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Kicken fürs Millionen-Anwesen : So lange müssen Fußballstars für ihre Häuser spielen

Mit dem Gehalt aus nur zwei Spielen hat Manuel Neuer sein Haus am Tegernsee schon bezahlt. Bild: dpa

Nach dem Ausscheiden aus der WM geht’s zurück ins traute Heim. Doch wie lange muss die Fußball-Elite auf dem Platz spielen, um die Kosten für ihre Häuser zu bezahlen? In vielen Fällen erstaunlich kurz.

          Die Fußball-WM ist für Deutschland nicht gelaufen wie erhofft. Nach der Schmach von Kasan war Schluss für die deutsche Nationalelf, die Spieler kehrten nach dem Ausscheiden erst einmal nach Hause zurück. Dort können sie sich in ihren Millionen-Villen von den Strapazen erholen. Doch die schicken Domizile bezahlen sich nicht von allein. Wie lange die Spieler dafür arbeiten mussten, hat der Anbieter für Maler- und Bodenverlegearbeiten Weissmaler berechnet.

          Anne-Christin Sievers

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Dabei wurden der Hauspreis und das Jahreseinkommen eines jeden Fußballspielers 2017/18 berücksichtigt sowie die Anzahl der Ligaspiele, die Spielzeit eines jeden Spielers und das daraus resultierende Gehalt pro Minute.

          Am längsten brauchte demnach Sami Khedira, um sein 4 Millionen Euro teures Haus in Stuttgart zu finanzieren: nämlich 1922 Spielminuten – das entspricht etwa 21 Spielen. Kein Wunder, bekam Khedira in der Saison 2017/18 bei Juventus Turin mit 4 Millionen Euro auch am wenigsten Gehalt. 

          Das teuerste Haus hat Mesut Özil (Arsenal) sich in London gekauft. Gesamt-Kaufpreis: 11,39 Millionen Euro. In der Saison 2017/18 verdiente er 18 Millionen Euro. Das entspricht rund 8317 Euro pro Spielminute. Somit musste er mit etwa 15 Mal 90 Minuten auch vergleichsweise lange spielen, um sich sein Haus zu leisten.

          Anders Torwart Manuel Neuer (FC Bayern München): Er hat sich am Tegernsee bei München einen modernen Bau errichten lassen, den er in 180 Spielminuten, also in zwei kompletten Spielen schon verdient hatte. Damit landet er auf Platz zwei der Spieler.

          Acht Minuten spielen für ein Mietshaus in Paris

          Noch kürzer musste nur Brasiliens Superstar Neymar (Paris Saint-Germain) spielen, um seine Wohnkosten für ein Jahr zu decken – er wohnt nämlich zur Miete. Für ein Jahr braucht er acht Minuten bei einem Gehalt von 20.604 Euro pro Spielminute. Statt eine Millionenvilla zu errichten, begnügt sich mit einem Mietshaus in Paris, das 14.000 Euro pro Monat kostet. Und das, obwohl er mit 36,84 Millionen Euro das höchste Saison-Gehalt aller untersuchten Spieler bekam.

          Das preiswerteste Haus besitzt Paul Pogba (Manchester United) in Manchester. 3,3 Millionen hat es insgesamt gekostet. Zum Vergleich: 16,9 Millionen Euro hat er in der Fußballsaison 2017/18 bekommen. 420 Spielminuten musste er dafür kicken. Darauf folgen die WM-Stars Lionel Messi (FC Barcelona) mit 492 Minuten für seine Villa in Barcelona und Christiano Ronaldo (Real Madrid) mit 533 Spielminuten für sein Haus in Madrid.

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