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Veröffentlicht: 24.01.2013, 16:10 Uhr

Einfach nur telefonieren Worauf Senioren beim Handy-Kauf achten sollten

Einfach nur telefonieren - und im Notfall schnell Hilfe rufen können: Das ist es, was die meisten Senioren von einem guten Handy erwarten. Worauf Sie beim Kauf achten müssen.

© Kretzer, Michael In einem Workshop lernen Senioren aus Frankfurt, welche Funktionen ihr Handy zu bieten hat.

Viele ältere Menschen wollen mit ihrem Handy einfach nur telefonieren. Sie wollen im Alltag gut erreichbar sein und im Notfall schnell Hilfe rufen können. Zusatzfunktionen wie mobiles Internet oder Kamera sind für sie oft überflüssig. Laut einer aktuellen Untersuchung von Stiftung Warentest werden spezielle Handys für Senioren immer besser.

Worauf sollten Senioren beim Handy-Kauf achten?

Vor dem Kauf eines Handys sollten sich ältere Menschen überlegen, auf welche Funktionen sie Wert legen und auf welche sie verzichten können. Wer mit seinem Handy hauptsächlich telefonieren und Kurznachrichten (SMS) verschickten möchte, sollte darauf achten, dass vor allem diese Funktionen schnell zu erreichen und bequem zu handhaben sind. Besonders gut prüfen sollten Käufer in diesem Fall das Display und die Tastatur. Grundsätzlich gilt: Die  meistverkauften Handytypen sind nicht automatisch die, die für Senioren gut zu bedienen sind.

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Was zeichnet ein gutes Senioren-Handy aus?

Das Handy sollte gut in der Hand liegen und nicht zu klein sein. Damit Zahlen und Texte auch bei nachlassender Sehkraft gut lesbar und auch bei Sonnenschein noch zu erkennen sind, sollte das Display gut beleuchtet und kontraststark sein. Hilfreich sind große Tasten mit einem deutlich spürbaren Druckpunkt - das erleichtert das Wählen und Schreiben von SMS. Der aktuelle Testsieger sagt beim Wählen sogar die Ziffern an. Wichtig sind große Tasten auch für  Menschen mit Motorikschwäche.

Bei nachlassendem Gehör sind laute Klingeltöne und eine gute Sprachqualität wichtig. Eine Reihe von Handys verfügt laut Stiftung Warentest sogar über Technologie, die Telefonsignale direkt an Hörgeräte übertragen kann. Die Gebrauchsanweisung sollte leicht verständlich sein. Das gleiche gilt für die Menüführung, die zum Beispiel für das Einspeichern von Telefonnummern benötigt wird. Diese sollte beim Handykauf getestet werden.

Was sollte ich vor Vertragsabschluss klären?

Zunächst sollte der Gesprächsbedarf ermittelt werden. Wie viele Minuten pro Monat werde ich voraussichtlich mit dem Handy telefonieren? In welchem Netz telefonieren meine Freunde und Verwandten? Möchte ich auch SMS verschicken oder mit dem Handy ins Internet?

Wann empfehlen sich Prepaid-Karte oder Flatrate?

Wer weniger als eine Stunde im Monat mit dem Handy telefoniert, aber immer mobil erreichbar sein möchte, gilt als Wenigtelefonierer und kann, wenn er schon ein Handy besitzt, mit einer Prepaid-Karte (Wertkarte) monatliche Fixkosten vermeiden.

Wer etwas häufiger telefoniert oder SMS verschickt, sollte einen Laufzeitvertrag abschließen, wenn er Wert auf ein günstigeres Handy legt. Günstiger kommt dabei weg, wer den gleichen Tarif wählt wie  Angehörige und Freunde, weil bei manchen Anbietern interne Gespräche besonders günstig sind. Nur wer viel mit dem Handy telefoniert und auch regelmäßig im Internet surft, sollte eine Flatrate in Erwägung ziehen.

Hilft die Notruffunktion wirklich im Notfall?

Beim aktuellen Test waren alle Senioren-Handys mit einer Notruffunktion ausgestattet. Damit werden auf Knopfdruck mehrere vorher festgelegte Rufnummern der Reihe nach angerufen, bis ein Gespräch angenommen wird. Hierbei besteht laut „Test“ aber bei vielen Handys die Gefahr, dass Notrufe ins Leere laufen, wenn sich ein Anrufbeantworter einschaltet. Manche Hersteller versuchen dies zu verhindern, indem von den Angerufenen automatisch eine  Bestätigung per Tastendruck gefordert wird. Grundsätzlich sollten sich Senioren, die auf diese Funktion für Notfälle setzen, vorher mit allen Beteiligten gut absprechen.

Wie kann ich mein Handy noch besser kennenlernen?

Spezielle Handykurse von Volkshochschulen, Verbraucherzentralen und Einrichtungen zur Erwachsenenbildung können beim Umgang mit dem Mobiltelefon helfen. Hier können Neueinsteiger und Fortgeschrittene alles über Funktionen und Fachbegriffe lernen.

Quelle: FAZ.net mit AFP

 

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