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Zu hohe Preise : Den Deutschen sind Immobilien zu teuer

Kaum erschwinglich: Wohnungen in Hamburg Bild: dpa

Die Preise für Immobilien steigen immer weiter, vor allem in den deutschen Metropolen. Und auch die Prognosen zeigen nur in eine Richtung.

          Die Immobilienpreise steigen, und viele Deutsche können nicht mehr mithalten. Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Stimmungsindex Baufinanzierung der Comdirect Bank hervor. Die Mehrheit von 58 Prozent hält die Immobilienpreise in ihrer Region für zu hoch. Besonders in den Großstädten ist die Verärgerung groß. Hier halten mehr als zwei Drittel die Preise für Wohnungen und Häuser für zu hoch.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nach Angaben der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) sind die Immobilienpreise in den vergangenen sechs Jahren landesweit um 20 Prozent gestiegen. In den sieben größten Städten Deutschlands erhöhten sich die Preise sogar um 46 Prozent. Auch die Bundesbank betrachtet die Entwicklung mit Sorge. Insbesondere in den Metropolen hält sie die Preise für um 10 bis 20 Prozent überbewertet. Das betrifft Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf.

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          Der Preisanstieg dürfte sich fortsetzen. Denn nach Einschätzung von S&P treiben die niedrigen Zinsen und das Wirtschaftswachstum die Nachfrage nach Immobilien. Laut Comdirect halten noch immer 64 Prozent der Befragten den Zeitpunkt für einen Immobilienkauf für günstig. Allerdings ist der Wert gegenüber Juni um zwei Prozentpunkte gesunken. Die Analysten von S&P sehen vor allem in den Metropolregionen ein wachsendes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, was für steigende Preise sorgen sollte.

          Sie erwarten deutschlandweit in diesem Jahr einen Anstieg der Immobilienpreise von 5 Prozent, im Jahr 2016 von 4,5 Prozent und 2017 von 3,5 Prozent. Nach einer Umfrage des Finanzdienstleisters Wüstenrot & Württembergische lässt sich in der Region Stuttgart der Kauf einer Immobilie für 47 Prozent nicht mehr realisieren. Dagegen sind die hohen Preise für 49 Prozent kein Hinderungsgrund.

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