05.01.2013 · Wer fürs vergangene Jahr Steuern zurückbekommt, kann sich mit seiner Steuererklärung noch so sputen - das Geld kommt erst Ende März. Denn es dauert eine Weile, die Software umzustellen.
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Kleines Gemecker - große Inkonsequenz
Also bitte, man sollte doch vielleicht einmal die Kirche im Dorf lassen.
Das ist ja nun wirklich alles andere als ein Aufreger. Angesichts der
widrigen Umstände habe ich kein Problem, insoweit sogar noch von
einer Leistung der befaßten Beamten zu sprechen. Unter welchen
Bedingungen wird denn da gearbeitet: Politische Vorgaben, die an
Qualität zu wünschen lassen, was an Quantität zu viel
ist. Ein naturgemäß staatsmonopolistischer Betrieb mit allen
innerbetrieblichen Konsequenzen. Und an der EDV laborieren zur Zeit auch
andere Betriebe, insbesondere in der Finanzbranche. Da sind die nicht
einmal drei Monate (sofort geht ja genau nur eine Sache), nun wirklich akzeptabel.
Wenn man denn nun Steuern überhaupt akzeptiert.
Ich gehöre ja nun zu denen, die Steuern für eine ungute Sache
halten. Ganz utilitaristisch. Allerdings ist das Einheben von Steuern
auch unsittlich und direkt gegen das Recht gerichtet. Das sah um 1300
sogar der Papst noch so. Und das ist ein Thema, nicht die 3 Monate.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil
Ich schiebe jetzt ganz einfach den schwarzen Peter in Richtung
Arbeitgeber, Kranken- und Rentenversicherungsträger. Diese sind
verpflichtet bis spätestens Ende Februar die relevanten Daten
elekrtonisch zu übermitteln. Erfahrungsgemäß geschiet
das in max. 60% der Fälle zuverlässig. Also ist das ne ganz
einfache Geschichte. Wenn nix da ist kann auch keine
Steuererklärung fürs jahr 2012 bearbeitet werden. Wobei
für 2011 ist noch genügend da und auch die auf den letzten
Drücker 2008er eingereichten. Kurz noch zur AO. Zu §240, wenn
man bei jedem Arzt und Unternehmer seine Rechnung nicht zahlt gibt es
Mahngebühren, zum 233a, ne bessere Guthabenverzinsung als beim
Staat (6% im Jahr) gibt es nicht.
Viel Spaß damit
Ich frage mich schon, wer sind eigentlich die ganzen Heulsusen?
Ernsthaft, kein "gestandener" Unternehmer heult doch hier rum.
Weil diese doch niemals ihre Erklärungen zu diesem Termin abgeben.
Selbst kleine Unternehmer, die es ev. schaffen würden, hätte
das Problem mit der Erstattung schon lange mit einer Anpassung der
Vorauszahlung erledigen können.
Bleiben noch die Arbeitnehmer. Nur fragt man sich, wer bekommt denn da
tatsächlich eine "nennenswerte" Erstattung? Weil man doch
i.d.R. alle nennenswerten Beträge in Form von Freibeträgen
schon auf der "Lohnsteuerkarte" berücksichtigt hat. Und
Eheleute wenden dann noch das Faktorverfahren an...
Da fragt man sich jetzt schon, wer sind denn die Personen, die jetzt
nennenswerte Erstattungen bekommen und sich jetzt aufregen, dass das
Programm erst im März startet?
Die Finanzbeamten trifft keine Schuld!
Es sind - wie immer - die Wohltäter und Gesetzesmacher. Ich frage mich, ist unsere geniale (?) IT-Gilde nicht in der Lage, auch einmal nachts und übers Wochenende und ohne Urlaub zu "schaffen". Wie viele Tausend Beamte und Angestellte machen das jahrein jahraus!
Man sollte die 15 zinsfreien Monate abschaffen....
Bei einigen bricht ja mal wieder eine Welt zusammen und der
Weltuntergang scheint bevor zustehen, weil die Steuererklärungen
erst im März bearbeitet werden können (Frühester Termin).
Lustig, weil wenn das Programm ja z.B. im Januar bereitstehen
würde, wüsste man ja auch nicht, wann die Steuererklärung
tatsächlich bearbeitet wird.
Aber es gibt ja eine Vorschrift die diese Zeit (Bearbeitung,
Festsetzung)... regelt. Für die ersten 15 Monate gibt es keine
Zinsen. Weder für Guthaben, noch muss man für Nachzahlungen
welche zahlen.
Dies ist ja gerade für den Bürger eine Riesenvorteil (erwartet
man eine Erstattung, gibt man früh ab, bei Nachzahlungen
möglichst spät). Man sollte doch einfach diese Regelung
abschaffen. Weil dann könnte niemand mehr rumheulen. Wäre ja
im Grunde egal, wann die Steuererklärung bearbeitet wird bzw. das
Programm eingesetzt werden kann... es wird ja verzinst....
