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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Für das Jahr 2012 Steuer-Erstattung kommt frühestens Ende März

 ·  Wer fürs vergangene Jahr Steuern zurückbekommt, kann sich mit seiner Steuererklärung noch so sputen - das Geld kommt erst Ende März. Denn es dauert eine Weile, die Software umzustellen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (18)

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Stefan Sedlaczek

Kleines Gemecker - große Inkonsequenz

Also bitte, man sollte doch vielleicht einmal die Kirche im Dorf lassen. Das ist ja nun wirklich alles andere als ein Aufreger. Angesichts der widrigen Umstände habe ich kein Problem, insoweit sogar noch von einer Leistung der befaßten Beamten zu sprechen. Unter welchen Bedingungen wird denn da gearbeitet: Politische Vorgaben, die an Qualität zu wünschen lassen, was an Quantität zu viel ist. Ein naturgemäß staatsmonopolistischer Betrieb mit allen innerbetrieblichen Konsequenzen. Und an der EDV laborieren zur Zeit auch andere Betriebe, insbesondere in der Finanzbranche. Da sind die nicht einmal drei Monate (sofort geht ja genau nur eine Sache), nun wirklich akzeptabel.
Wenn man denn nun Steuern überhaupt akzeptiert.
Ich gehöre ja nun zu denen, die Steuern für eine ungute Sache halten. Ganz utilitaristisch. Allerdings ist das Einheben von Steuern auch unsittlich und direkt gegen das Recht gerichtet. Das sah um 1300 sogar der Papst noch so. Und das ist ein Thema, nicht die 3 Monate.

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Marcus Kepper

Wer lesen kann ist klar im Vorteil

Ich schiebe jetzt ganz einfach den schwarzen Peter in Richtung Arbeitgeber, Kranken- und Rentenversicherungsträger. Diese sind verpflichtet bis spätestens Ende Februar die relevanten Daten elekrtonisch zu übermitteln. Erfahrungsgemäß geschiet das in max. 60% der Fälle zuverlässig. Also ist das ne ganz einfache Geschichte. Wenn nix da ist kann auch keine Steuererklärung fürs jahr 2012 bearbeitet werden. Wobei für 2011 ist noch genügend da und auch die auf den letzten Drücker 2008er eingereichten. Kurz noch zur AO. Zu §240, wenn man bei jedem Arzt und Unternehmer seine Rechnung nicht zahlt gibt es Mahngebühren, zum 233a, ne bessere Guthabenverzinsung als beim Staat (6% im Jahr) gibt es nicht.
Viel Spaß damit

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Nils Kuhs

Ich frage mich schon, wer sind eigentlich die ganzen Heulsusen?

Ernsthaft, kein "gestandener" Unternehmer heult doch hier rum. Weil diese doch niemals ihre Erklärungen zu diesem Termin abgeben. Selbst kleine Unternehmer, die es ev. schaffen würden, hätte das Problem mit der Erstattung schon lange mit einer Anpassung der Vorauszahlung erledigen können.
Bleiben noch die Arbeitnehmer. Nur fragt man sich, wer bekommt denn da tatsächlich eine "nennenswerte" Erstattung? Weil man doch i.d.R. alle nennenswerten Beträge in Form von Freibeträgen schon auf der "Lohnsteuerkarte" berücksichtigt hat. Und Eheleute wenden dann noch das Faktorverfahren an...
Da fragt man sich jetzt schon, wer sind denn die Personen, die jetzt nennenswerte Erstattungen bekommen und sich jetzt aufregen, dass das Programm erst im März startet?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 09:04 Uhr
Eberhard Stoeckel

Die Finanzbeamten trifft keine Schuld!

Es sind - wie immer - die Wohltäter und Gesetzesmacher. Ich frage mich, ist unsere geniale (?) IT-Gilde nicht in der Lage, auch einmal nachts und übers Wochenende und ohne Urlaub zu "schaffen". Wie viele Tausend Beamte und Angestellte machen das jahrein jahraus!

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Nils Kuhs

Man sollte die 15 zinsfreien Monate abschaffen....

Bei einigen bricht ja mal wieder eine Welt zusammen und der Weltuntergang scheint bevor zustehen, weil die Steuererklärungen erst im März bearbeitet werden können (Frühester Termin). Lustig, weil wenn das Programm ja z.B. im Januar bereitstehen würde, wüsste man ja auch nicht, wann die Steuererklärung tatsächlich bearbeitet wird.
Aber es gibt ja eine Vorschrift die diese Zeit (Bearbeitung, Festsetzung)... regelt. Für die ersten 15 Monate gibt es keine Zinsen. Weder für Guthaben, noch muss man für Nachzahlungen welche zahlen.
Dies ist ja gerade für den Bürger eine Riesenvorteil (erwartet man eine Erstattung, gibt man früh ab, bei Nachzahlungen möglichst spät). Man sollte doch einfach diese Regelung abschaffen. Weil dann könnte niemand mehr rumheulen. Wäre ja im Grunde egal, wann die Steuererklärung bearbeitet wird bzw. das Programm eingesetzt werden kann... es wird ja verzinst....

