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Alternativen zu HRS, Expedia & Co. Wo gibt’s das billigste Hotel-Zimmer?

Hotelportale wie HRS werben mit Rabatten und Preisgarantien. Doch die besten Preise findet man immer öfter anderswo.

© Ulrich Finkenzeller Ein Hotelzimmer muss nicht viel kosten.

Wo haben Sie das letzte Mal ein Hotelzimmer gebucht? Ganz klassisch im Reisebüro, eben schnell am Telefon oder - wie mittlerweile fast die Hälfte der Deutschen - im Internet? Gehören Sie zur Gruppe derjenigen, die im Netz buchen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie Ihr Zimmer bei einem der vielen Hotelportale reserviert haben.

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Aber finden sich dort auch die günstigsten Angebote? Zweifel sind angebracht. Dabei leuchtet die Grundidee sofort ein: Statt die Internetseiten unzähliger einzelner Hotels nach den besten Angeboten zu durchforsten, muss der Kunde bei Anbietern wie HRS, Booking oder Expedia nur Zielort und Reisedatum in eine Suchmaske eingeben. Daraufhin öffnet sich eine Auswahl von Hotels am Ort, die man nach Kriterien wie Preis, Ausstattung oder Lage vergleichen und direkt buchen kann. Finanziert wird dieser Service von den Hoteliers: sie zahlen den Portalen für die Vermittlung eine Provision.

Um Kunden werben die Portalbetreiber mit dem Versprechen, dass auf ihren Seiten neben der großen Auswahl auch die günstigsten Zimmer zu den besten Konditionen zu haben sind. Um dieses Versprechen zu halten, hatten die Portale mit den Hotels sogenannte „Bestpreisklauseln“ ausgehandelt: ein über das Portal buchbares Zimmer durfte nirgendwo anders günstiger oder zu besseren Bedingungen angeboten werden.

Selbst als das Bundeskartellamt vor zwei Jahren die Rechtmäßigkeit dieser Verträge in Frage stellte und die Portale sie daraufhin aufweichten, boten viele Hotels ihre günstigsten Zimmer nach wie vor dort feil. Denn für die Hotellerie sind HRS & Co einer der wichtigsten Vertriebskanäle: Rund ein Fünftel der Hotelzimmer in Deutschland wird bei Online-Portalen gebucht. Über die eigenen Internetseiten dagegen verkaufen deutsche Hoteliers im Durchschnitt nur knapp zehn Prozent ihrer Zimmer.

Auf der Internetseite des Hotels ist es meist am günstigsten

Für Kunden ist die Möglichkeit, über die Portale unterschiedliche Hotels zu vergleichen, natürlich sehr praktisch. Aber die günstigsten Zimmerpreise sind nicht garantiert. Denn dem Marktführer HRS hat das Kartellamt mit Wirkung zum Monatsanfang verboten, von den Hotels die billigsten Zimmerkontingente zu verlangen. „Die Klauseln verhindern, dass an anderer Stelle niedrigere Hotelpreise angeboten werden können“, argumentierten die Wettbewerbswächter. Gegen Expedia und Booking hat das Kartellamt ähnliche Verfahren eingeleitet.

Tatsächlich kommen unterschiedliche Studien zu dem Schluss, dass die Portale nicht so günstig sind wie behauptet: oft werden Hotels bevorzugt angeboten, die höhere Provisionen zahlen, und die billigsten Zimmer bekommt man nur als registrierter Nutzer. Außerdem unterscheiden sich die einzelnen Portale auch untereinander. „Es ist keineswegs so, dass Hotelportale immer die gleichen Preise bieten, Kunden sollten deswegen immer unterschiedliche Portale vergleichen“, sagt Beate Wagner von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

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Oft ist es sogar am günstigsten, direkt auf der Internetseite des Hotels zu buchen. Ein kurzer Test bestätigt das: ein Doppelzimmer in einem Frankfurter Hotel, das bei HRS für 184 Euro angeboten wird, ist auf der Internetseite des Hotels für 175 zu haben, zu identischen Konditionen. Es kann sich also lohnen, bei einem Buchungsportal ein Hotel auszuwählen, das Zimmer dann aber direkt beim Hotelbetreiber zu buchen. Findet man das bessere Angebot erst später, sollte man die Preisgarantie von HRS - „Bei einem günstigeren Angebot erstatten wir Ihnen die Differenz“ - beim Wort nehmen und das zu viel gezahlte Geld zurückfordern.

Quelle: F.A.S.

 
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