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Krankenkassen : Der Zusatzbeitrag sinkt

Die Unterschiede zwischen den Krankenkassen beschränken sich nicht nur auf die Farben der Karten. Bild: dpa

Dass Versicherte im nächsten Jahr im allgemeinen geringere Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung zahlen, ist eine gute Nachricht. Die Unterschiede zwischen den Kassen werden aber wohl steigen.

          Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Versicherten zur gesetzlichen Krankenversicherung wird 2018 sinken. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wird er dann 1,0 statt bisher 1,1 Prozent vom beitragspflichtigen Einkommen betragen. Bei hohen Einkommen sind das etwa 4,30 Euro im Monat.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Anders als beim allgemeinen Beitrag von 14,6 Prozent legen die einzelnen Kassen die Höhe des Zusatzbeitrages nach ihrer finanziellen Lage selbst fest. Der am Donnerstag im Bundesanzeiger veröffentlichte Betrag spiegelt genau den Satz wider, der notwendig wäre, um im bundesweiten Durchschnitt aller 112 Kassen die erwarteten Ausgaben zu decken.

          Er ist damit eher als ein Orientierungsmaßstab zu verstehen, um die „Preiswürdigkeit“ einer Kasse einzuordnen. Wegen der guten Konjunktur und niedrigen Ausgaben, hat das Kassensystem Reserven von 17,5 Milliarden Euro. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) wertete das als Erfolg seiner Politik. Die Kassen hätten Spielräume „für hochwertige Leistungen bei attraktiven Beiträgen“.

          Diese sehen das differenzierter. Vor allem jene, die sich durch den Finanzausgleich benachteiligt fühlen – also fast alle, außer den Allgemeinen Ortskrankenkassen. Franz Knieps, Vorstand des BKK-Dachverbands, nannte es bedauerlich, dass allein politische Erwägungen den Ausschlag gäben, einem kurzfristigen Absenken die Priorität vor längerfristigen Stabilität der Kassenfinanzen einzuräumen. Die Beitragssatzunterschiede zwischen den Kassen würden wachsen.

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