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Anlageprodukte Der Vorsorge-Check

Wer länger lebt und nicht länger arbeitet, muss für die Zeit nach dem Erwerbsleben vorsorgen. Möglichkeiten gibt es viele. Eine kurze Überprüfung.

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Festgeld und Anleihen
© dapd Vergrößern

Festgeld und Anleihen

Sparen fürs Alter muss ganz sicher sein. Denn es geht ja ums Auskommen im Ruhestand. Da darf nichts anbrennen. So lautet die Standardantwort, warum Leute in Zinsprodukten anlegen. Sicher sind sie aber keineswegs immer. Tages- und Festgeld sind nur bis 100.000 Euro risikolos. So weit reicht die europaweite Mindesteinlagensicherung für den Fall der Pleite der Bank, die das Festgeld anbietet. Bei deutschen Instituten ist der Schutz größer, dafür bieten sie aber nicht die höchsten Zinsen.

Anleihen sind auch nicht immer so sicher wie gedacht. Das zeigte sich bei griechischen Staatsanleihen. Vermeintliche solide Staatsanleihen aus Skandinavien, Australien, der Schweiz oder Kanada haben aber ein Währungsrisiko.

Auch die derzeit so oft empfohlenen Unternehmensanleihen sowie Anleihen aus Schwellenländern haben jedoch Ausfallrisiken. Schon einige Unternehmen wie jüngst aus der Solarbranche sind pleite gegangen. Am besten ist es, diese Risiken durch Fonds zu reduzieren. Sie legen breit gestreut in viele verschiedene Anleihen an.

Am sichersten sind derzeit noch Bundesanleihen. Aber die Renditen sind mit unter zwei Prozent sehr niedrig. Für Tagesgeld gibt es derzeit im besten Fall rund zwei Prozent, für Unternehmensanleihen aber in vielen Fällen auch deutlich mehr - bei allerdings eben auch deutlich höherem Risiko.

Bewertung: Ganz sichere Zinsprodukte werfen zu wenig Zins ab, um die Inflation auszugleichen. Für die Vorsorge alleine reichen sie nicht aus.

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