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Peter Maier baut ein Haus (5) Die große Anpassung der Wünsche

Nachdem Peter Maier die Finanzierung für das Haus vorliegen hat, plagen ihn die Zweifel. Kann er sich das Haus leisten? Oder muss alles anders werden?

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Was bisher geschah: Peter Maier hat ein Grundstück in der Nähe von Frankfurt von seiner Oma geerbt. Mit Freundin Eva Engel will er dort ein Haus bauen. Sie haben einen Architekten und einen Energieberater zu Rate gezogen, die den Bau des KfW-Effizienzhauses planen und Finanzierungsangebote eingeholt.

Seit Peter Maier sich entschlossen hat zu bauen, träumt er oft davon. Immer ist er mit Eva und den Kindern in dem schönen Haus in Hornau. Doch in jüngster Zeit ist der Traum nicht mehr so angenehm. Mal sind Steinläuse im Gemäuer, mal klafft plötzlich ein Loch in der energetisch versiegelten Wand oder sickert Wasser unter der Tür durch. Und tagsüber beschäftigen ihn vor allem die Zahlen. Seit seine Freunde und Kollegen wissen, dass sie bauen wollen, hört er täglich neue Schreckensgeschichten von Berufsunfähigkeit, Beziehungen, die am Geld zerbrechen, Zwangsversteigerungen und Privatinsolvenzen.

Sein Kollege Horst Klar, dessen Frau sich mit Baufinanzierungen auskennt und dem er in der Kaffeeküche die Finanzierungsalternativen erklärte, findet Maiers Vorhaben „mutig“. Kurz und gut, Peter Maier ist verunsichert. Das Schlimmste ist, dass er sich nicht traut, mit Eva zu reden. Jedes Mal, wenn er das Thema Haus anschneidet, sprudelt sie los und schwärmt von der dreiteiligen Ledergarnitur im Wohnzimmer, der Teak-Dekorküche von Poggenpohl und dem Kinderbett von Sauthon.

Das erträumte Haus kommt zu teuer

Im Büro hat er dann einmal seine Pause genutzt und seine Daten in den Eigenheimrechner auf der von ihm genutzten Internetseite eingegeben. Das Ergebnis verstärkte seine Zweifel. Soll das Haus in 30 Jahren mit monatlich 1000 Euro abbezahlt sein und bliebe der Zins die ganze Zeit über bei 3,33 Prozent, darf das Haus alles in allem nur noch rund 295.000 Euro kosten. Selbst wenn sie es zu 2,65 Prozent schafften, wären nur 313.000 Euro statt wie geplant 350.000 Euro drin.

Dabei hat Peter Maier schon vorsorglich 10.000 Euro für die neue Einrichtung eingeplant, denn mit dem Mobiliar aus der Zweizimmerwohnung im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim ist das Haus nicht zu bewohnen. Dabei kostet schon Evas Traumküche mindestens doppelt so viel.

Eva muss ran

Als Eva und er eines Abends wieder einmal vor dem Fernseher sitzen und seine Freundin ihm vorschwärmt, wie die Kinder auf der Kettler-Gartenschaukel zwischen den Eichbäumen im Garten herumtollen, weiß Maier, dass er jetzt bremsen muss. „Eva“, sagt er, „wir müssen reden – über das Haus.“ „Ja“, sagt Eva, „können wir uns das überhaupt leisten?“ „Wenn du so denkst, warum vergoldest du dann ständig die Wasserhähne?“, entfährt es Peter Maier. „Damit du es endlich auch merkst“, erwidert Eva. Die beiden beschließen, jetzt einen Berater heranzuziehen. Zwei Tage später sitzen Eva und Peter beim Finanzierungsberater Haus & Bau. Der Berater sieht die Problematik, doch er ist optimistisch. „Es ist nicht ganz einfach, aber möglich. Wir müssen es nur etwas anders anpacken.“ Die Zukunft sehe ja nicht schlecht aus, und vom Schlimmsten dürfe man bei einer langfristigen Zukunftsplanung ohnehin nicht ausgehen. Als Lehrerin werde Eva mit Sicherheit nach einer Babypause wieder arbeiten gehen können. Also gehe es letztlich darum, einige Jahre zu überbrücken.

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