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FAZ.NET-Aktion So war das Weihnachts-Wichteln

 ·  Selbst komponierte Klaviermusik, gebastelte Karten und ein Paket für die Sinne: Die FAZ.NET-Nutzer ließen sich so einiges einfallen, um ihren Wichtelpartnern eine Freude zu machen.

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Die Weihnachtszeit ist vorbei und dutzende FAZ.NET-Nutzer können sich über ein originelles Wichtel-Geschenk freuen. Die Onlineredaktion der FAZ hatte ihre Leser im frisch vergangenen Jahr dazu aufgerufen, sich zum Fest der Liebe unbekannterweise gegenseitig eine kleine Freude zu machen. Und die Teilnehmer gingen kreativ und ideenreich zur Sache.

Der eine bastelte selbst eine Karte, der andere verschenkte eine CD mit selbst komponierter Klaviermusik. Von Lesezeichen in Schmetterlingsform über Weihnachtsbücher und ein Paket für alle Sinne reichten die Geschenkideen unserer Wichtel. Edle Tropfen, sonnige Kalender und die „Herr der Ringe“-Trilogie waren ebenso dabei. Manch ein Leser verschickte auch einen langen Brief an den unbekannten Geschenk-Partner, in dem er von früheren Wichtel-Erlebnissen berichtete.

Insgesamt kam die Aktion bei allen Teilnehmern sehr gut an, sogar bei denen, die leider kein Wichtelgeschenk bekamen. Es ist bedauerlich, dass doch einige Menschen die Aktion nicht so ernst genommen haben, wie es zu wünschen gewesen wäre. Aber wir schrieb doch eine Betroffene: „Ich glaube an das Gute in meinem Wichtel und vermute eher Langfinger unter den Mitarbeitern der Post.“ Überlegenswert daher der Vorschlag, den Adressaufkleber etwas dezenter zu gestalten um nicht zu offensichtlich zu signalisieren, dass es sich um ein Geschenk handelt.

Kritik an der Kostenvorgabe

Am meisten Kritik gab es an der Vorgabe, dass das Geschenk einschließlich Porto nicht mehr als 5 Euro kosten sollte. „Ja kennt ihr in Frankfurt nicht die Portopreise?“, hieß es. Doch die Nutzer zeigten sich flexibel: Mancher hielt sich einfach nicht ganz daran, andere wurden sehr kreativ. Ein guter Vorschlag, der öfter gemacht wurde, war dass die Vorgabe auf 5 Euro zuzüglich Porto lauten sollte. Entspannender wäre auch wohl ein früherer Start der Aktion – gleichfalls eine gute Anregung.

Unterschiedlich waren die Erwartungen an Antworten. Mancher hatte nichts erwartet und war zufrieden, anderen hätte es gereicht, wenn sich das Gegenüber auch als FAZ.NET-Kommentator zu erkennen gegeben hätte. Wieder andere hätten sich sogar den Beginn einer wunderbaren Brief- oder Mailfreundschaft vorstellen können. Und so gab es auch mal den ein oder anderen Frust: „Man hält wohl in Deutschland nicht sehr viel von Kommunikation und netten Ideen.“

An Socken und anderem scheiden sich die Geister

Auch die Zufriedenheit mit den erhaltenen Geschenken war unterschiedlich. „Ich habe mich sehr darüber gefreut“, „Ein sehr sinnvolles Geschenk“ „Ich bin ganz großzügig überrascht worden mit vielen Aufmerksamkeiten“ – das war die positive Seite. „Der Papiercontainer ist nicht weit“, „Ob „Wichteln“ bedeutet, dass man etwas verschenkt, was man sowieso übrig hat?“ – das war die negative.

Aber so ist das beim Wichteln: Man weiß nicht, was man bekommt und bisweilen auch nicht, wen man beschenkt. Denn es gibt die Variante mit der Auslosung von Namen – das ist in Betrieben oder Schulen favorisiert. Aber es gibt auch den „Grabbelsack“ oder „Hausgreul“. Da wird dann entweder gewürfelt oder einfach aus dem großen Sack gegriffen. Und wie wir von einem Teilnehmer wissen: Dem einen sind selbstgestrickte Socken peinlich, der andere freut sich über endlich einmal warme Füße.

Aber gerade etwas für einen völlig Unbekannten auszusuchen, fanden viele Nutzer faszinierend. Manch einer suchte sogar im Internet nach, um etwas über seinen Wichtel zu erfahren. Und grundsätzlich fanden die Teilnehmer die Aktion sehr gelungen. „Mein Gott, wann habe ich das zuletzt gemacht?“, stellte sich nicht nur einer die Frage und teilte bisweilen seine persönliche Wichtelgeschichte mit.

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14.01.2013, 12:29 Uhr

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