leute einstehen?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 16:36 Uhr
Reinhard Wolf

@ Zoufal Johann. Nun ja ... das sind unendliche leidliche Diskussionen:

Kinderlose finanzieren mit ihren Steuern auch die Förderung der Familien, die Bildungseinrichtungen und die Krankenkassen, die wiederum die mitversicherten Kinder versorgen etc.pp. Wenn jemand alle drei Jahre ein neues Auto kauft, so ist auch hier wieder ein Steueranteil versteckt. Letztendlich bemißt sich der Beitrag, den jemand zahlungstechnisch an die Gesellschaft leistet an seinem Einkommen und der damit verbundenen Steuerzahllast. Wenn er sein Geld spart und nicht ausgibt, dann dürfen Sie dreimal raten wer den Kinderlosen beerbt. Richtig: Der Staat! Wenn er sein Geld verlebt, dann dürfen Sie auch dreimal raten wer daran verdient. Aber unabhängig von Zahlungsströmen: Wie kommen Sie auf die Idee, dass Kinder ein Segen für eine überbevölkerte Gesellschaft sind, die schon morgen massive Energieprobleme hat und deswegen in keinster Weise ihren Lebensstil halten können wird? Sinnvoller wäre eine rückläufige Geburtenrate. Dann könnte die Hebamme auch als Altenpflegerin eingesetzt werden!

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Peter Haeckmann

Gerechtigkeit

Das ist ein ganz schweres Thema: ist Kinderlsoigkeit immer gewollt?

Meiner Meinung nach kann das Thema "Pflegefinanzierung" nur durch ein ausreichend bemessenes Versicherungssystem gerecht gelöst werden. Im Gesundheitswesen funktioniert - mit einigen Schwachstellen - eine durchgehende und gute medizinische Versorgung aller. Dies kann auch für die Pflege erreicht werden, wenn die Beiträge angemessen sind. Für deren Berechnung liegen alle Daten vor: Lebenserwartung, Anteil der zu pflegenden Menschen pro Jahrgang, Entwicklung der Altersstruktur.

Ich habe das Gefühl, dass sich die Politik nicht traut, die realen Kosten für Pflege auf eine gesetzliche Versicherung umzulegen (wie bei der gesetzlichen Krankenkasse). Stattdessen wird geflickschustert.

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24.01.2013, 12:18 Uhr

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