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Grafik der Woche Was Rentner in Deutschland und Großbritannien unterscheidet

 ·  Stellt man die Unterschiede im britischen und deutschen Rentensystem grafisch dar, sieht das Ergebnis aus wie ein persischer Teppich. Tatsächlich sind es 1500 Lebensläufe.

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© AP Rentner in England leben anders

Was aussieht wie ein persischer Teppich, ist die grafische Darstellung von 1500 Lebensläufen: Anette Fasang, Juniorprofessorin an der Humboldt-Universität und Forscherin am Wissenschaftszentrum Berlin, hat das deutsche und das britische Rentensystem verglichen. Sie wollte wissen, wie Wohlfahrtsstaaten auf Lebensläufe von Menschen wirken.

Dazu hat sie eine Methode der Biologie verwendet: die Sequenzanalyse, mit der sonst DNA untersucht wird. Jede Linie beschreibt eine Biographie zwischen dem 58. und dem 66. Lebensjahr. Dunkelblau bedeutet staatliche Rente, die anderen Farben sonstige Einkommensquellen. Der wichtigste Unterschied zwischen beiden Ländern: „Die Situation in Großbritannien ist instabiler und heterogener“, sagt Fasang.

Wer in Deutschland im Ruhestand angekommen ist, bleibt in Rente. Im liberaleren System Großbritanniens sind die Menschen schon in den letzten Jahren der Berufstätigkeit von unterschiedlichen Einkommensquellen abhängig - im Ruhestand verstärkt sich das noch mal.

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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