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Veröffentlicht: 16.03.2017, 14:01 Uhr

Anfang April Der neue echte Fuffziger kommt

Es ist soweit: Der häufigste Geldschein erhält ein neues Aussehen. Am 4. April kommt nach dem 5er, 10er und 20er jetzt auch ein neuer 50er in Umlauf.

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© reuters Der neue echte Fuffziger kommt: Die wichtigsten Merkmale

46 Prozent aller in Umlauf befindlichen Euro-Geldscheine sind Fünfziger. Die Karriere des Scheines ist beachtlich: Zum Start der Gemeinschaftswährung im Januar 2002 stellte der „Fuffi“ gerade einmal 18 Prozent der Scheine und war damit hinter den kleineren Banknoten nur der vierthäufigste Geldschein.

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Das änderte sich rasch: Im Februar 2002 war er auf Platz drei, im März auf Platz zwei und im Mai schon Spitzenreiter. Seitdem hat er seine Dominanz ausgebaut, vor allem zu Lasten des Fünfers und des Zehners.

Nun bekommt der Herrscher der Banknoten ein neues Gewand - allerdings nicht so richtig. Wie schon bei den neuen Scheinen zuvor, hat sich das Motiv eigentlich nicht verändert. Vielmehr wurde es angepasst, damit auch auf den Fünfziger die neuen Sicherheitsmerkmale passen, die von den anderen neuen Noten schon bekannt sind.

Dazu zählt vor allem das sogenannte Porträt-Fenster. In diesem transparenten Fenster erscheint auf beiden Seiten der Banknote ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa, wenn der Geldschein gegen das Licht gehalten wird. Auf der Rückseite sind beim Kippen im Fenster regenbogenfarbene Wertzahlen zu erkennen.

Zudem erhält der Fünfziger nun wie schon der alte 200- und 500-Euro-Schein ein fühlbares Merkmal: Auf der Vorderseite lassen sich am linken und rechten Rand eine Reihe kurzer erhabener Linien ertasten. Bei Hauptmotiv, Schrift und großer Wertzahl sind ebenfalls Reliefs spürbar. Damit sollen auch Menschen mit Sehschwäche die Stückelungen besser unterscheiden könnten. 

45336811 Der neue und der alte „Fuffziger“: So richtig schenken sie sich in der Optik nichts. © Reuters Bilderstrecke 

Die verbesserten Sicherheitsmerkmale sorgten dafür, dass die 50-Euro-Banknote fälschungssicherer wird und "Blüten" leichter erkennbar sind. Die Bundesbank rechnet damit, dass dadurch auch die Anzahl der 50‑Euro-Fälschungen zurückgedrängt werden kann. Der 50-Euro-Schein ist mit einem Anteil von 61 Prozent die zurzeit in Deutschland am häufigsten gefälschte Banknote. Die Bundesbank hat 2016 in Deutschland 82.150 falsche Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen.

Das entspricht aber nicht nur einem Rückgang  von 14 Prozent zum Vorjahr. Viel mehr ist gemessen an der Zahl der Banknoten die Zahl der Fälschungen verschwindend gering. Beim Fünfziger sind es gerade einmal 0,55 Prozent, also kommt auf 180 echte ein falscher Schein. Beim bislang vergleichsweise noch häufiger gefälschten Zwanziger ist es einer auf 168. Am wenigsten gefälscht wird der Fünfer: auf eine Blüte kommen 279 echte Banknoten.

Neuer Hunderter kommt 2019

Die Herstellung hat bereits begonnen. Mit 2,3 Milliarden Banknoten lässt die Bundesbank mehr als 40 Prozent der Erstausstattung herstellen. Anfang 2019 sollen dann die neuen 100- und 200-Euro-Banknoten in Umlauf gebracht werden. Weil vom Zweihunderter aber gerade einmal nur 234 Millionen Stück in Umlauf sind (etwas mehr als ein Prozent der Scheine), kommen beide Noten gleichzeitig. Parallel wird die Ausgabe der 500-Euro-Banknote eingestellt, so dass sich deren Ersatz erübrigt.

Nach den bisherigen Erfahrungen werde auch der neue 50-Euro-Schein schnell den Weg in die Geldbörsen der Bürger finden, heißt es von der Bundesbank. Bei der Einführung der vorangegangenen Stückelungen habe es in Deutschland nur zwischen zwei und drei Monaten gedauert, bis mehr neue als alten Banknoten im Umlauf gewesen seien.

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