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Geldanlage Männer holen als Anleger auf

„Frauen sind die besseren Anleger“ - Vorurteil oder Erkenntnis? Nach den Ergebungen der Direktbank DAB hat die weibliche Anlegerschaft an Vorsprung verloren.

© ZB Männer- oder Frauensache: Wer kriegt das Sparschwein voller?

Immer wieder gibt es Untersuchungen über geschlechterspezifische Unterschiede in der Geldanlage. Häufig schneiden Frauen dabei besser ab. Dass das kein Muss ist, zeigen die Untersuchungen, die die Direktbank DAB Bank anstellt.

Martin Hock Folgen:

Hieß es bis 2009 noch „Frauen sind bei der Geldanlage erfolgreicher als Männer“, so war  das Fazit 2011: „Männer riskieren mehr als Frauen – und sind erfolgreicher“. Die neueste Studie zu diesem Thema schließt nun einen Kompromiss: Nach dem Motto „Männer sind anders, Frauen auch“ kommt die DAB zu dem Ergebnis, dass unterschiedliche Strategien zu gleichem Erfolg führen.

Längerfristig sind Frauen weiter vorn

Gemäß der Auswertung der rund 480.000 Privatanlegerdepots der Bank erzielten beide Geschlechter 2012 die gleiche Rendite, wobei Männer mit 7,72 Prozent gegenüber 7,66 Prozent für Frauen marginal im Vorteil waren.

Auf vier Jahre betrachtet, haben sie aber den Vorsprung noch nicht wieder aufgeholt. Wenn eine Frau zum Jahresbeginn 2009 1000 Euro angelegt hatte, verfügte sie Ende 2012 im Mittel über einen Betrag von 1275 Euro und damit über eine Rendite von durchschnittlich 6,3 Prozent. Männer erzielten nur 6,0 Prozent.

„Beide Geschlechter erreichen also eine deutlich bessere Rendite, als sie Sparbücher oder Tagesgeldkonten erzielen. Gerade angesichts des derzeit niedrigen Zinsniveaus ist die Anlage in Wertpapieren ein wichtiger Bestandteil erfolgreichen Vermögensaufbaus“, sagt Ernst Huber, Vorstandssprecher der DAB Bank.

Männer: No risk, no fun

Obwohl beide Geschlechter ein ähnliches Ergebnis erzielt haben, unterscheiden sich Männer und Frauen in ihrem Anlageverhalten. Ende 2012 hatten Männer 53,3  Prozent ihres Depotvolumens in Aktien investiert, Frauen hielten mit 48,8  Prozent einen geringeren Aktienanteil.

Mit einem Gewicht von 35,4 Prozent setzten Frauen stärker auf  Investmentfonds, die bei Männern nur 31,6 Prozent ausmachten. Auch Anleihen haben bei Frauen mit 11,2  Prozent ein stärkeres Gewicht als bei Männern mit 10,2  Prozent.

Deutlicher zeigen sich die Unterschied im spekulativen Bereich. Dieser macht zwar nur ein geringes Volumen aus. Doch mit einem Gewicht von 0,8 bzw. 0,4 Prozent greifen Männer doppelt so gern zu Optionsscheinen oder auf Gold, dessen Erwerb bei der DAB Bank in physischer Form möglich ist.

Frauen: In der Ruhe liegt die Kraft

Ob Männer nicht dennoch die schlechtere Kosten-Nutzen-Relation haben, fragt man sich indes beim Blick auf das Transaktionsverhalten. Das sogenannte starke Geschlecht nahm 2012 führten im Durchschnitt 6,9 Transaktionen vor, Frauen weniger als ein Drittel. Hin und Her macht vielleicht die Taschen nicht immer gleich leer, aber bisweilen wohl doch ein wenig leerer.

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Quelle: FAZ.NET

 
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