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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Im Gespräch: Elgin Gorissen-van Hoek „Honorarberater wollen Probleme lösen“

 ·  Eine gesetzliche Festlegung, was Honorarberater dürfen, werde den Kunden sicherer machen, erwartet die Vorsitzende des Bundesverbands Finanz-Planer. Provisionsberatung solle es aber ebenfalls weiter geben.

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Volker T. Fleischhauer

Es muss Beides geben

Als Versicherungs- und Finanzmakler arbeite ich schon lange im Bereich Investmentfonds auf Honorarbasis. Die Kunden zahlen eine jährliche Servicegebühr, werden betreut und zahlen keinen Ausgabeaufschlag, das ist die fairste Lösung. Im Versicherungsbereich sieht das anders aus. Grundsätzlich bin als Makler in der Haftung. Wenn ich nicht einen der Top-Anbieter nehme, bekomme ich richtig Probleme. Klar macht es in der Leben und Rentenversicherung richtig viel Geld aus, wenn der Kunde meine Provision vorab zahlt. Aber die meisten Privatkunden wollen das nicht. Bei Selbstständigen habe ich da wesentlich weniger Probleme, weil sie mein Honorar absetzen können, der Privatmann nicht. Der Gesetzgeber hat aber an einer fairen Regelung kein Interesse. Bei Sachversicherungen ist ein Honorar völlig unbrauchbar, weil die Honorarkosten i.d.R. höher sein müssen als meine Courtage. Der Kunde soll frei wählen können und die Kosten immer absetzen können. Dann wären wir einen echten Schritt weiter.

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Peter A. Gebhardt
Peter A. Gebhardt (flcp) - 24.11.2012 19:16 Uhr

Wenn der Gesetzgeber ...

- zulässt, dass auch Honorarvermittler sich Honorarberater nennen dürfen, haben wir im Sinne von Transparenz für den Kunden und bzgl. der gewünschten Unabhängigkeit wieder nichts erreicht - bis auf ein mehr an Regulierung und Beschäftigung für "Aktenschubser".

Oder mag die geschätzte Kollegin einfach nicht sehen wollen, dass der

"... stringente(n) Weg von der Beratung zur Produktbeschaffung ..."

doch gerade das weit aufgerissene Einfallstor der Beeinflussung von "Beratern" durch die Finanzindustrie bleibt?

Spätestens dann, wenn der eine Wettbewerber eine "bessere und für den Berater Kosten sparende Abwicklungsplattform" als andere Anbieter bietet.

Merke: Auch ersparte (Zeit-)Kosten außerhalb der Berater - Kunden Beziehung wirken letztendlich wie Provisionen in der GuV des Beraters!

Und dabei wurde die Problematik der fortdauernden "Enthaftung der Finanzindustrie für ihre Produkte" durch den Einsatz von Unternehmensfremden für Vermittlung und Beratung noch gar nicht thematisiert!

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Joerg Gerhard
Joerg Gerhard (Jogi65) - 24.11.2012 13:34 Uhr

Wer zu...

...Zertifikaten, Derivaten oder geschl. Fonds (be)raet dem sollte die Zulassung direkt wieder aberkannt werden.
Der meist eindimensionale Problemloesungsansatz und die daraus folgende dementsprechende falsche Erwartung sind bei der Kapitalanlage fehl am Platz.
In Kombination mit Regulierung u. Titeln werden hierdurch nur noch mehr Leute in die falsche Richtung geschickt und davon abgehalten sich selbst in diesen Dingen zu bilden.
Besser waere es sich bei der Regulierung auf Betrugsvermeidung zu konzentrieren und ansonsten die Finanzprodukte - und dienstleistungen komplett zu deregulieren so dass sie wie Waschmittel beworben u. betrachtet werden- dort glaubt keiner mehr dass alle Flecken rausgehen. Zusaetzlich koennte man ein Zigarettenwerbungselement- Dieses Produkt ist oft gefaehrlich fuer ihre finanzielle Gesundheit!- oder einen Beipackzettel mit respektiven potentiellen Nebenwirkungen zufuegen lassen.
So kriegt man die Leute wieder zum Lesen und macht sie muendig statt abhaengig.

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