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Erstes Halbjahr 2017 : Weniger Genehmigungen für Wohnungsbau

  • Aktualisiert am

Die Zahl der Baugenehmigungen ist in der ersten Jahreshälfte 2017 rückläufig. Bild: dpa

Von Januar bis Juli sind die Baugenehmigungen laut Statistischem Bundesamt um fast 7 Prozent zurückgegangen. Immobilienverbände machen einmalige Vorzieheffekte dafür verantwortlich.

          Die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohnungen in Deutschland sinkt trotz des Immobilienbooms. Von Januar bis Juli fiel sie um 6,6 Prozent oder 14.200 auf 199.400 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsbauunternehmen macht Sonderfaktoren für den Rückgang verantwortlich: Viele Firmen hätten ihre Anträge bis Ende 2015 gestellt, um noch die alten Regelungen der Energieeinsparverordnung zu nutzen und so Baukosten zu sparen. Das habe für Vorzieheffekte gesorgt.

          Je nach Wohnungstyp verlief die Entwicklung unterschiedlich. „Gegen den allgemeinen Trend lagen die Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern im Plus“, sagten die Statistiker. Hier gab es eine Zunahme um 1,9 Prozent auf 96.300, womit das höchste Niveau für die ersten sieben Monate eines Jahres seit zwei Jahrzehnten erreicht wurde. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern gab es mit 7,7 und 1,0 Prozent dagegen Rückgänge. Bei Wohnheimen, zu denen Flüchtlingsunterkünfte zählen, sanken die Genehmigungen um knapp 30 Prozent.

          Bislang rechnen Experten in diesem Jahr mit etwa 310.000 bis 320.000 neuen Wohnungen. Der von der Bundesregierung geschätzte jährliche Bedarf von 350.000 würde damit verfehlt. Die starke Zuwanderung und der Zuzug in Ballungsräumen treibt die Nachfrage nach oben.

          Quelle: Reuters

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