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 09:14 Uhr
Eberhard Stoeckel

Wenn er Finanzbeamter sein sollte,

dann wäre er sicher erst einmal ein besserer Kenner der Materie als ein nörgelnder "demokratischer" Mitbürger.
Ich habe eher den Verdacht, herr Schäuble will für ein Vierteljahr etwas Geld in der Kasse haben. Er stört aber damit die Ankurbelung der Konjunktur. Ich z. B. wollte meine frühzeitige Steuerrückzahlung dazu benutzen, in Kürze z. T. meine notwendige Terrassen-Erneuerung damit zu unterfüttern. Der Handwerksbetrieb dürfte sich jetzt schon darüber freuen, weil er keine Hungerlöhne zahlt.

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Nils Kuhs

Herr Cordabo ich musst glatt nochmals lachen....

Habe nochmals über Ihre These mit dem Obrigkeit bzw. Staat und dienen nachgedacht. Gerade in Bezug auf diesen Sachverhalt.
Also, Fakt ist, selten wurde der Bürger gegenüber dem Staat so gut gestellt, wie bei dieser Regelung. Fakt ist, wer eine Nachzahlung erwartet, der kann die Abgabe ohne Problem heraus zögern. Fakt ist, wer eine Erstattung erwartet, der gibt zeitnah ab. Solange das Programm nicht aktiv ist, hat der Staat weder Einnahmen noch Ausgaben. Ergo, der Staat hat niemals einen Vorteil.
Wie gesagt, soll der Staat noch mehr Geld ausgeben, damit das Programm schneller bereit steht? Nochmals, die einzige realistische Alternative wäre ja die Abschaffung der 15 zinsfreien Monate. Aber lustig, wenn man dies fordert, dann wird man von Ihnen angegangen... Lustig, weil man ja vermuten kann, Sie haben den Sachverhalt überhaupt nicht verstanden....

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Nils Kuhs

Danke für den Lacher....

Lesen Sie erstmals aufmerksam. Weil dann bräuchten Sie nicht mit solchen Kindereien bzw. Unterstellungen zu argumentieren (Finanzbeamter).
Und lernen Sie sachlich zu argumentieren. Fakt ist, es gibt die 15 Monate in denen weder der Staat noch der Bürger Zinsen bekommt. Da herrscht ja gerade keine "Obrigkeit". Da herrscht absolute Gleichberechtigung.
Wie gesagt, ich kann über Aussagen wie die Ihre nur lachen "Ich will mein Geld zurück, jawohl!". Aber denken Sie erstmals nach. Weil dies ja im Umkehrschluss bedeutet, dass auch viele Geld zahlen müssen. Ergo, der Staat hat tatsächlich nicht den geringsten Vorteil von der Geschichte.
Und geben Sie doch eine Antwort, sollte man die 15 Monate nicht abschaffen? Oder wären Sie dafür, dass der Staat mehr Geld ausgibt, damit dieses Programm ein paar Monate früher läuft?
Ich kann mit März leben. Sie wären für höhere Ausgaben. Das ist der Unterschied zwischen uns beiden.

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Aldo Cordoba

Eifrig bemüht

Sie sind wohl Finanzbeamter?

Aus Ihren Kommentaren spricht doch ein merkwürdiges Verständnis zwischen Staat und Bürgern. Der Obrigkeitsstaat war im 19. Jahrhundert, nur zur Information.

Der Staat hat zu dienen - dafür bekommt er neben vielen anderen Abgaben zweckungebundene Steuern - und zwar in REKORDHÖHE!

Ich will mein Geld zurück, jawohl!

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Otto Meier

Das ist doch überhaupt kein Problem.

Denn die meisten abhängig Beschäftigten geben wohl immer noch keine Steuererklärung ab.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 15:28 Uhr
Nils Kuhs

Schade....

Weil ich auch immer wieder den Leuten vorhalte, dass es sich wohl lohnen würde, eine Steuererklärung abzugeben. Es ist ja i.d.R. so, dass derjenige der nachzahlen muss, i.d.R. auch abgeben muss. Viele (also Arbeitnehmer) bekommen Geld raus, sind aber nicht zur Abgabe verpflichtet und machen es auch nicht.
Wie gesagt, mich würde eine "verlässliche" Zahl auch interessieren.

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Otto Meier

Nein, Herr Kuhs, habe ich nicht.

Das ist lediglich mein persönliches Umfeld, auf das ich mich stütze und dem ich irgendwie mehr vertraue, als "repräsentativen" Umfragen. Dennoch habe ich ein "wohl" eingefügt, um die Unbestimmtheit meiner Aussage zu verdeutlichen.

