Home
http://www.faz.net/-hbv-76fxa
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Zertifikate und ETFs

DIW-Studie Frauen droht wegen geringeren Vermögens eher Altersarmut

Verheiratete Frauen haben im Schnitt 33.000 Euro weniger Vermögen als ihre Männer, das ergab eine Studie. Angesichts hoher Scheidungsraten ist das für die Forscher ein Grund zur Warnung.

© dpa Vergrößern Wenn Frau sich nicht mehr darum kümmert, selbst ein Vermögen aufzubauen, sieht sie später alt aus.

Die Gefahr von Altersarmut ist für Frauen deutlich größer als für Männer. Das legt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu den Vermögen von Männern und Frauen innerhalb einer Partnerschaft nahe. Demnach besitzen Frauen, die mit einem Mann zusammenleben, im Durchschnitt 33.000 Euro weniger als ihre Partner.

„Frauen in Partnerschaften sollten frühzeitig mehr Wert auf ihre individuelle Altersvorsorge legen“, folgerte DIW-Ökonom Markus Grabka in der „Welt am Sonntag“. Das gelte besonders angesichts steigender Scheidungsraten, heißt es in der Studie, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Danach werde zwar meistens das während der Ehe erworbene Vermögen geteilt - häufig hätten Männer aber schon vor der Hochzeit mehr auf die hohe Kante gelegt.

Entscheidet die Frau über die Finanzen, ist die Versorgungslücke am geringsten

Das Institut wertete Antworten von 7200 Paaren aus dem Jahr 2007 aus. Demnach hat bei 52 Prozent der zusammenlebenden heterosexuellen Paare der Mann ein größeres Vermögen als die Frau. Durchschnittlich lag der Unterschied in dieser Teilgruppe bei 92.000 Euro. Bei 19 Prozent der Fälle lägen Frau und Mann etwa gleichauf. Bei 29 Prozent der Paare sei die Frau reicher, durchschnittlich um 48.000 Euro.

Mehr zum Thema

Am geringsten ist nach der Studie die Vermögenslücke zwischen Mann und Frau dort, wo sie über das Geld entscheidet. Hat der Mann das letzte Wort, sei die Lücke am größten. Dann liege aber auch das Vermögen insgesamt höher. Die Vermögenslücke zwischen den Partnern fällt laut DIW noch größer aus, wenn die Altersversorgungsansprüche eingerechnet werden.

Quelle: FAZ.net mit dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Neue Studie Rentner arbeiten nicht des Geldes wegen

Kein Geld im Alter: Für viele junge Menschen ist das eine schlimme Vorstellung. Doch wenn Rentner weiter arbeiten, dann liegt das nicht unbedingt daran, dass sie arm sind. Mehr Von Cem Güler

04.03.2015, 11:47 Uhr | Wirtschaft
SwissLeaks So hat die HSBC Geld gewaschen und Steuern hinterzogen

Unter dem Namen SwissLeaks sind spektakuläre Vorwürfe gegen die Schweizer Tochter der britischen Bank HSBC bekannt geworden: Systematische Beihilfe zu Steuerhinterziehung und Geldwäsche.Es geht um Vermögen von mehr als 100 Milliarden Euro. Wie die Bank das gemacht hat... Mehr

25.02.2015, 10:44 Uhr | Wirtschaft
Milliardärsliste Bill Gates wird drei Milliarden reicher

Und noch mal kommen drei Milliarden Dollar dazu: Das Vermögen von Microsoft-Gründer Bill Gates ist abermals gewachsen. Auf Rang drei der Reichen-Liste hat sich ein Neuer geschoben. Mehr

02.03.2015, 17:12 Uhr | Wirtschaft
Deutschland lernt sparen (3) So reich sind Sie wirklich

Sie wollen, dass Ihr Geld mehr Zinsen bringt? Dann brauchen Sie die richtige Strategie. In unserem Videokurs erklärt Finanzprofessor Andreas Hackethal heute, wie Sie sich einen Überblick verschaffen - und warum Sie Ihr größtes Vermögen wahrscheinlich vergessen. Mehr

01.12.2014, 16:00 Uhr | Finanzen
Weg in die Privatinsolvenz (4) Pleite gehen ist etwas Höchstpersönliches

Eines Nachts überkommt Werner Russmann Panik: Haftet seine Ehefrau für seine Schulden? Was ist mit dem Unterhalt für seine Töchter? Mehr Von Judith Lemke

01.03.2015, 10:04 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 10.02.2013, 14:08 Uhr

Geld & Leben

"Meine Finanzen" hat die richtigen Tipps für jede Lebenslage. Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Zinsen
Wertpapiersuche

Märkte aktuell
Name Kurs Änderung
  FAZ-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro/Dollar --  --
  Gold --  --