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Der Pflege-Bahr Tarife und Leistungen im Überblick

Zwischen den Pflege-Bahr-Versicherungen gibt es gewaltige Unterschiede bei Preisen und Leistungen. Central und Münchner Verein sind besonders günstig.

© F.A.Z. Was der Pflege-Bahr kostet und bringt: Ein Überblick der Anbieter.

Die Bedingungen sind bei den meisten Pflege-Bahr-Versicherungen gleich. Von daher sind nur Preis und Leistung entscheidend. Dabei gibt es gewaltige Unterschiede, wie eine Umfrage dieser Zeitung und des Analysehauses Morgen & Morgen zeigt. Besonders günstig ist die Central. Selbst ein Fünfzigjähriger muss nur 16 Euro im Monat zahlen. Dafür bekommt er dann aber auch nur 630 Euro im Monat in Pflegestufe drei. Ein 30-Jähriger erhält für den gesetzlichen Mindestbeitrag von 15 Euro hohe 1470 Euro im Monat und damit so viel wie von keinem der Konkurrenten.

Der Nachteil der Central: In den Pflegestufen 0 bis 2, die häufiger als Stufe 3 in Anspruch genommen werden, zahlt die Central nur das gesetzlich Vorgeschriebene. Auch der Münchener Verein verlangt wenig Beitrag und leistet dafür in den unteren Pflegestufen sehr wenig. Da bieten die Konkurrenten deutlich mehr. Für alle gleich ist allerdings, dass für demente Patienten (Pflegestufe 0) nur 10 Prozent der Summe von Pflegestufe 3 bezahlt wird - im Monat. Damit können sie bestenfalls zwei Tage im Monat betreut werden. Nur die Debeka zahlt etwas mehr.

Zur Aufstockung Pflege-Bahr mit ungeförderter Pflegeversicherung kombinieren

Die Mehrzahl der Versicherungen ermöglicht, verschiedene Niveaus abzusichern. Je höher es ist, desto teurer ist dann der Beitrag. Maximal sind 3300 Euro monatliches Pflegegeld in Stufe 3 möglich. Das bietet die Signal Iduna an, verlangt dann aber für einen 40-Jährigen schon 81 Euro im Monat. Bei Barmenia, Debeka, Deutsche Familienversicherung und Münchener Verein kann hingegen nicht aufgestockt werden. Sie haben einen Einheitstarif für jedes Alter. Er sichert in den Pflegestufe o und 3 das vorgeschriebene Minimum ab, in Stufe 1 und 2 meist etwas mehr. Für eine höhere Absicherung müssen die Kunden zusätzlich eine ungeförderte Pflegeversicherung abschließen.

Oft kann es aber besser sein, nicht den Pflege-Bahr aufzustocken, sondern ihn mit einem ungeförderten Tarif zu kombinieren, der bei hohen Summen manchmal günstiger ist. Er bietet auch in den unteren Pflegestufen oft mehr Leistung und eine Einmalzahlung. Zudem ist die Wartezeit niedriger oder fällt weg. Allerdings bedingt diese Variante eine Gesundheitsprüfung. Menschen mit Vorerkrankungen zahlen dann viel mehr. Sie sollten lieber den Pflege-Bahr aufstocken. Alle sollten überlegen, ob sie nicht eine regelmäßige Steigerung der Leistungen (Dynamisierung) vereinbaren sollten. Das kostet zwar mehr Beitrag, schützt aber vor Preissteigerungen in der Pflege.

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Quelle: F.A.S.

 
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