http://www.faz.net/-gv6-82c29

Girokonten und Kreditkarten : Das beste Konto für Studenten

  • -Aktualisiert am

Sorgenfreier Start ins neue Semester: Für Studenten gibt es inzwischen attraktive Konditionen für Girokonten und Kreditkarten. Bild: Picture-Alliance

Für Studenten gibt es Girokonten und Kreditkarten ohne Gebühr. Besonders bei Online-Banken winken attraktive Konditionen. Das Semester kann beginnen - nur sollte man sorgfältig die Bedingungen prüfen.

          Das neue Semester beginnt, wie so oft, mit guten Vorsätzen. Einer davon könnte sein, endlich nicht mehr unnötig Geld auszugeben. Dass man das als Student auch für Bankangelegenheiten beanspruchen kann, wird oft übersehen. Zu Unrecht. Mit dem richtigen Girokonto kann man nämlich bis zu 100 Euro im Jahr sparen. Gebühren für die Kontoführung, Überweisungen oder das Bargeldabheben muss mittlerweile niemand mehr bezahlen, der noch in Ausbildung ist. Zusätzlich kann man von Wechselprämien und den Vorzügen einer Kreditkarte profitieren.

          Girokonten für Studenten gibt es zuhauf. Jeder kann das Passende für sich finden. Grundsätzlich gibt es zwei Arten: das Girokonto bei einer klassischen Filialbank und das bei einer Online-Bank. Wer eine Anlaufstelle für persönliche Beratung und Service vom Kundenbetreuer beispielsweise für zukünftige Anlageformen oder Baufinanzierungen braucht, der sollte sein Konto bei einer Filialbank eröffnen.

          Große Unterschiede bei der Bargeldversorgung

          Wer darauf verzichten kann und sein Geld billiger verwalten möchte, der ist bei einer Online-Bank besser aufgehoben. So sind die Dispozinsen bei den Online-Banken oft mit 7,5 Prozent pro Jahr (ING-DiBa, DKB und DAB Bank) niedriger als bei den Filialbanken, die bis zu 11,73 Prozent verlangen (Postbank).

          Manche Banken machen die Zinshöhe von der Bonität ihrer Kunden abhängig, wie die Deutsche Bank, die Frankfurter Volksbank oder die Comdirect, und verlangen einen regelmäßigen Geldeingang. ING-DiBa und die Postbank gewähren Studenten allerdings auch ohne ständige Zuflüsse einen Sofort-Dispo von 500 Euro im Monat.

          Bild: F.A.Z.

          Auch bei der kostenlosen Bargeldversorgung gibt es große Unterschiede zwischen den Anbietern. Die Sparkassenautomaten bildeten bisher das größte Netz kostenloser Bargeldversorgung in Deutschland. Auch die Cash Group hat lange mit ihrem Automatenverbund geglänzt. Doch mit der Möglichkeit, kostenlos an mehr als 58.000 Visa-Automaten im Euroraum mit Kreditkarte abzuheben, punkten vor allem die Online-Banken. Kostenlos Bargeld im Auslandssemester zu bekommen ist so kein Problem. Nur die Konten der meisten Filialbanken sind dafür nicht geeignet. Bei ihnen fallen mindestens fünf Euro pro Abhebung im Ausland an. Einige Banken berechnen außerhalb des Euroraums zusätzliche Umrechnungsgebühren.

          Bei Filialbanken fallen Gebühren an

          Der Grund für die lockere Kreditkartenvergabe der Banken an Studenten ist, dass sich dahinter nicht immer ein Kredit verbirgt. Oft wird sofort vom Konto abgebucht und nicht erst am Monatsende. Wer in jedem Fall eine kostenlose Kreditkarte erhalten möchte, wird am ehesten bei Online-Banken fündig. Fast alle bieten die Visa- oder Mastercard umsonst an, meist ohne Einschränkung. Auch an Studenten mit einem geringen und unregelmäßigen Einkommen. Dabei erhält man bei der DKB, der 1822 direkt und der DAB Bank sogar den klassischen Kredit von 30 Tagen.

          Filialbanken verlangen hingegen meist Gebühren von 20 bis 39 Euro im Jahr. Auch die Bedingungen für die Kreditkarte sind unterschiedlich: Die Deutsche Bank verlangt beispielsweise einen regelmäßigen eigenen Gehaltseingang oder eine Bürgschaft der Eltern als Sicherheit. Anderen Banken reicht oft auch der Nachweis eines geringeren monatlichen Geldeingangs, zum Beispiel Bafög. Unentgeltlich sind neben anderen die Kreditkarten der ING-DiBa und der Consorsbank, die allerdings keinen Kredit gewähren. Belastungen der Karte werden direkt vom verknüpften Girokonto abgebucht.

          Postbank bietet Guthabenkarte an

          Die Prepaid-Kreditkarte ist eine gute Alternative für alle, die sonst keine Visa- oder Mastercard erhalten würden. Sie stellt eher eine Art Guthabenkarte dar, die man im Vorfeld aufladen muss, um sie zu benutzen. Damit setzt man sich ein eigenes Limit und läuft nicht Gefahr, ins Minus zu rutschen. Postbank, Frankfurter Sparkasse und Volksbank vergeben sie unter anderem. Allerdings fällt hier meist eine Gebühr von 10 bis 22 Euro im Jahr an.

          Genau prüfen sollte man auch, wie lange und unter welchen Bedingungen man die vergünstigten Konten nutzen kann. Einige Banken verlangen ab einem gewissen Alter doch Gebühren für die Kontoführung oder die Kreditkarte. Während die meisten ein vergünstigtes Konto bis zum 30. Lebensjahr bei entsprechendem Nachweis anbieten, beschränken etwa die Frankfurter Volksbank und die 1822 direkt ihr Angebot auf alle bis 25 beziehungsweise 26 Jahre. Das Postbank-Girokonto bleibt ab 22 Jahren ebenfalls nur mit einem Studiennachweis kostenfrei.

          Quelle: F.A.S.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Geisteszustand des Präsidenten : Ist Donald Trump verrückt?

          Etliche Psychiater in den Vereinigten Staaten machen sich Sorgen um den Geisteszustand von Präsident Donald Trump. Dessen Verhalten ist zwar grenzwertig. Doch spiegelt es vor allem die Gesellschaft wider, die ihn an die Macht befördert hat.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.