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Veröffentlicht: 15.01.2013, 14:39 Uhr

Forsa-Umfrage Vor allem jüngere Deutsche wollen mehr sparen

Jeder dritte Deutsche unter 30 Jahren will dieses Jahr mehr Geld zur Seite legen. Die Mehrheit hat aber andere Pläne, aus ihrer Sicht lohnt sich sparen nicht.

© dpa Vor allem jüngere Deutsche wollen mehr sparen

Vor allem jüngere Deutsche wollen 2013 mehr Geld auf die hohe Kante legen. Bei den 18- bis 29-Jährigen will etwa jeder Dritte mehr sparen als im vergangenen  Jahr, wie eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland ergab. Über alle Altersklassen  hinweg planen allerdings nur 16 Prozent der Bundesbürger, mehr Geld  beiseite zu legen. Bei den über 50-Jährigen sind es sogar weniger als zehn Prozent.

Wer mehr Geld zurücklegen will, will dies vor allem durch Minderausgaben in anderen Bereichen etwa durch weniger Restaurantbesuche, weniger Autofahrten und geringere Energieausgaben erreichen - oder einen erwarteten Anstieg beim  Einkommen. Jeder Vierte rechnet zudem mit zusätzlichen Einnahmen durch einen Nebenjob.

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Die Mehrheit der Deutschen (62 Prozent) möchte in diesem Jahr  hingegen nicht mehr auf die hohe Kante legen als 2012. Jeder Fünfte will seinen Sparanteil sogar reduzieren. Viele halten demnach die Sparbemühungen angesichts des aktuellen Zinsniveaus für nicht lohnenswert. Andere rechnen mit Gehaltseinbußen, wollen Teilzeit arbeiten oder planen eine größere Anschaffung. Angst vor Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten sind weitere Motive, warum jeder fünfte Bundesbürger seinen Sparanteil zurückfahren will.

Mehr sparen möchten 2013 der Umfrage zufolge vor allem die Hamburger (25 Prozent) und Bremer (21 Prozent). Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern (28 Prozent) und Baden-Württemberg (24  Prozent) planen hingegen besonders häufig, künftig weniger Geld beiseite zu legen. Im Oktober und November wurden insgesamt 1673 Bundesbürger zwischen 18 und 69 Jahren befragt.

Geld © dapd Vergrößern Wegen des niedrigen Zinsniveaus behalten viele Deutsche ihr Geld lieber im Portemonnaie

Quelle: FAZ.NET/AFP

 

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