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Deutsche Post : Für Postfächer müssen Kunden ab März zahlen

  • Aktualisiert am

Wer ein Postfach besitzt, muss in Zukunft mit steigenden Kosten rechnen. Bild: dpa

Die Deutsche Post führt erstmals eine Jahresgebühr von 19,90 Euro für Postfach-Kunden ein. Davon betroffen sind bundesweit etwa 818.000 Selbstabholer.

          Die Nutzer der rund 818.000 Postfächer in Deutschland müssen ab dem 1. März dafür zahlen, dass sie ihre Briefe selbst in der Filiale abholen. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung in ihrer Mittwochsausgabe. Danach hat die Deutsche Post eine Jahresgebühr von 19,90 Euro für die Postfächer eingeführt. Das Unternehmen begründet das Ende der Gratiskultur mit „steigenden Kosten für die Unterhaltung, Reinigung und den Strom“. Lange sei der Postfach-Service umsonst gewesen. Als das konventionelle Briefgeschäft immer mehr zurückging, habe die Post vor 15 Jahren schon eine einmalige Einrichtungsgebühr von 15 Euro etabliert.

          Seit dem 1. Juli 2016 kassiert die Post bereits bei allen Neukunden, die ein Postfach eröffnen. Ab dem 1. März 2017 müssen nun auch alle Bestandskunden die Gebühr bezahlen. Durch die elektronische Konkurrenz mit E-Mails, Messenger-Diensten, aber auch E-Briefen wird immer weniger auf Papier geschrieben.

          Im vergangenen Jahr, so Berechnungen der Bundesnetzagentur, stellten Briefdienste in Deutschland nur noch etwa 15,7 Milliarden Briefe zu. Vor fünf Jahren waren es noch 16,4 Milliarden.

          Ein Postsprecher sagte der WAZ, dass jeder fünfte Brief, den der Bonner Konzernriese befördert, in einem Postfach lande. Deren Zahl und auch die Zustellungsmenge seien zuletzt rückläufig gewesen.

          In diesen Tagen will die Post ihre Kunden schriftlich über die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen informieren. Postfach-Nutzer können per Brief oder Email Widerspruch gegen die Gebühr einlegen.Laut WAZ weist die Post darauf hin, dass der Postfachvertrag bei einem Widerspruch fristgerecht gekündigt werde.

          Quelle: OTS, ancs.

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