Wenn er Finanzbeamter sein sollte,
dann wäre er sicher erst einmal ein besserer Kenner der Materie als
ein nörgelnder "demokratischer" Mitbürger.
Ich habe eher den Verdacht, herr Schäuble will für ein
Vierteljahr etwas Geld in der Kasse haben. Er stört aber damit die
Ankurbelung der Konjunktur. Ich z. B. wollte meine frühzeitige
Steuerrückzahlung dazu benutzen, in Kürze z. T. meine
notwendige Terrassen-Erneuerung damit zu unterfüttern. Der
Handwerksbetrieb dürfte sich jetzt schon darüber freuen, weil
er keine Hungerlöhne zahlt.
Herr Cordabo ich musst glatt nochmals lachen....
Habe nochmals über Ihre These mit dem Obrigkeit bzw. Staat und
dienen nachgedacht. Gerade in Bezug auf diesen Sachverhalt.
Also, Fakt ist, selten wurde der Bürger gegenüber dem Staat so
gut gestellt, wie bei dieser Regelung. Fakt ist, wer eine Nachzahlung
erwartet, der kann die Abgabe ohne Problem heraus zögern. Fakt ist,
wer eine Erstattung erwartet, der gibt zeitnah ab. Solange das Programm
nicht aktiv ist, hat der Staat weder Einnahmen noch Ausgaben. Ergo, der
Staat hat niemals einen Vorteil.
Wie gesagt, soll der Staat noch mehr Geld ausgeben, damit das Programm
schneller bereit steht? Nochmals, die einzige realistische Alternative
wäre ja die Abschaffung der 15 zinsfreien Monate. Aber lustig, wenn
man dies fordert, dann wird man von Ihnen angegangen... Lustig, weil man
ja vermuten kann, Sie haben den Sachverhalt überhaupt nicht verstanden....
Danke für den Lacher....
Lesen Sie erstmals aufmerksam. Weil dann bräuchten Sie nicht mit
solchen Kindereien bzw. Unterstellungen zu argumentieren (Finanzbeamter).
Und lernen Sie sachlich zu argumentieren. Fakt ist, es gibt die 15
Monate in denen weder der Staat noch der Bürger Zinsen bekommt. Da
herrscht ja gerade keine "Obrigkeit". Da herrscht absolute Gleichberechtigung.
Wie gesagt, ich kann über Aussagen wie die Ihre nur lachen
"Ich will mein Geld zurück, jawohl!". Aber denken Sie
erstmals nach. Weil dies ja im Umkehrschluss bedeutet, dass auch viele
Geld zahlen müssen. Ergo, der Staat hat tatsächlich nicht den
geringsten Vorteil von der Geschichte.
Und geben Sie doch eine Antwort, sollte man die 15 Monate nicht
abschaffen? Oder wären Sie dafür, dass der Staat mehr Geld
ausgibt, damit dieses Programm ein paar Monate früher läuft?
Ich kann mit März leben. Sie wären für höhere
Ausgaben. Das ist der Unterschied zwischen uns beiden.
Eifrig bemüht
Sie sind wohl Finanzbeamter?
Aus Ihren Kommentaren spricht doch ein merkwürdiges
Verständnis zwischen Staat und Bürgern. Der Obrigkeitsstaat
war im 19. Jahrhundert, nur zur Information.
Der Staat hat zu dienen - dafür bekommt er neben vielen anderen
Abgaben zweckungebundene Steuern - und zwar in REKORDHÖHE!
Ich will mein Geld zurück, jawohl!
Das ist doch überhaupt kein Problem.
Denn die meisten abhängig Beschäftigten geben wohl immer noch keine Steuererklärung ab.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 15:28 UhrSchade....
Weil ich auch immer wieder den Leuten vorhalte, dass es sich wohl lohnen
würde, eine Steuererklärung abzugeben. Es ist ja i.d.R. so,
dass derjenige der nachzahlen muss, i.d.R. auch abgeben muss. Viele
(also Arbeitnehmer) bekommen Geld raus, sind aber nicht zur Abgabe
verpflichtet und machen es auch nicht.
Wie gesagt, mich würde eine "verlässliche" Zahl auch
interessieren.
Nein, Herr Kuhs, habe ich nicht.
Das ist lediglich mein persönliches Umfeld, auf das ich mich
stütze und dem ich irgendwie mehr vertraue, als
"repräsentativen" Umfragen. Dennoch habe ich ein
"wohl" eingefügt, um die Unbestimmtheit meiner Aussage zu verdeutlichen.
Sicherlich gibt es Zahlen der Finanzämter dazu, aber die habe ich
so schnell auch nicht gefunden. Dennoch bin ich mir ziemlich sicher,
daß es so ist.
