07.04.2012 · Mit wertvollen Oldtimern für 100.000 Euro und mehr kann man große Gewinne erzielen. Hier fallen die hohen Wartungskosten nicht ins Gewicht.
Von Dyrk ScherffRichtlinien für Lesermeinungen
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Geld verdienen mit alten Autos
Mit dem Thema habe ich mich lange beschäftigt.
Ein altes Auto hinzustellen und auf Wertzuwachs zu warten ist naiv und
hoch spekulativ. Das probieren Fonds und einige Sammler. Positive
Ergebnisse hat mir aber noch nie jemand zeigen können, weil die
hohen Kosten und der wenig liquide Markt die vermeintlichen, von den
Gutachterorganisationen ausgewiesenen Preissteigerungen auffressen.
Für persönliche Zwecke ist das alles in Ordnung, denn man hat
eine Menge Spaß mit den alten Kisten. Und man verliert wenigstens
nicht viel Geld mit diesem Hobby.
Als reine Geldanlage gibt es ganz andere Möglichkeiten. So
wächst die Oldtimerbranche enorm. Hier gibt es sehr interessante
Unternehmensbeteiligungen, etwa an Händlern, Restauratoren,
Messe-Betreibern uvm. Es ist nicht einfach, dort Zugang zu bekommen,
aber in diesem Fall sind die Renditen real und beruhen auf
Dienstleistung, nicht Spekulation.
Oldtimer - die rollende Geldanlage
Liebe Leser,
es ist tatsächlich richtig, dass Oldtimer durchschnittlich in den
letzten zehn Jahren durchweg einen Wertzuwachs verzeichnen konnten. Das
gilt aber im Besonderen für Fahrzeuge des niedrigpreisigen Sektors
bis 20.000,- € und nicht nur für besonders teure Oldtimer.
Richtig hingegegen ist nicht, dass sich die Investition in ein
hochpreisiges Fahrzeug eher lohnt. Die Wartungskosten steigen auch in
Relation zum Fahrzeugwert, und nicht nur bei der Versicherungsprämie.
Entscheidend bei der Findung des "richtigen" Oldtimers sind
Originalzustand, oder die Rückrüstbarkeit der neuen
Komponenten. Besonders interessant sind Fahrzeuge in völlig
unberührtem Zustand oder in besonderem Maße Wagen, die eine
Restaurationsqualität über der üblichen Norm haben. Diese
Fahrzeuge werden besonders hoch gehandelt und erzielen die kolportierten
Spitzenpreise. Der Markt ist hochemotional und nicht immer rational.
Sebastian Hoffmann, Sachverständiger für Oldtimer
Dyrk Scherff Jahrgang 1971, Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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