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V wie vegetarisch : Aldi Süd erleichtert Fleisch-Gegnern den Einkauf

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Das V-Label kennzeichnet vegetarische Produkte. Bild: obs

„Gemüsefrikadellen“ aus Geflügelfleisch, Fruchtgummis mit Gelatine, Kartoffelchips mit tierischen Fetten: Vegetarier haben es nicht immer leicht, fleischlose Produkte zu erkennen. Aldi will ihnen jetzt mit dem V-Label dabei helfen.

          Der Discounter Aldi Süd führt das V-Label für fleischlose Produkte ein. Die Kennzeichnung vergibt der Vegetarierbund, teilte Aldi am Dienstag in Mülheim an der Ruhr mit. Die Produkte werden demnach zudem in vier Gruppe eingeteilt und entsprechend gekennzeichnet: vegetarisch, ohne Milch, ohne Ei oder vegan, das heißt ohne jegliche tierische Zutaten.

          Der Hersteller darf das V-Label laut Unternehmen nur nutzen, wenn er dem Vegetarierbund Zusammensetzung, verwendete Zutaten sowie Hilfsstoffe bei der Verarbeitung offen gelegt hat. Jede Änderung der Rezeptur und einzelner Zutaten mache eine neue Prüfung notwendig. Bei Aldi Süd gibt es bereits vegetarische Produkte wie Aufschnitt ohne Fleisch, Fruchtgummi oder Tofu-Bolognese. In den kommenden Monaten kämen weitere Produkte aus den Abteilungen Tiefkühlung, Fertiggerichte, Feinkost und Backwaren hinzu, kündigte der Discounter an.

          Verbraucherschützer und der Vegetarierbund hatten erst kürzlich eine bessere Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln gefordert und falsche Angaben moniert. So bestehen manche „Gemüsefrikadellen“ aus einer nicht unerheblichen Menge Geflügelfleisch, einige Kartoffelchips enthalten tierische Fette. Einer Allensbach-Umfrage zufolge sind rund sieben Millionen Menschen in Deutschland Vegetarier, essen also kein Fleisch. 800.000 Menschen leben demnach vegan, also rein pflanzlich.

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