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DIW-Studie : Frauen droht wegen geringeren Vermögens eher Altersarmut

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Wenn Frau sich nicht mehr darum kümmert, selbst ein Vermögen aufzubauen, sieht sie später alt aus. Bild: dpa

Verheiratete Frauen haben im Schnitt 33.000 Euro weniger Vermögen als ihre Männer, das ergab eine Studie. Angesichts hoher Scheidungsraten ist das für die Forscher ein Grund zur Warnung.

          Die Gefahr von Altersarmut ist für Frauen deutlich größer als für Männer. Das legt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu den Vermögen von Männern und Frauen innerhalb einer Partnerschaft nahe. Demnach besitzen Frauen, die mit einem Mann zusammenleben, im Durchschnitt 33.000 Euro weniger als ihre Partner.

          „Frauen in Partnerschaften sollten frühzeitig mehr Wert auf ihre individuelle Altersvorsorge legen“, folgerte DIW-Ökonom Markus Grabka in der „Welt am Sonntag“. Das gelte besonders angesichts steigender Scheidungsraten, heißt es in der Studie, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Danach werde zwar meistens das während der Ehe erworbene Vermögen geteilt - häufig hätten Männer aber schon vor der Hochzeit mehr auf die hohe Kante gelegt.

          Entscheidet die Frau über die Finanzen, ist die Versorgungslücke am geringsten

          Das Institut wertete Antworten von 7200 Paaren aus dem Jahr 2007 aus. Demnach hat bei 52 Prozent der zusammenlebenden heterosexuellen Paare der Mann ein größeres Vermögen als die Frau. Durchschnittlich lag der Unterschied in dieser Teilgruppe bei 92.000 Euro. Bei 19 Prozent der Fälle lägen Frau und Mann etwa gleichauf. Bei 29 Prozent der Paare sei die Frau reicher, durchschnittlich um 48.000 Euro.

          Am geringsten ist nach der Studie die Vermögenslücke zwischen Mann und Frau dort, wo sie über das Geld entscheidet. Hat der Mann das letzte Wort, sei die Lücke am größten. Dann liege aber auch das Vermögen insgesamt höher. Die Vermögenslücke zwischen den Partnern fällt laut DIW noch größer aus, wenn die Altersversorgungsansprüche eingerechnet werden.

          Quelle: FAZ.net mit dpa

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