http://www.faz.net/-hbv-8m5d4

Rechte bei Flugausfällen : Was TUIfly-Passagiere jetzt wissen müssen

  • Aktualisiert am

Viele Passagiere von TUI fly können am Freitag nicht in den Urlaub fliegen. Bild: dpa

TUIfly hat am Freitag nahezu alle Flüge gestrichen, weil viele Mitarbeiter in einen Krankheitsausstand getreten sind. Doch welche Rechte haben die TUIfly-Passagiere jetzt? Und steht ihnen eine Entschädigung zu?

          Fliegt mein Flug noch?

          Weil sich viele Crew-Mitglieder bei TUIfly kurzfristig krank gemeldet haben, hat der Ferienflieger für Freitag fast alle Flüge gestrichen. Betroffen war und ist auch Air Berlin. Dort drohen weitere Ausfälle, denn ein Drittel der TUI-Flotte fliegt samt Besatzung für die Berliner.

          TUIfly versucht mit gemieteten Maschinen und Besatzungen einen Teil der Flugausfälle aufzufangen. Zehn Flüge könnten an diesem Freitag auf diese Weise stattfinden, teilte die Fluggesellschaft mit. Außerdem plant TUIfly für Touristen Rückflüge, überwiegend aus Urlaubsregionen wie Mallorca und der Türkei sowie den Kanarischen Inseln.

          Für Gäste der Thomas Cook-Veranstaltermarken Thomas Cook, Neckermann Reisen, Bucher Last Minute und Öger Tours, die auf den Kanarischen Inseln und Griechenland festsitzen, führt Thomas Cook kurzfristig acht zusätzliche Flüge durch, vor allem mit der konzerneigenen Airline Condor. Heute noch fliegen Maschinen von Frankfurt und Köln nach Gran Canaria und Kreta. Am Samstag finden weitere Flüge nach Kreta, Korfu, Rhodos und Kos statt.

          Wie finde heraus, ob mein Flug betroffen ist?

          Flugreisende sollten sich direkt an die Fluggesellschaft wenden. Informationen dazu, welche Flüge gestrichen sind, welche von einem anderen Abflughafen aus fliegen und wie sich gegebenenfalls Abflugzeiten verändert haben, gibt TUIfly den Kunden auf der Unternehmens-Internetseite. Die dort zur Verfügung gestellten Informationen sollten sich Passagiere ausdrucken, damit sie auch später etwas in der Hand haben. Passagiere können sich aus Deutschland kostenfrei beim TUIfly.com Servicecenter unter der Telefonnummer 0800 900 609 0 informieren.

          Auch die ebenfalls betroffene Air Berlin stellt aktuelle Hinweise auf der Internetseite www.airberlin.com oder telefonisch unter 0800/57 37 80 00 zur Verfügung.

          Wie geht es weiter, wenn mein Flug durch die Krankmeldungen ausfällt?

          Wird ein Flug gestrichen, muss sich TUIfly schnellstmöglich um eine sogenannte Ersatzbeförderung kümmern. Daher sollte man diese auch bei der Fluggesellschaft einfordern. Dauert der krankheitsbedingte Ausstand länger, muss TUIfly einen Ersatzflug anbieten beziehungsweise bei Flügen innerhalb Deutschlands den Ersatztransport mit Bahn oder Bus organisieren. Passagiere sollten auch bei großen absehbaren Verspätungen pünktlich am Flughafen sein, da die Fluggesellschaft eventuell früher als angenommen einen Ersatzflug anbieten kann.

          Auch wenn der Flug voraussichtlich gestrichen wird, ist es ratsam, sich möglichst früh vor dem Abflug zum Check-In zu begeben oder schon vorab online einzuchecken, um lange Warteschlangen zu vermeiden.

          Welche Rechte habe ich, wenn ich am Flughafen feststecke?

          Die Fluggesellschaft muss gestrandete Kunden betreuen. Fluggäste haben bei Flügen von bis zu 1500 Kilometern nach zwei Stunden einen Anspruch auf Essen und Getränke. Außerdem dürfen sie auf Kosten der Fluggesellschaft zwei Telefonate führen. Bei einer Strecke von 1500 bis 3500 Kilometern erhalten die Gäste nach 3 Stunden Hilfe, bei Flügen ab 3500 Kilometern nach vier Stunden. Müssen Passagiere länger als fünf Stunden auf ihren Flug warten, haben sie ein Recht darauf, sich das Geld für den Flug erstatten zu lassen. Damit ist die Fluggesellschaft aber aus allen weiteren Pflichten entlassen. Verschiebt sich der Flug auf den nächsten Tag, muss die Fluggesellschaft die Kosten für die Hotelübernachtung übernehmen.

          Stellt die Gesellschaft trotz Nachfrage keine Betreuung bereit, sollten Passagiere für Verpflegung und Hotel selbst sorgen. Sie sollten die Belege sammeln und die entstandenen Kosten der Fluggesellschaft in Rechnung stellen.

          Weitere Themen

          China im Goldrausch Video-Seite öffnen

          Währungsreserven : China im Goldrausch

          Gold gilt für viele Menschen immer noch als Inbegriff von Sicherheit – auch für Notenbanken. China hat seine Bestände zuletzt sogar verfünffacht. Und wie steht es mit Deutschland?

          Topmeldungen

          Auch an dem spektakulären Bankraub in Berlin soll ein Mitglied des Clans beteiligt gewesen sein.

          Razzia in Berlin : Münzraub, Bankraub, Geldwäsche

          In Berlin geht die Polizei geht gegen eine arabische Großfamilie vor. Den Mitgliedern wird eine ganze Bandbreite von Straftaten zur Last gelegt. Auf die Schliche kamen ihr die Ermittler durch eine unvorsichtige Handlung.

          Wegen Google-Strafe : Donald Trump droht der EU

          Der amerikanische Präsident poltert nach der milliardenschweren Wettbewerbsstrafe gegen Google auf Twitter los. Dass die Strafe auf Regeln basiert, will er nicht anerkennen. Stattdessen kündigt Trump Konsequenzen an.

          Putin vs. Trump : Russland stößt amerikanische Staatsanleihen ab

          Das dürfte Donald Trump nicht gefallen: Russland wirft seit einiger Zeit seine amerikanischen Staatsanleihen auf den Markt. Damit will Putin vom Dollar unabhängiger werden – und Trump unter Druck setzen.

          Neue Phase der Verhandlungen : EU-Kommission legt Szenarien für Brexit vor

          Brüssel nahm zu Theresa Mays Brexit-„Weißbuch“ Stellung: Es soll „keine Schlupflöcher an den Außengrenzen“ geben. Mays neuer Minister für den EU-Austritt Dominic Raab hat zudem erstmals an den Gesprächen mit der EU teilgenommen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.