http://www.faz.net/-hbv-8o0w1

Im Test : Welche Spielekonsole ist die beste?

  • -Aktualisiert am

Mehrere Millionen Deutsche spielen regelmäßig Videospiele. Bild: dpa

Playstation, Wii oder Xbox: Die F.A.S. hat die bekanntesten Konsolen für Computerspieler getestet.

          Wenn die Spielekonsole ganz oben auf dem Wunschzettel steht, kommt es nicht selten zum Generationenkonflikt. Viele Eltern wollen partout nicht, dass ihr Kind viele Stunden mit Videospielen verbringt. Aber die Kinder machen Druck. Schließlich haben auch die besten Freunde schon eine Konsole zu Hause stehen.

          Videospiele sind vor allem unter Jungen sehr beliebt, aber mittlerweile auch unter Erwachsenen. Wie eine repräsentative Umfrage des Branchenverbands Bitkom zeigt, spielen mehrere Millionen Deutsche regelmäßig Videospiele. Und es werden immer mehr.

          Die Spielekonsolen gelten als Alleskönner. Mit ihnen kann man Filme schauen, vor allem aber ganz unkompliziert und gemeinsam mit mehreren Freunden spielen. Aber die Konsolen unterscheiden sich. Die F.A.S. hat darum die beliebtesten Modelle getestet: Wer nicht mehr als 300 Euro ausgeben möchte, hat die Wahl zwischen der Nintendo Wii U, der Xbox One S von Microsoft und Sonys Playstation 4.

          Wii U mit schwachem Prozessor und schlechter Grafikkarte

          Am günstigsten ist die Wii U, sie kostet 239 Euro. Die Playstation 4 ist für 259 Euro zu haben, die Xbox One S für 299 Euro. Ein Tipp vorweg: Wer clever ist, kauft sich seine Konsole als sogenanntes „Bundle“. Regelmäßig schnüren die Hersteller solche Päckchen, in denen noch ein zweites Steuergerät („Controller“ genannt) oder ein Spiel dabeiliegt. Häufig sind „Bundles“ sogar günstiger als die Konsole mit nur einem Controller.

          Den Preisvorteil erkauft sich die Wii U, das billigste Gerät, mit einem schwächeren Prozessor und einer schlechteren Grafikkarte. Technisch sind ihr die beiden Konkurrenten deutlich überlegen. Allerdings setzt Nintendo auch auf eine andere Zielgruppe. Die Wii U ist eher etwas für Einsteiger und Gelegenheitsspieler. Sony und Microsoft richten sich an all jene, die bei Spielen mehr Wert auf Handlung und knifflige Missionen legen.

          Bild: F.A.Z.

          Spaß macht die Wii U aber dennoch. Wenn es darum geht, die Figuren mit eigenen Bewegungen zu steuern, ist sie den anderen beiden Konsolen sogar überlegen. Man steuert die Figuren nämlich nicht, indem man die Tasten auf der Steuerung drückt. Die Figuren ahmen vielmehr nach, was die Spieler vor dem Fernseher vormachen. Der Controller in der Hand wird dann beispielsweise zum Schwert im Spiel: Reißt man seinen Arm in die Höhe, zieht die Figur das Schwert aus der Scheide.

          Spielerische Hürden, an denen man sich eine Zeitlang die Zähne ausbeißt, bevor man sie letztlich mit reichlich Genugtuung meistert, gibt es allerdings kaum, wenn man etwa mit Nintendos Superheld Super Mario durch dessen bunte Welt hüpft. Wer also lieber anspruchsvollere Action-, Sport- und Rollenspiele spielt, hat mit Sony und Microsoft mehr Spaß.

          Playstation schneidet am besten ab

          Die Playstation 4 punktet dabei mit ihrer Grafik. Auch die Spiele der Xbox muten mitunter fotorealistisch an, sie nutzen die „High Dynamic Range“, die starke Kontraste auf den Bildschirm zeichnet. Die Bilder auf der Playstation 4 sind aber noch schärfer und reicher an Details. Die Wii U kann hier nicht mithalten. Viele ihrer Spiele erinnern vielmehr an einen solide gezeichneten Comic. Manchem Spiel nimmt die realitätsfernere Grafik etwas die Spannung.

          Auch die Auswahl an Spielen spricht nicht unbedingt für die Wii U. Zwar kann man nur mit ihr Nintendo-Klassiker wie „Super Mario“, „The Legend of Zelda“ oder „Donkey Kong“ spielen. Darüber hinaus ist das Angebot eher mau. Auf viele beliebte Action- und Sportspiele, darunter auch die Fußballsimulation „FIFA 17“, müssen Nintendo-Fans verzichten.

          Den Spielern der Playstation 4 oder der Xbox fehlt es dagegen an wenig. Ob Sport-, Action-, Rollen- oder Strategiespiele: Beide Konsolen haben alle Genres im Sortiment. Ein wenig hat allerdings die Playstation 4 die Nase vorn. Sie bietet nicht nur die besten Spiele an, sondern auch die meisten eigens für diese Konsole entwickelten Spiele wie zum Beispiel das populäre Actionspiel „Uncharted 4“.

          Fazit: Die Playstation ist in dem Preissegment derzeit die stärkste Konsole auf dem Markt. Sie hat nicht nur die besten Spiele, sondern sie sehen auch am besten aus. Die Xbox One S kommt zwar in die Nähe, vollends mithalten kann sie nicht - zumal sie auch teurer ist. Mit der Wii U schneidet die günstigste Konsole am schlechtesten ab. Dank des Bildschirms auf dem Controller kann man mit ihr sogar unterwegs spielen. Und gerade in Gesellschaft ist sie auch ein netter Zeitvertreib. Akute Suchtgefahr besteht aber nicht. Ein weiteres Manko: Im kommenden März kommt die Nintendo Switch auf den Markt, neue Spiele für die Wii U wird es dann nicht mehr geben.

          Wer mehr Geld ausgeben will, kann auch zur Playstation 4 Pro greifen, die Sony kürzlich herausgebracht hat. Sie bietet eine noch bessere Grafik. Dafür kostet sie aber auch 399 Euro. Ein Tipp zum Schluss: Bevor Eltern für ihre Kinder eine Konsole kaufen, sollten sie sich erkundigen, welche Konsole deren Freunde haben. Denn nur wenn die Kinder eine Konsole der gleichen Marke haben, können sie auch online gegeneinander antreten.

          Playstation VR gespielt : Wenn sich nicht nur der Kopf dreht

          Quelle: F.A.S.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          FDP zurück im Parlament : Der Wunder-Lindner

          Die FDP ist wieder da, und schon in den wenigen Tagen seit der Wahl vermittelt sie den Eindruck, es gehe Freien Demokraten immer nur um das eine: um sie selbst. Und um ihren Vorsitzenden.

          Geisteszustand des Präsidenten : Ist Donald Trump verrückt?

          Etliche Psychiater in den Vereinigten Staaten machen sich Sorgen um den Geisteszustand von Präsident Donald Trump. Dessen Verhalten ist zwar grenzwertig. Doch spiegelt es vor allem die Gesellschaft wider, die ihn an die Macht befördert hat.
          Pforte zur Vorhölle: Das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau

          Holocaustforscher Raul Hilberg : Wie die Tötungsmaschine funktionierte

          Fast im Alleingang hat Raul Hilberg ein Forschungsfeld begründet, das man heute Holocaust-Studien nennt. Dabei war sein Standardwerk „Die Vernichtung der europäischen Juden“ lange Zeit zu wahr, um übersetzt zu werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.