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Fragen zum Geld : Wie sichere ich mir niedrige Bauzinsen?

Niedriger Zins: Jetzt noch schnell ein Haus bauen oder kaufen. Bild: dpa

Wer ein Haus bauen oder kaufen will, sollte sich beeilen. Denn die Zinsen könnten bald wieder steigen. Wer einen laufenden Kreditvertrag hat, für den gibt es eine andere gute Option.

          Wer dieser Tage ein Haus kaufen oder bauen will, der hat nur eine Chance: den Vertrag jetzt rasch eintüten, bevor die Zinsen wieder steigen. Und die Zinsen für eine möglichst lange Laufzeit festlegen. Möglichst gleich für 15 Jahre und mehr.

          Nadine Oberhuber

          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wer bereits einen laufenden Kreditvertrag hat, der kann es etwas ruhiger angehen lassen und sich dennoch die niedrigen Zinsen noch für viele Jahre sichern: mit einem Forward-Darlehen nämlich. Damit kann man die Konditionen für die Anschlussfinanzierung schon jetzt fix aushandeln und sich die derzeit niedrigen Zinsen sichern. Und zwar bis zu fünf Jahre vor Ablaufen der Zinsbindung. Also: Bei der Bank nach einem solchen Forward-Darlehen fragen und am besten auch Angebote von anderen Kredithäusern einholen.

          Allerdings gibt es solche Forward-Darlehen nur mit einem Aufschlag von rund 0,35 Prozent auf die jetzigen Konditionen – die liegen bei knapp 1,5 Prozent für 10 Jahre Laufzeit und unter 2 Prozent für 15 Jahre. Es gibt sie also nicht kostenlos. Dafür sparen sie bares Geld: Steigen die Zinsen demnächst wieder auf 2,85 Prozent, wie zuletzt 2013, so kann der kleine Zins von heute eine Ersparnis von 15.000 Euro an Zinszahlungen ausmachen, so rechnen Kreditvermittler vor.

          Insgesamt sollten Immobilienfinanzierer gerade jetzt aufpassen, dass sie sich mit dem Kredit nicht übernehmen – denn die Zinsen werden langfristig steigen, so viel ist klar. Auch dann aber sollten die Raten bezahlbar bleiben. Als Faustregel gilt: Mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens sollte nicht für die Kreditrate draufgehen. Zudem gilt: Je mehr Eigenkapital ein Hauskäufer mitbringt, desto günstiger wird der Kredit.

          Mindestens 10 bis 15 Prozent (also die anfallenden Kaufnebenkosten) sollte man auf jeden Fall gespart haben und sich nicht von der Bank leihen müssen. Außerdem gilt: Eine möglichst hohe Anfangstilgung wählen, dann verkürzt sich die Rückzahlungszeit, und es fallen weniger Zinsen an. Auch hohe Sondertilgungen ersparen Zinsausgaben.

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