Sicherlich gibt es Zahlen der Finanzämter dazu, aber die habe ich so schnell auch nicht gefunden. Dennoch bin ich mir ziemlich sicher, daß es so ist.

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Nils Kuhs

Haben Sie für diese Aussage eine Quelle?

Ich gebe zu, ich habe nur ganz schnell google genutzt und habe folgendes Ergebnis bekommen: "....jeder achte Beschäftigte gibt 2012 keine Steuererklärung ab.... Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage der IW Consult GmbH in Köln exklusiv für die WirtschaftsWoche."
Haben Sie andere Quellen? Würde mich wirklich interessieren!

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Hans Böhringer

Italien läßt grüssen ...

... dem Steuerzahler läßt man diese Freiheit nicht! § 240 AO: "Wird eine Steuer nicht bis zum Ablauf des Fälligkeitstages entrichtet, so ist für jeden angefangenen Monat der Säumnis ein Säumniszuschlag von 1 vom Hundert des abgerundeten rückständigen Steuerbetrags zu entrichten; abzurunden ist auf den nächsten durch 50 Euro teilbaren Betrag."
Dem Politiker, Beamten usw. muß ja schließlich die Möglichkeit gegeben werden, die Steuergelder zu verschwenden. Eine Aufzählung erübrigt sich, möchte aber trotzdem auf die Verhöhnung der Steuerzahler mit dem Zitat eines berühmten Berliners hinweisen: "Berlin ist arm aber sexy." Woher diese Armut kommt, trotz hunderten von Milliarden Steuergelder aus dem ganzen Land kann sich jeder selbst ausmalen - auch die einfachen Menschen sind dazu fähig!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 12:07 Uhr
Nils Kuhs

Kann es sein, dass Sie vom Steuerrecht überhaupt keine Ahnung haben?

Haben Sie überhaupt eine Ahnung, wann §240 AO angewandt wird? Meinen Sie nicht, in diesem Zusammenhang ist §233a AO die Vorschrift die man beachten muss?
Besonders lustig finde ich Ihre Feststellung, "diese Freiheit lässt man die Freiheit nicht". Also, einmal geht es um die Steuererklärung und die Festsetzung der Steuern. Diese Steuer wird sowohl bei Nachzahlungen als auch bei Erstattungen absolut gleich festgesetzt (§233a AO). Wie Sie da einen Bezug zu §240 AO herstellen, ist wohl Ihr persönliches Geheimnis....

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Nils Kuhs

Wetten die einfachen Menschen regen sich auf?

Das Problem wird wieder einmal sein, dass die Leute die Entwicklung vergessen haben. Alle einfachen Menschen werden die Entwicklung vergessen haben. Wie zeitnah heute die Software bereitgestellt wird bzw. die Steuererklärungen bearbeitet werden, wird wieder in den Hintergrund treten. Jede Wette, es werden sich wieder gegenseitig Märchen erzählt, wie "lange" es bei einem persönlich gedauert hat.
Ach und die Sache mit dem Zinsmärchen wird auch kommen (Verlust des Bürgers, wenn er das Geld früher hat). Aber mal ein Blick aufs Finanzamt: Die ersten 15 Monate gibt es gar keine Zinsen. Ergo, jeder der eine Erstattung erwartet, wird möglichst schnell seine Steuer erledigen, der der nach zahlt, wird so spät wie möglich dies machen. Aber garantiert wird dies jetzt unterschlagen und behauptet, der Staat will den Bürgern schaden...

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 05.01.2013 10:54 Uhr

Das neue Jahr ...

ist ja auch so etwas von überraschend gekommen, da braucht es eben halt noch ein paar Monate, bis Zahlungen vom Finanzamt kommen, das muss man doch verstehen.
Frage: Wie hoch sind denn die Zinseinnahmen von den Geldern, die dem Bürger erst einmal vorenthalten werden???

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 11:21 Uhr
Nils Kuhs

Welch ein Witz

Entschuldigen Sie, aber ich muss wirklich lachen. Wer die Entwicklung kennt, wer weiß, wie sich die Sache mit den Steuererklärungen, Bearbeitungszeit... entwickelt hat, der kann wirklich nur lachen. Da verschiebt sich der erstmalige Bearbeitungstermin um 3 Monate und Sie regen sich auf? Zinseinnahmen? Ja rechnen Sie mal vor. 3 Monate Zinsausfall, dass werden ja riesige Beträge sein. Wie gesagt, sehe Sie die Sache doch mal aus der Sicht des Staates: Für die ersten 15 Monate gibt es keine Zinsen (Weder für Erstattungen, noch für Nachzahlungen). Ergo, jeder der Geld wiederbekommt, gibt sehr schnell ab, jeder der nachzahlen muss, zögert dies so lange wie möglich raus. Also, helfen Sie mir, wer zahlt beim Thema "Zinsen" und "Steuererklärungen" tatsächlich drauf? Mal eine Frage: Sollte man es nicht gerecht machen? Verzinsung ab dem ersten Monat?

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