http://www.faz.net/-gv6-76fxa
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 10.02.2013, 14:08 Uhr

DIW-Studie Frauen droht wegen geringeren Vermögens eher Altersarmut

Verheiratete Frauen haben im Schnitt 33.000 Euro weniger Vermögen als ihre Männer, das ergab eine Studie. Angesichts hoher Scheidungsraten ist das für die Forscher ein Grund zur Warnung.

© dpa Wenn Frau sich nicht mehr darum kümmert, selbst ein Vermögen aufzubauen, sieht sie später alt aus.

Die Gefahr von Altersarmut ist für Frauen deutlich größer als für Männer. Das legt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu den Vermögen von Männern und Frauen innerhalb einer Partnerschaft nahe. Demnach besitzen Frauen, die mit einem Mann zusammenleben, im Durchschnitt 33.000 Euro weniger als ihre Partner.

„Frauen in Partnerschaften sollten frühzeitig mehr Wert auf ihre individuelle Altersvorsorge legen“, folgerte DIW-Ökonom Markus Grabka in der „Welt am Sonntag“. Das gelte besonders angesichts steigender Scheidungsraten, heißt es in der Studie, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Danach werde zwar meistens das während der Ehe erworbene Vermögen geteilt - häufig hätten Männer aber schon vor der Hochzeit mehr auf die hohe Kante gelegt.

Entscheidet die Frau über die Finanzen, ist die Versorgungslücke am geringsten

Das Institut wertete Antworten von 7200 Paaren aus dem Jahr 2007 aus. Demnach hat bei 52 Prozent der zusammenlebenden heterosexuellen Paare der Mann ein größeres Vermögen als die Frau. Durchschnittlich lag der Unterschied in dieser Teilgruppe bei 92.000 Euro. Bei 19 Prozent der Fälle lägen Frau und Mann etwa gleichauf. Bei 29 Prozent der Paare sei die Frau reicher, durchschnittlich um 48.000 Euro.

Mehr zum Thema

Am geringsten ist nach der Studie die Vermögenslücke zwischen Mann und Frau dort, wo sie über das Geld entscheidet. Hat der Mann das letzte Wort, sei die Lücke am größten. Dann liege aber auch das Vermögen insgesamt höher. Die Vermögenslücke zwischen den Partnern fällt laut DIW noch größer aus, wenn die Altersversorgungsansprüche eingerechnet werden.

Quelle: FAZ.net mit dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Kursverlust Kapitallücke drückt Kurs der Deutsche-Bank-Aktie

Schlusslicht im Dax und Vorletzter im Euro Stoxx 50: Die Deutsche Bank gibt an den Märkten derzeit eine katastrophale Figur ab. Analysten erkennen aber auch Fortschritte Mehr Von Markus Frühauf

19.05.2016, 19:37 Uhr | Finanzen
Tschüs 500er Schöner Schein

Der Abschied vom 500-Euro-Schein ist beschlossen. Zeit für ein kleines bisschen Wehmut: Ein kurzes Gedenken an altes Geld, das schon früher aus dem Verkehr gezogen wurde. Mehr

08.05.2016, 18:21 Uhr | Finanzen
Die Vermögensfrage Vorsicht mit der Betriebsrente

Arbeitnehmer können sich ihre Betriebsrente selbst organisieren. Aber das lohnt sich nicht für jeden. Zu oft werden die Sparer doppelt belastet. Mehr Von Barbara Brandstetter

29.05.2016, 12:36 Uhr | Finanzen
Stichtag 31. Mai Wie mache ich eine Steuererklärung?

Ende Mai ist es wieder soweit: Bis dahin müssen Arbeitnehmer ihre Steuererklärung ans Finanzamt schicken. Doch was kann ich absetzen? Welche Belege muss ich einreichen? Und brauche ich ein elektronisches Steuerprogramm? Mehr Von Martin Hock

25.05.2016, 14:43 Uhr | Finanzen
Fintech-Angebote Kundenvertrauen in Versicherungs-Apps steigt

Die Neugier gegenüber digitalen Hilfen in der Finanzberatung ist groß. Kunden zeigen sich aufgeschlossen, auch Versicherungen über Apps abzuschließen. Doch es gibt Risiken. Mehr Von Tim Kanning und Philipp Krohn

20.05.2016, 18:20 Uhr | Finanzen
Geld & Leben

"Meine Finanzen" hat die richtigen Tipps für jede Lebenslage. Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Zinsen
Wertpapiersuche