Die Energiewende wird für die Privathaushalte laut einer Studie auch immer teurer, weil die Industrie zunehmend von Rabatten auf den Strompreis profitiert. 57 Euro extra werde ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Verbrauch von jährlich 3500 Kilowattstunden 2013 voraussichtlich wegen dieser Rabatte zahlen müssen. Das hat das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen berechnet. Für dieses Jahr geht die Studie, die AFP am Dienstag vorlag, von einer Mehrbelastung der Privathaushalte von 36 Euro aus.
Den Anstieg erklären die Autoren der Studie mit neuen Regeln, die es immer mehr Unternehmen erlauben, von Vergünstigungen zu profitieren. Für 2013 beantragten demnach nicht nur Firmen aus energieintensiven Branchen wie der Metall- und Papierindustrie die Erleichterungen. Auch Golfplätze, Mäster und Händler wie Aldi und C&A stellten demnach entsprechende Anträge bei der Bundesnetzagentur. Laut Studie werden die Zusatzkosten für die Haushalte 2013 deshalb auf insgesamt 5,6 Milliarden Euro steigen. Dieses Jahr lägen sie bei 3,9 Milliarden Euro.
Unternehmen, die mehr als eine bestimmte Menge Strom verbrauchen, können Vergünstigungen für verschiedene Umlagen beantragen. Dazu zählen die Umlagen zur Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien und von Kraftwerken, die Kraft-Wärme-Kopplung nutzen. Zusätzlich gibt es Rabatte bei den Netznutzungsentgelten und - ab 2013 - der Umlage für die Anbindung von Windkraftanlagen auf dem Meer ans Netz.
Sage mir, wer die Studie in Auftrag gegeben hat, und ich sage Dir das Ergebnis
Helmut Erb (HelmutErb)
- 02.10.2012, 22:15 Uhr
Warum jammenr hier alle ohne Nachdenken ?
Wolfgang Faßbender (Orwell84)
- 02.10.2012, 18:32 Uhr
Trotz Rabatten kostet Strom der Industrie in D soviel wie Strom für
Privathaushalte in Frankreich
Frank Wunderlich-Pfeiffer (zoelpf)
- 02.10.2012, 18:30 Uhr
36 € höhere Kosten -So dramatisch ist das nicht
Ludwig Kirschstein (Bleyfuss)
- 02.10.2012, 16:19 Uhr
Haltet den Dieb
Harald Sulzmann (hsulzmann)
- 02.10.2012, 15:49 Uhr