Haben Sie für diese Aussage eine Quelle?
Ich gebe zu, ich habe nur ganz schnell google genutzt und habe folgendes
Ergebnis bekommen: "....jeder achte Beschäftigte gibt 2012
keine Steuererklärung ab.... Zu diesen Ergebnissen kommt eine
repräsentative Umfrage der IW Consult GmbH in Köln exklusiv
für die WirtschaftsWoche."
Haben Sie andere Quellen? Würde mich wirklich interessieren!
... dem Steuerzahler läßt man diese Freiheit nicht! §
240 AO: "Wird eine Steuer nicht bis zum Ablauf des
Fälligkeitstages entrichtet, so ist für jeden angefangenen
Monat der Säumnis ein Säumniszuschlag von 1 vom Hundert des
abgerundeten rückständigen Steuerbetrags zu entrichten;
abzurunden ist auf den nächsten durch 50 Euro teilbaren Betrag."
Dem Politiker, Beamten usw. muß ja schließlich die
Möglichkeit gegeben werden, die Steuergelder zu verschwenden. Eine
Aufzählung erübrigt sich, möchte aber trotzdem auf die
Verhöhnung der Steuerzahler mit dem Zitat eines berühmten
Berliners hinweisen: "Berlin ist arm aber sexy." Woher diese
Armut kommt, trotz hunderten von Milliarden Steuergelder aus dem ganzen
Land kann sich jeder selbst ausmalen - auch die einfachen Menschen sind
dazu fähig!
Kann es sein, dass Sie vom Steuerrecht überhaupt keine Ahnung haben?
Haben Sie überhaupt eine Ahnung, wann §240 AO angewandt wird?
Meinen Sie nicht, in diesem Zusammenhang ist §233a AO die
Vorschrift die man beachten muss?
Besonders lustig finde ich Ihre Feststellung, "diese Freiheit
lässt man die Freiheit nicht". Also, einmal geht es um die
Steuererklärung und die Festsetzung der Steuern. Diese Steuer wird
sowohl bei Nachzahlungen als auch bei Erstattungen absolut gleich
festgesetzt (§233a AO). Wie Sie da einen Bezug zu §240 AO
herstellen, ist wohl Ihr persönliches Geheimnis....
Wetten die einfachen Menschen regen sich auf?
Das Problem wird wieder einmal sein, dass die Leute die Entwicklung
vergessen haben. Alle einfachen Menschen werden die Entwicklung
vergessen haben. Wie zeitnah heute die Software bereitgestellt wird bzw.
die Steuererklärungen bearbeitet werden, wird wieder in den
Hintergrund treten. Jede Wette, es werden sich wieder gegenseitig
Märchen erzählt, wie "lange" es bei einem
persönlich gedauert hat.
Ach und die Sache mit dem Zinsmärchen wird auch kommen (Verlust des
Bürgers, wenn er das Geld früher hat). Aber mal ein Blick aufs
Finanzamt: Die ersten 15 Monate gibt es gar keine Zinsen. Ergo, jeder
der eine Erstattung erwartet, wird möglichst schnell seine Steuer
erledigen, der der nach zahlt, wird so spät wie möglich dies
machen. Aber garantiert wird dies jetzt unterschlagen und behauptet, der
Staat will den Bürgern schaden...
ist ja auch so etwas von überraschend gekommen, da braucht es eben
halt noch ein paar Monate, bis Zahlungen vom Finanzamt kommen, das muss
man doch verstehen.
Frage: Wie hoch sind denn die Zinseinnahmen von den Geldern, die dem
Bürger erst einmal vorenthalten werden???
Welch ein Witz
Entschuldigen Sie, aber ich muss wirklich lachen. Wer die Entwicklung kennt, wer weiß, wie sich die Sache mit den Steuererklärungen, Bearbeitungszeit... entwickelt hat, der kann wirklich nur lachen. Da verschiebt sich der erstmalige Bearbeitungstermin um 3 Monate und Sie regen sich auf? Zinseinnahmen? Ja rechnen Sie mal vor. 3 Monate Zinsausfall, dass werden ja riesige Beträge sein. Wie gesagt, sehe Sie die Sache doch mal aus der Sicht des Staates: Für die ersten 15 Monate gibt es keine Zinsen (Weder für Erstattungen, noch für Nachzahlungen). Ergo, jeder der Geld wiederbekommt, gibt sehr schnell ab, jeder der nachzahlen muss, zögert dies so lange wie möglich raus. Also, helfen Sie mir, wer zahlt beim Thema "Zinsen" und "Steuererklärungen" tatsächlich drauf? Mal eine Frage: Sollte man es nicht gerecht machen? Verzinsung ab dem ersten Monat?